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Rhein-Inseln wegen Niedrigwassers zu Fuß erreichbar

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Rhein-Inseln wegen Niedrigwassers zu Fuß erreichbar

23.11.2011, 16:14 Uhr | dpa

Rhein-Inseln wegen Niedrigwassers zu Fuß erreichbar . Ein Spaziergang im Rhein gefällig? (Quelle: dapd)

Ein Spaziergang im Rhein gefällig? (Quelle: dapd)

Gummistiefel statt Boote: Nach wochenlanger Trockenheit können Spaziergänger manche Inseln im Rhein bereits trockenen Fußes erreichen. Der Fluss führt so extremes Niedrigwasser, dass dies beim Binger Mäuseturm-Inselchen und der Insel Kisselwörth bei Mainz möglich ist. Sehen sie das Niedrigwasser auch in unserer Foto-Show.

Spaziergänger picknicken bei Niedrigwasser

"An diesem Wochenende werden wohl noch mehr Spaziergänger zu Inseln und Sandbänken laufen", sagte Ralf Schäfer vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Bingen am Mittwoch. Bis dahin sind keine stärkeren Niederschläge angekündigt. "Vor Jahren habe ich bei Niedrigwasser schon Leute gesehen, die mit Brauereigarnituren Picknick im Rhein gemacht haben", ergänzte Schäfer.

Niedrigwasser bringt Bomben zum Vorschein

Der niedrige Wasserpegel macht allerdings auch Sorgen. Immer neue Bombenfunde im Rhein beschäftigen die Rettungskräfte in Rheinland-Pfalz. Alleine am Mittwoch und am Donnerstag wurden zwischen Koblenz und Neuwied vier Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Einige Flusskilometer abwärts Richtung Bonn wurden weitere Sprengkörper entdeckt: Im Neuwieder Stadtteil Irlich untersuchte der Kampfmittelräumdienst am Donnerstagmorgen eine 500-Kilo-Fliegerbombe.

    Vorsicht ist geboten

    Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt allerdings vor den Gefahren beim Spaziergang im Flussbett. Andreas Lerg, Pressesprecher des DLRG Landesverbandes Rheinland-Pfalz, erklärt: "Die flachen Stellen führen bei diesem extrem niedrigen Wasserstand sehr oft direkt bis an die Fahrrinne der Berufsschifffahrt heran. Die Kanten dort sind sehr steil und es geht sofort in die Tiefe, weil die Fahrrinne ausgebaggert ist. Fußgänger die dort abrutschen, landen direkt im Hauptfahrwasser und vor dem Bug der Frachtschiffe. Ein Mensch hat dort keine Chance, sich schwimmerisch selbst zu retten.“


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