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Schuhe richtig binden: der Schnürsenkel-Knigge

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Schuhe binden wie ein Gentleman  

Schnürsenkel: Das Einmaleins des Schuhe-Bindens

17.02.2017, 13:30 Uhr | Sabine Kelle

Schuhe richtig binden: der Schnürsenkel-Knigge. Ein edler Schuh will auch richtig gebunden werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein edler Schuh will auch richtig gebunden werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Knoten, eine Schleife und fertig – so mag ein Schuljunge aus dem Haus gehen – ein echter Gentleman hingegen nimmt sich Zeit für das Einfädeln der Schuhe und wählt dazu ein perfekt passendes Paar Schnürsenkel aus.

Eine einfache Regel für die Wahl der richtigen Senkel lautet: Je formeller der Anlass, desto schlichter sollten die Schnürsenkel sein. Mit einfachen runden Schuhbändern, die auf die Schuhe farblich abgestimmt sind, kann man nichts falsch machen. Flache Schuhbänder wirken meist sportlicher und legerer. Sie passen besser zu Sneakern oder Bootsschuhen. Elastische Bänder bieten Komfort bei sportlichen Aktivitäten.

Schuhe binden: die Kreuzbindung

Doch wie bindet man sie richtig und welche Bindung passt zu welchem Schuh? Ganz klassisch fädeln die meisten das Schuhband in einer Art Zick Zack - der Kreuzbindung - ein. Hierbei überkreuzen sich die beiden Enden des Schnürsenkels abwechselnd. So gebunden passen die Senkel zu den meisten Schuhen. Sie starten ganz normal am unteren Ende des Schuhs und fädeln das Band von oben durch die beiden Löcher. Die beiden Bandenden sollten gleich lang sein. Nun fädelt man abwechselnd von unten nach oben beide Enden durch die Ösen. Bleiben Sie stets im gleichen Rhythmus, das heißt immer erst links und dann rechts oder umgekehrt. So ergibt sich ein regelmäßiges und symmetrisches Bild.

Die Parallel-Bindung

Gerade bei eleganten und dabei dezenten Schuhen mit wenigen Ösen, wie einem Derby oder Oxford, gibt man mit waagerecht und parallel verlaufender Schnürung ein seriöses Bild ab. Die Seitenteile verdecken hier die Zunge, was sie ideal für die Parallel-Bindung macht.

Man beginnt, indem man die erste Reihe am unteren Ende jeweils von oben einfädelt. Nun das linke Bandende nehmen und es diagonal durch die zweite Öse von unten ziehen und daraufhin von oben in die gegenüberliegende Öse. Das rechte Bandende wird in die nächste schräg gegenüberliegende Öse von unten gefädelt und danach ebenfalls direkt in die gegenüberliegende. So verfährt man nun weiter bis nach oben.

Die Ladenschnürung

Eine ähnliche Optik erhält man mit dem sogenannten Factory Lacing. So werden Schuhe vom Hersteller für den Verkauf geschnürt.

Hierfür beginnt man wieder mit dem unteren Ende und zieht die Bandenden von oben durch die erste Reihe. Wichtig ist, dass ein Bandende länger ist als das andere. Wieviel länger hängt von der Anzahl der Ösen ab. Den einen Senkel zieht man nun von unten durch die oberste Öse auf der anderen Seite. Den anderen Senkel fädelt man von unten durch das nächste schräg gegenüberliegende und von oben in das parallel gegenüberliegende. So fährt man fort, bis man oben angelangt ist.

Da die Bandenden unterschiedlich lang gehalten werden müssen, ist diese auf den ersten Blick leichtere Schnür-Technik komplizierter in der täglichen Handhabung. Schnell verziehen sich die Bandenden und man hat unterschiedliche Längen, die sich schlecht binden lassen.

Kreative Bindungsmuster Gerade bei angesagten Sneakern toben sich die Kreativsten aus. Hier finden sich in Sneaker-Blogs unzählige Anleitungen zu wirklich kunstvollen Schnürungen, die beinahe an Webmuster erinnern. Solch aufwendig gestaltete Schnürungen passen jedoch weniger zu smarten Businessschuhen, als zu Sneakern, und wirken schnell kindisch. Traditionell gewachst oder aus Leder

Im Schuhladen erwartet einen eine ungeahnte Vielfalt an Schuhbändern. Ein echter Klassiker sind gewachste Senkel. Die Wachsschicht bietet dem strapazierten Band einen extra Schutz. Es legt sich besser um die Ösen und fleddert weniger schnell aus. Aus Leder gefertigte Schnürsenkel lassen sich elegant binden und legen sich weich um jede Kurve. Auch das Trendthema Wildleder findet sich bei Schuhbändern wieder. Selbst vor Fell machen einige Hersteller nicht halt. Solch auffällige Schuhbänder trägt man jedoch meist besser zu coolen Luxus-Sneakern.

Tipps, die verhindern, dass Schuhe aufgehen Damit die Schuhe nicht ständig wieder aufgehen, sollte man Knoten und Schleife fest zuziehen. Ein extra Knoten über der Schleife hilft, sieht jedoch nicht wirklich elegant aus. Gewachste Senkel aus Baumwolle halten von Hause aus besser als Synthetik-Varianten. Mathematiker und Schnürsenkel-Experte Ian Fieggen entwickelte einen Knoten, der garantiert halten soll. Eine weitere Möglichkeit für sportliche Schuhe bietet das Label Leazy. Die Schnürsenkel für 9 Euro verfügen über einen Stopper am Ende der Bänder. Todsünden Ohne Frage sollten die Senkel stets sauber und intakt sein. Nichts ist schlimmer als ein paar zerfledderter und verdreckter Schnürsenkel, selbst in Sportschuhen. Selbstverständlich sollten die Schnürsenkel zu Schuh und Trageanlass passen. Ein paar stylische violette Senkel in den eleganten Brogues sind ein modischer Blickfang und können gerne zur Party oder im Arbeitsalltag ausgeführt werden. Haben Sie einem Termin mit einem Neukunden oder arbeiten in einer sehr klassisch ausgerichteten Firma, könnte dies jedoch schon Zuviel des Guten sein. Die Länge, das Maß der Dinge

Auf eine zum Schuh passende Länge sollte ebenfalls geachtet werden. Die Bänder sind normalerweise in zwei bis drei Längen erhältlich. Zu einer Fünf-Loch-Ösung passen 75 Zentimeter lange Bänder. Bei nur zwei oder drei Ösen reichen kurze 45-Zentimeter-Bänder aus. Zu exklusivem Schuhwerk darf man sich ruhig etwas mehr Mühe geben. Eine wahllose Zick-Zack-Schnürung oder verdrehte Bänder schauen recht lieblos aus. Damit die Schnürsenkel ein gutes Bild abgeben, sollte gerade bei den flachen Bändern darauf geachtet werden, dass sie sich nicht verdrehen. Solch flache Schnürsenkel halten besser, deswegen sind sie auch eher für den Sport gedacht. Insofern sehen solche Bänder zu edlen Lackschuhen oder feinen Budapestern meist unpassend aus. Auch wenn Stilbruch cool sein kann, greifen Sie hier lieber zu runden, gewachsten oder ledernen Senkeln.  Unsere Empfehlungen für Schnürsenkel finden Sie auch in unserer Fotoshow.

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