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Co-Washing: Haare waschen nur mit Spülung – geht das?

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Bei trockener Kopfhaut  

Haare nur mit Spülung waschen – geht das?

16.08.2017, 14:48 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, t-online.de

Co-Washing: Haare waschen nur mit Spülung – geht das?. Kann man die Haare nur mit Spülung waschen? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/PhotoBeaM)

Co-Washing, No-Poo und Roggenmehl – alternative Methoden sich die Haare zu waschen, liegen im Trend. Doch wie wirken sie wirklich auf Kopfhaut und Haare? (Quelle: PhotoBeaM/Thinkstock by Getty-Images)

Co-Washing, No-Poo und Roggenmehl: Für die Pflege von trockener Kopfhaut gibt es eine Menge kreativer Pflegemethoden. Doch helfen sie wirklich gegen Juckreiz, Spannungsgefühle und kleine Schüppchen? t-online.de hat bei einem Dermatologen nachgefragt.

Haare waschen mit Shampoo und anschließend eine Pflegespülung einmassieren: Das war gestern. Heute sind alternative Pflegemethoden im Trend. So drehen manche die Abfolge einfach um und benutzen zuerst den Conditioner und anschließend das Shampoo. Reverse Washing nennt sich das, also umgekehrte Haarwäsche. Sie soll unter anderem verhindern, dass das Shampoo Haut und Haare zu sehr angreift. Aber bringt das was?

Reverse Washing: Erst die Pflegespülung, dann das Shampoo

Dr. Uwe Schwichtenberg, Landesvorsitzender vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) in Bremen ist da skeptisch. "Das Shampoo spült die erhoffte Schutzschicht des Conditioners wieder ab und am Ende fehlen der Kopfhaut und dem Haar komplett die Pflegekomponenten. Diese Waschvariante würde ich bei trockener Kopfhaut daher nicht empfehlen. Sie ist eher für fettige Haare oder sehr feines Haar geeignet, um die Haare nicht zu sehr zu beschweren oder zu überpflegen."

Co-Washing: Haarewaschen nur mit Spülung

Anders sieht es mit der reinen Verwendung eines Conditioners aus. Co-Washing nennen die Anhänger von Pflegespülungen diese Waschmethode. Sie verzichten komplett auf Shampoo und benutzen lediglich die Spülung. Ihr Argument: Auch Pflegespülungen enthalten Tenside und reinigen das Haar – trocknen es aber deutlich weniger aus. "Diese Waschvariante kann bei sehr trockener Kopfhaut und strapazierten Haaren durchaus sinnvoll sein", sagt Schwichtenberg. "Ein leichter Reinigungseffekt ist ebenso da wie die Pflege mit rückfettenden Substanzen."

No-Poo-Methode: Haarewaschen nur mit Wasser

Und wie steht der Experte zu der Haarwäsche nur mit Wasser, No-Poo (No Shampoo) genannt? "Für sehr trockene Kopfhaut kann das eine deutliche Erleichterung sein, da auf waschaktive Substanzen verzichtet wird und der natürliche Fettgehalt der Kopfhaut erhalten bleibt", so die Einschätzung. Ob die ästhetische Komponente allerdings überzeugt, muss man selbst herausfinden. Denn das Haar wird mit der Zeit etwas strähnig. Nicht jeder mag das.

Haarausfall kommt nicht durch die falsche Haarpflege

Angst vor Pilzen, Bakterien oder Haarausfall braucht man bei trockener Kopfhaut bei der Wasserwäsche nicht zu haben. Das ist laut dem Dermatologen eher ein Problem bei einer sehr fettigen Kopfhaut oder wenn die Kopfhaut entzündet ist und etwa ein seborrhoisches Ekzem aufweist. "Generell ist die Art der Haarpflege nicht an Haarausfall beteiligt. Die Ursachen liegen in den Haarwurzeln – und die lassen sich von außen nicht durch ein normales Shampoo beeinflussen. Hier kommen eher Komponenten wie ein Eisen- oder Nährstoffmangel, eine kranke Schilddrüse oder genetische Faktoren zum Tragen."

Heilerde und Roggenmehl: Haar-Reinigung ohne Tenside

Eine weitere Waschmethode, die immer beliebter wird, ist die Reinigung von Kopfhaut und Haaren mit Lavaerde, Heilerde und Roggenmehl. Die Wirkweise ist bei allen dreien gleich: Angerührt mit Wasser sollen die Substanzen aufquellen und Verschmutzungen an sich binden – ohne die Haut unnötig zu strapazieren. "Wer mit einer empfindlichen Kopfhaut zu kämpfen hat, kann diese Variante durchaus ausprobieren und schauen, ob sie ihm Linderung verschafft. Allerdings ließe sich mit einem sehr milden und rückfettenden Shampoo sicher der gleiche Pflegeeffekt erzielen – und unkomplizierter ist es auch", vermutet Schwichtenberg.

Trockene Kopfhaut: Massage regt die Talgproduktion an

Generell rät der Experte, bei trockener Kopfhaut und strapazierten Haaren so wenig wie möglich zu waschen, den Waschvorgang möglichst kurz zu halten und nur leicht warmes Wasser zu verwenden. Eine Kopfmassage unterstützt die Talgproduktion, kann Spannungsgefühle lindern und kommt komplett ohne zusätzliche Substanzen aus.

"Bei trockener und empfindlicher Haut gilt generell: Weniger ist mehr", so Schwichtenberg. "Außerdem sollte man bei Problemen mit der Kopfhaut am besten einen Hautarzt aufsuchen. Erst wenn der Hauttyp bestimmt ist, beziehungsweise mögliche Erkrankungen erkannt sind, kann man eine gezielte Pflege auswählen, die die Beschwerden lindert."


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