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Nailart-Techniken: Vor- und Nachteile von Gel, Acryl & Co.

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Nailart-Techniken  

Acryl, Gel & Co. – langanhaltende Nailart-Techniken

08.11.2016, 14:46 Uhr | t-online

Nailart-Techniken: Vor- und Nachteile von Gel, Acryl & Co.. Mit einem professionellen Naildesign haben Sie lange Freude an Ihren Nägeln. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit einem professionellen Naildesign haben Sie lange Freude an Ihren Nägeln. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ob im Berufsleben oder im Haushalt: Die Hände sind oft rund um die Uhr im Arbeitseinsatz, was Schäden am Lack hinterlässt. Künstliche Nägel aus Gel, Acryl oder Fieberglas versprechen hier Abhilfe. Erfahren Sie mehr zu Aufwand, Haltbarkeit und Kosten der einzelnen Methoden.

Vorteile künstlicher Nägel

Sie modellieren den Nagel nicht nur neu und bringen ihn auf die gewünschte Länge, sondern garantieren auch eine längere Haltbarkeit des Nagellacks. Neben der klassischen Nagellack-Maniküre ist mittlerweile auch der Shellac-Nagellack ein Favorit bei deutschen Frauen, so Seara Thaci, Beauty Stylistin bei Star Coiffeur Udo Walz in Berlin. Ob die künstlichen Nägel halten was sie versprechen, erfahren Sie hier.

Gel-Modellage für kräftige und lange Fingernägel

Gel-Nägel eignen sich für Frauen, die langfristig Freude an ihrer Nail Art haben möchten. Basis der Nägel ist – wie auch bei den Acrylnägeln – ein so genanntes "Acrylat" in Gelform. Normalerweise werden drei Gel-Schichten aufgetragen und jeweils unter einer UV-Lampe ausgehärtet. Dadurch entsteht der typische „Gel-Look“: Die Nagelplatte wird sichtbar voluminöser.

Je nach Bedürfnis können mit dieser Technik auch lediglich der Naturnagel verstärkt oder die Nägel künstlich verlängert werden. Bei der Verlängerung wird zwischen einer Schablonen- und Tip-Modellage unterschieden. Bei Letzterer werden künstliche Nagelspitzen mit Kleber auf dem Nagel angebracht. Bei der Schablonen-Technik werden die Nagelspitzen mithilfe von Schablonen mit Gel modelliert.

Nach der ersten Modellage müssen die Nägel regelmäßig beim sogenannten "Refill" aufgefüllt werden. Das heißt: Die durch das Nagelwachstum entstandene Lücke wird mit Gel aufgefüllt, der Nagel gegebenenfalls gekürzt und Sie können sich für ein neues Design entscheiden. Nur das regelmäßige Auffüllen gewährleistet die Stabilität des Nagels und somit ein minimales Verletzungsrisiko. Wer ein ruhiges Händchen hat, kann sich auch selbst die Nägel modellieren. Nageldesign-Starter-Sets sind bereits ab 29,99 Euro online und im Fachhandel erhältlich.

Aufwand: circa ein bis zwei Stunden (Neumodellage)

Haltbarkeit: circa drei bis fünf Wochen (je nach natürlichem Nagelwachstum)

Entfernung: Der Lack wird Schicht für Schicht mit elektrischen Fräsern oder speziellen Nagelfeilen abgetragen. Der Vorgang erfordert Vorsicht und Erfahrung, damit der Naturnagel nicht beschädigt wird.

Nachteile: Sie sind für eine längere Zeit an eine bestimmte Nagelfarbe gebunden und müssen den Zeitaufwand für einen Studiobesuch berücksichtigen. Bei einer Neumodellage wird Ihr Naturnagel nicht ausgedünnt, sondern lediglich die Nageloberfläche leicht angeraut, damit das Gel haftet. Ob diese Prozedur für Ihre Nagelstruktur schädlich sein könnte, kann Ihnen eine erfahrene Nagel-Stylistin sagen.

Preis: ab 60 Euro

Acryl-Modellage: die Königsdisziplin des Nageldesigns

Diese Art Nagelmodellage ähnelt den Gel-Systemen, zumal dasselbe Ausgangsmaterial (Acrylat) benutzt wird, allerdings in Pulverform. Anders als bei Gel-Nägeln wird das Acryl-Pulver-Flüssigkeitssystem unmittelbar vor der Modellage angesetzt und muss zügig verarbeitet werden, da das fertige Produkt schnell und an der Luft trocknet.

Auch das gleichmäßige Auftragen auf den Nagel ist höchst anspruchsvoll, weshalb Acryl-Nägel als Königsdisziplin auf Nageldesign-Meisterschaften gelten. Die Acryl-Modellage ist härter als ein Gel-Nagel. Diese Beschaffenheit ermöglicht das Modellieren eines dünneren und somit natürlicher aussehenden Nagels.

Aufwand: circa ein bis zwei Stunden (Neumodellage)

Haltbarkeit: circa drei bis fünf Wochen (je nach natürlichem Nagelwachstum)

Entfernung: Zunächst wird die obere Lackschicht vorsichtig abgefeilt, danach mit Aceton abgelöst.

Nachteile: Wie auch bei der Gel-Modellage legen Sie sich mit Acryl-Nägeln langfristig auf eine Farbe fest und der Naturnagel muss bei einer Neumodellage vorsichtig aufgeraut werden, damit der Kunstnagel haftet.

Preis: ab 60 Euro

Shellac-Maniküre – natürlicher Look für die Nägel

Der spezielle Lack hält mehrere Wochen, ist preisgünstig und kaum zeitaufwendig. Im Gegensatz zur Acryl- oder Gelmodellage trägt dieser spezielle Lack, der in dünnen Schichten aufgetragen wird, kaum auf. Der Nagel wirkt also sehr natürlich und wird gleichzeitig stabilisiert und verstärkt. Diese Maniküre ist daher perfekt für jede Frau, die keine künstlichen Gel-Nägel möchte.

Bei der Shellac-Maniküre werden die Nägel gereinigt und in Form gefeilt. Im Anschluss wird ein Base Coat aufgetragen und unter der UV-Lampe getrocknet. Ebenfalls unter der UV-Lampe folgen zwei Schichten der gewünschten Nuance. Schließlich wird ein Überlack auf die Nägel gegeben.

Aufwand: Der UV-Lack härtet unter einer LED-Lampe nach 30-90 Sekunden oder wie gewohnt unter UV-Lampen in 120 Sekunden. Die Schicht auf den Nägeln muss nicht heruntergefeilt werden, der Besuch im Studio dauert also nicht lange.

Haltbarkeit: Die Haltbarkeit beträgt ähnlich wie bei der Gel-Modellage, je nach Beanspruchung, drei bis vier Wochen. Die Nägel glänzen dauerhaft und die Oberfläche ist widerstandsfähig und kratzfest.

Entfernung: Die Entfernung von UV-Lack ist unkompliziert und schnell. Verwendet werden spezielle Remover auf Acetonbasis. Diese müssen für einen kurzen Moment einwirken, danach lässt sich der Lack problemlos entfernen.

Nachteile: Shellac sollte man nicht zu häufig auf den Nägeln tragen. Der Entferner enthält sehr viel Aceton, der die Nägel und Hände sehr stark austrocknet. Eine reichhaltige Pflege ist also sehr wichtig.

Preis: ab 30 Euro.

Fiberglas-Modellage: Nailart für Kenner

Fiberglas ist die optimale Methode für kaputte, eingerissene oder "abgenibbelte" Nägel. Im Gegensatz zur Gel-Technik wird bei der Fiberglas-Methode nur eine einzige Schicht des Materials auf den Nagel aufgetragen. Dabei wird nicht nur der natürliche Nagel schonend verstärkt, sondern eine natürlich aussehende Verlängerung ist mit dieser Technik auch möglich.

Zusätzlich können die Nägel noch mit einem Farblack aufgewertet werden. Fiberglasnägel sind den meisten Frauen noch unbekannt. Grund dafür: Bisher wird diese Methode nur in sehr wenigen Nagelstudios angeboten, da die Einkaufspreise für die benötigten Materialien noch vergleichsweise hoch sind. Des Weiteren sollte diese Technik nur von sehr erfahrenen Nagelstylisten durchgeführt werden.

Aufwand: Das Fiberglas härtet in 120 Sekunden unter der UV Lampe, ist also wesentlich schneller als eine Behandlung mit Gel oder Acryl. Ein erster Besuch dauert ungefähr 30 Minuten.

Haltbarkeit: Fiberglasnägel halten circa vier bis sechs Wochen und müssen danach erneuert werden.

Entfernung: Das gehärtete Gel kann entweder vorsichtig abgefeilt oder mit Aceton entfernt werden.

Preis: ab 80 Euro.

Gel-Nagellack aus der Drogerie – Maniküre einfach selbst gemacht

Wer auf einen Besuch im Studio, nicht aber auf den perfekten Gel-Look verzichten will, dem ist mit einem speziellen Gel-Lack aus der Drogerie geholfen. Dank spezieller Plumping-Formel sorgt der Lack für den ultimativen Volumen-Effekt und ein High-Gloss-Finish.

Aufwand: Aufgetragen wird der Gellack wie einfacher Nagellack, daher braucht der perfekte Look nur wenige Minuten. Für ein perfektes Ergebnis empfiehlt es sich, sowohl einen Unterlack als auch einen versiegelnden Lack zu verwenden. So wird Verfärbungen vorgebeugt und der Lack hält länger.

Haltbarkeit: Je nachdem wie stark Ihre Nägel im Alltag beansprucht werden, hält der Nagellack bis zu zwei Wochen.

Entfernung: Möchten Sie Ihren Nägeln etwas Gutes tun, sollten Sie auf acetonfreie Nagellackentferner setzen. Diese schonen Hände und Nägel und trocknen sie nicht aus.

Preis: ab 2 Euro. 

Tipps und Hinweise rund um Nageldesign und Ihren nächsten Besuch im Nagelstudio:

  1. Lassen Sie sich vorab von Ihrer Kosmetikerin beraten, ob die jeweilige Nagel-Modellage für Ihre Nagelstruktur in Frage kommt.
  2. Kunstnägel brechen seltener. Wenn es aber doch passiert, ist es sehr schmerzhaft, da das extrem harte Material die Statik des Nagels verändert.
  3. Wer seine Nägel bislang kurz getragen hat, sollte sich nicht direkt an eine extreme Verlängerung wagen, da längere Nägel im Alltag zunächst gewöhnungsbedürftig sind. Lassen Sie sich stattdessen die Nägel schrittweise verlängern und minimieren Sie so das Verletzungsrisiko.
  4. Ihre künstlichen Nägel brauchen besondere Aufmerksamkeit. Am besten legen Sie sich ein hochwertiges Nagelöl und eine reichhaltige Handcreme zu, um Haut und Nagel täglich mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen.
  5. Wenn die Gel-Nägel unter der UV-Lampe aushärten, kann es je nach individueller Empfindlichkeit „brennen“. Es besteht kein Anlass zur Sorge: Entfernen Sie die Hand einfach aus dem Gerät, wenn es für Sie unangenehm wird.
  6. Falls Sie sich nicht sicher sind, welche Art Kunstnagel ideal für Sie ist, bitten Sie in Ihrem Nagelstudio um einen Probenagel. So können Sie unverbindlich testen, welche Nagelmodellage Ihnen am meisten zusagt, bevor Sie sich langfristig auf eines der Modellier-Materialien festlegen.
  7. Achten Sie bei der Auswahl des Studios auf einwandfreie Hygiene. Wundern Sie sich nicht über den Mundschutz der Nagel-Stylisten. Dieser schützt die Mitarbeiter vor der Feinstaubbelastung, welche die tägliche Arbeit mit Feile und Fräser mit sich bringt. Jeder Arbeitsplatz sollte zwischen den Behandlungen gesäubert werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Nagelstylist für Ihre Maniküre ausschließlich neue Nagelfeilen verwendet und Latexhandschuhe während der Arbeit trägt und sowohl Ihre als auch die eigenen Hände anfangs desinfiziert.

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