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Haarausfall: So viele Haare sind normal

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Haarausfall  

Wann Haarausfall kritisch ist

28.10.2013, 09:55 Uhr | vdb/ mou

Haarausfall: So viele Haare sind normal. Viele Männer leiden unter Haarausfall.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Männer leiden unter Haarausfall. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit fortschreitendem Alter klagen meist Männer über Haarausfall. Dabei ist es normal, bis zu hundert Haare am Tag zu verlieren. Fallen die Haare jedoch stellenweise aus, sodass sich Lücken auf dem Kopf und Geheimratsecken bilden, kann das verschiedene Ursachen haben. Ein Besuch beim Hautarzt sorgt dann für Klarheit. Ob man sich Sorgen machen muss, zeigt auch ein simpler Selbsttest.

Im Herbst verlieren wir besonders viele Haare

"Manchmal hat Haarausfall ganz harmlose Ursachen. Im Herbst verlieren wir beispielweise immer mehr Haare als zu den anderen Jahreszeiten. Aber auch Medikamente, Stress, die Wechseljahre und eine falsche Ernährung können ein Grund sein" sagt Dr. Johannes Müller-Steinmann, ärztlicher Direktor des Hautarztzentrums Kiel.

Nach der Ruhephase fallen die Haare aus

Doch warum finden wir gerade im Herbst mehr Haare in der Bürste? Wird die Kopfhaut im Hochsommer verstärkt der Sonnenbestrahlung ausgesetzt, bewirkt das einen verstärkten Wechsel der Haare von der Wachstumsphase (Anagenphase) in die Ruhephase (Telogenphase). Diese Haare fallen dann am Ende der Telogenphase aus - also nach drei bis vier Monaten. Doch keine Angst: Die auf diesem Wege verlorenen Haare wachsen wieder nach.

Hinter Haarausfall kann eine Krankheit stecken

Hört der Verlust jedoch nicht von alleine wieder auf, kann auch eine Krankheit dahinter stecken. "In 80 Prozent der Fälle entsteht Haarausfall bei Männern durch eine androgene Alopezie. Das ist eine vererbte Überempfindlichkeit gegen männliche Hormone. Männer leiden dann anfangs unter Geheimratsecken oder der sogenannten Stirnglatze, während sich Frauen häufig über Haarverlust in Scheitelnähe ärgern. Für den kreisrunden Haarausfall ist vermutlich eine Störung des Immunsystems verantwortlich", so der Experte.

Briefumschlag-Methode entlarvt Haarausfall

Täglich dutzende Haare zu verlieren ist normal. Wer aber das Gefühl hat, vermehrt Haare zu verlieren, kann das Ausmaß des Haarausfalls mit der Briefumschlag-Methode einschätzen: Zuerst wäscht man sich die Haare. Am nächsten Tag kämmt man sich über einem Waschbecken und sammelt die ausgefallenen Haare zusammen und steckt diese in einen Briefumschlag. Das gleiche macht man auch am übernächsten Tag sowie zwei Tage später nochmal. Wichtig ist, dass in der Zwischenzeit die Haare nicht gewaschen werden.

Wenn die drei Umschläge bestückt sind, zählt man die Haare. Dabei müssten es von Umschlag zu Umschlag weniger Haare werden. Bleibt die Anzahl der gesammelten Haare gleich oder nimmt sogar zu, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Hautarzt kann Ursache für Haarausfall klären

Ein Hautarzt kann klären, was die Ursache für den dauerhaften Haarausfall ist. Dazu führt er eine Blutuntersuchung durch. In einigen Fällen hilft auch ein sogenanntes Trichogramm - also die genaue Betrachtung der Haarwurzel - bei der Ursachenfindung. "Zunächst entnehmen Hautärzte an zwei Stellen des Kopfes etwa 50 Haare und untersuchen dann die Wurzeln unter dem Mikroskop", erklärt Müller-Steinmann. Manchmal sei auch eine Hautprobe mit Haarwurzel notwendig.

Die Behandlung erfolgt dann abhängig vom Untersuchungsergebnis. Eine Möglichkeit sei die Meso-Therapie, sagt der Hautarzt. Dabei handle es sich um ein sanftes Verfahren, bei dem Hautärzte mit einer Mikrokanüle eine spezielle Lösung aus Mineralstoffen, pflanzlichen Stoffen und Vitaminen in die Kopfhaut injizieren. Die Wirkstoffe gelangen so auch in die Haarfollikel und können diese stärken und besser durchbluten. Die Anwendung wird dann, so Müller-Steinmann, drei Mal im Abstand von zwei Wochen wiederholt. Danach alle vier Wochen und später alle drei bis sechs Monate.

Wirkung nur von zwei Medikamenten belegt

Die Kosten hierzu übernimmt jedoch nicht die Krankenkasse. Patienten müssen dabei mit 40 bis 50 Euro je Sitzung rechnen. Zudem ist nicht eindeutig belegt, ob die Meso-Therapie tatsächlich Abhilfe schafft. Andere Experten verweisen darauf, dass bei Haarausfall nur zwei Mittel erhältlich sind, deren Wirksamkeit belegt ist. Dabei handelt es sich um Finasterid und Minoxidil. Beide sind verschreibungspflichtig und auch hier werden die Kosten nicht von der Krankenkasse getragen.

Eigenhaarverpflanzung ist teuer

Wenn durch die kahlen Stellen am Kopf ein großer Leidensdruck entsteht, ist eine Eigenhaarverpflanzung möglich. Haarwurzeln, die nicht vom erblich bedingten Haarausfall befallen sind, in der Regel der Haarkranz am Hinterkopf, werden dort entnommen und auf die kahlen Stellen umverteilt. Die Methode wird allerdings durch die eigene Spenderfläche begrenzt, die der Mann mitbringt. Die Eigenhaarverpflanzung gehört zu den kostspieligen Methoden der Haarerhaltung. Für Geheimratsecken etwa liegt der Preis bei 2.000 bis 2.500, für eine Oberkopfglatze bei 4.000 bis 6.000 Euro.

Künstliche Haarverdichtung

Mehr Volumen und Fülle versprechen auch Verfahren, die das eigene Haar durch fremdes Echthaar ergänzen. In sehr dünnes oder lichtes Haar können beispielsweise feine Streifen aus natürlichen Haaren eingearbeitet werden. Sie werden am Haaransatz mit den eigenen Haaren verbunden und sollen sogar Waschen, Föhnen, Sauna und Schwimmbad aushalten. Die Kosten rangieren je nach Haarlänge und Aufwand zwischen 235 und 1.400 Euro. Für Männer mit einer schon ausgeprägten Oberkopfglatze gibt es eine hauchdünne, atmungsaktive Haut mit eingearbeitetem Echthaar, die bis zu vier Wochen permanent befestigt wird.

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