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Kosmetik kann Schlachtabfälle enthalten

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Schlachtabfälle in Cremes  

Fünf unappetitliche Inhaltsstoffe in Kosmetika

20.10.2015, 10:24 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Kosmetik kann Schlachtabfälle enthalten. Aufpolsternde Cremes enthalten nicht selten tierische Proteine. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Aufpolsternde Cremes enthalten nicht selten tierische Proteine. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Shampoo, Lippenstift und Anti-Falten-Cremes: Kaum einer denkt hier an totes Tier. Doch Läuse, zermahlene Hörner und andere Schlachtabfälle werden von den Herstellern häufig als Schönmacher eingesetzt. Für den Verbraucher ist das nur schwer erkennbar. Fünf Begriffe aus der Körperpflege, die Sie kennen sollten.

Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe lässt viele Verbraucher ratlos zurück. Kaum einer weiß die Zahlen und Begriffe vollständig zu deuten. Und so ist vielen nicht bewusst, welche tierischen Bestandteile sich in Make-up und Körperpflegeprodukten verstecken. Während der Begriff Bienenwachs die tierische Herkunft noch erkennen lässt, wird es bei Lanolin, Keratin, Kollagen, Elastin und Karmin schon schwieriger.

Talgdrüsensekret von Schafen in vielen Salben

So ist Lanolin lediglich eine andere Bezeichnung für Wollwachs. Dabei handelt es sich um das Sekret aus den Talgdrüsen von Schafen. Es wird beim Waschen der Wolle herausgelöst. Aufgrund seiner hautpflegenden und fettenden Eigenschaften wird es in vielen Salben und Cremes eingesetzt. Eine gute Alternative sind pflanzliche Öle wie Mandel-, Oliven- oder Arganöl.

Haarpflege aus Hörnern und Federn

Auch hinter dem Begriff Keratin verbirgt sich ein tierischer Bestandteil. Das aus Hörnern, Federn und Klauen gewonnene Faserprotein wird häufig in Shampoos und Pflegespülungen verwendet. Aber auch in Nahrungsergänzungsmitteln ist es zu finden und soll Haare und Nägel kräftigen und widerstandsfähiger machen. Eine gute Alternative ist pflanzliches Keratin. Meist werden die Eiweiße aus Mais, Weizen und Soja gewonnen. Hersteller von Bioprodukten setzen sie häufig ein. Auf dem Produkt verbirgt sich das dann meist hinter dem Begriff "Soja-Kreatin".

Aus der Schweinehaut auf die Menschenhaut

Auch bei Kollagen und Elastin handelt es sich um Proteine. Sie werden meist aus Haut und Sehnen von Schweinen und Rindern extrahiert. Aufgrund ihrer straffenden Wirkung finden sie in Anti-Aging-Cremes häufig Verwendung. Eine gute pflanzliche Alternative stellen Algen dar. Sie enthalten Aminosäuren, welche die Erneuerung des körpereigenen Kollagens und Elastins anregen.

Für viele Lippenstifte werden Läuse zerquetscht

Auch hinter den Begriffen Karmin, Cochenille und CI 75470 verbirgt sich ein tierischer Bestandteil. "Dabei handelt es sich um einen roten Farbstoff, der häufig in Lippenstiften und Nagellacken zum Einsatz kommt. Um an das Pigment zu gelangen, werden Schildläuse zerdrückt", sagt Silke Schwartau, Abteilungsleiterin Ernährung und Lebensmittel der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH). "Da diese Art der Farbgewinnung aber recht teuer ist, kommen immer öfter auch chemische Alternativen zum Einsatz."

Am Beispiel Karmin-Rot spricht sich die Expertin aber klar für den tierischen Bestandteil aus: "Dieser ist natürlichen Ursprungs und Sie wissen, woran Sie sind. Chemische Farbstoffe hingegen bestehen oft aus Mixturen, die kritisch für die Gesundheit werden können."

"Tierische Bestandteile sind gesundheitlich unbedenklich"

Wer sich an den Tierbestandteilen nicht stört, kann diese laut Schwartau ohne Sorge weiterverwenden: "Gesundheitlich bedenklich sind sie nicht. In der Kosmetik gibt es hohe Reinheitsanforderungen. Hier gab es noch nie Probleme."

Nach Meinung der Verbraucherschützerin sind natürliche Bestandteile besser verträglich als chemische Komponenten.

Vegane Kosmetik kommt ohne Tier aus

Wer hingegen die Vorstellung eklig findet, sich Tierbestandteile auf den Körper zu cremen, muss genau hinschauen. Laut Schwartau ist es schwer, anhand der Auflistung der Inhaltsstoffe die tierischen Bestandteile zu entziffern. "Eine deutlichere Kennzeichnung auf den Produkten wird aber kaum durchzusetzen sein", schätzt sie.

Um wirklich sicher zu sein, dass Pflege- und Kosmetikartikel frei von Tieren sind, greift man am besten zu veganen Produkten. Oder man fragt beim Hersteller nach, ob das Lieblingsprodukt frei von Tier ist. "Gute Informationsquellen sind zudem die Webseiten Codecheck.info und Kosmetik-Check.de. Hier bekommen Verbraucher einen guten Überblick über die Inhaltsstoffe und können dann entscheiden, welche Produkte zukünftig im Einkaufswagen landen", rät Schwartau.

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