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documenta 14: Kassel erwartet eine Million Besucher

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documenta trifft Weltkulturerbe  

2017 ist Kassel der Nabel der Welt

11.06.2017, 20:34 Uhr | Manfred Schäfer, t-online.de

documenta 14: Kassel erwartet eine Million Besucher. Guillermo Galindos Installation "Fluchtzieleuropahavarieschallkörper" (2017) (Quelle: imago/Rüdiger Wölk)

Guillermo Galindos Installation "Fluchtzieleuropahavarieschallkörper" (2017). (Quelle: Rüdiger Wölk/imago)

Seit 2013 zieht Kassel viel internationale Aufmerksamkeit auf sich, denn der Bergpark Wilhelmshöhe wurde zum Weltkulturerbe ernannt. 2017 wird die Stadt endgültig zum Nabel der Welt: Es ist wieder documenta. Wir zeigen Ihnen, was Sie in Kassel erleben können.

Es ist soweit: Die documenta 14 in Kassel ist da. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst am 10. Juni eröffnet. 160 Künstlerinnen und Künstler zeigen nun 100 Tage an über 30 Orten ihre Werke. Erwartet werden eine Million Besucher.

Zur documenta 14 pilgern Kunstfans aus der ganzen Welt

2017 wird Kassel zum Nabel der Welt. Zumindest für Kunstbegeisterte ist die Stadt "The Place to be". Vom 10. Juni bis 17. September findet die documenta, die weltweit wichtigste Ausstellung zeitgenössischer Kunst, zum vierzehnten Mal in Kassel statt. Das Spektakel gibt es nur alle fünf Jahre und ist international von Bedeutung. Diese Mal gibt es ein Novum. Denn seit April läuft die documenta mit Kunstaktionen auch in der Partnerstadt Athen.

Der diesjährige Kurator Adam Szymczyk wünschte sich auf der Eröffnungspressekonferenz, die „Menschen sollten sich als politische Subjekte begreifen, Energie mobilisieren und Verantwortung übernehmen. Die documenta wolle eine sanfte Kraft sein, ohne belehrend zu sein.“ Die Ausstellung soll das Leben in einer extrem komplexen und verwirrenden Zeit reflektieren und auch Flucht und Unsicherheit thematisieren.

Wo ein Tempel aus Büchern auf Rentierschädel auf Bootswracks trifft

Die Arbeiten sind quer über die Stadt verteilt. Hauptorte sind die documenta-Halle, das Museum Fridericianum und das Schloss Orangerie. Besonders auffällige Werke zeigen die Künstler Marta Minujin mit dem „Parthenon of Books“. In ihrem maßstabgetreuen Nachbau des griechischen Tempels auf dem Kasseler Friedrichsplatz will sie ein Zeichen gegen Zensur und Verfolgung setzen. Dazu hat sie 40.000 zensierte Bücher gesammelt und installiert, die die Besucher nach Ende der documenta mitnehmen können. 70 Meter lang, 30 Meter breit und 20 Meter hoch hängen die Bücher an einem Metallgerüst des nachgebauten Parthenons von Athen, dem größten Tempel auf der Akropolis. Ein Spektakel für die Augen.

In der Eingangshalle der Hauptpost gibt es einen Vorhang aus Rentierschädeln von Maret Anne Sara zu bestaunen. Guillermo Galindo zeigt in der documenta-Halle in seiner Installation Musik-Instrumente, die in das Wrack eines Flüchtlingsboots, das an der griechischen Küste angespült worden war, gebaut wurde. Ob plakativ und laut oder hintergründig und subtil. Langweilig wird es einem auf der documenta 14 bestimmt nicht.

Die ganze Stadt ist Kunst

Während der Ausstellungsdauer atmet die ganze Stadt Kunst. Denn sie war immer Teil des öffentlichen Raums, zu erleben auf Plätzen, in Kinos und Parks. Und nach dem letzten Tag jeder documenta verbleiben die Kunstwerke oft in der Stadt. So zum Beispiel die „7000 Eichen“ von Joseph Beuys, die weltweit erste Laserinstallation von Horst H. Baumann oder der „Himmelsstürmer“ von Jonathan Borofsky, der Besucher vor dem Hauptbahnhof empfängt und allen sofort signalisiert: Hier hat Kunst und Kultur ein Zuhause.

Einmaliges kulturelles Zeugnis: Kassel-Wilhelmshöhe

Außer der documenta gibt es noch ein weiteres Highlight in Kassel. Die UNESCO bezeichnete 2013 den Bergpark Wilhelmshöhe mit den einmaligen Wasserspielen als authentisches Beispiel für die Landschaftsarchitektur des europäischen Absolutismus. 1696 im Auftrag des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel von Giovanni Francesco Guerniero errichtet, krönt seit 1717 eine pathosgetränkte Kupferstatue das Herkulesdenkmal. In 530 Metern Höhe weit sichtbar, thront Herkules auf einem Oktagon und ist das Wahrzeichen der Stadt. Das Bauwerk war für den Landgrafen ein Symbol für den Triumph der Kunst über die Natur und die Schöpfungskraft des Menschen. 

Spektakuläres Wassertheater verzaubert Besucher

Der Blick vom Herkules über die kerzengerade Sichtachse in die Ebene ist einmalig. Unter ihm ergießt sich ein spektakuläres Wassertheater, das ohne Pumpen ausschließlich über das Gefälle funktioniert und die Besucher begeistert. Tausende Liter Wasser fließen über die angelegten Felsplateaus, Steintreppen, Kaskaden und Aquädukte über 80 Meter hinab ins Tal. Unten angekommen, schießt das Wasser in der 50 Meter hohen Fontäne im Schlossteich in die Höhe. Ein einzigartiges Schauspiel. Die Wasserspiele und die Herkulesstatue bilden mit dem Schloss Wilhelmshöhe und der Ruine Löwenburg den größten und vermutlich schönsten Bergpark Europas. Er ist zurecht seit 2013 UNESCO-Weltkulturerbe.

Weitere Besucherinformationen:

Wasserspiele Bergpark Wilhelmshöhe

  • Vom 1. Mai bis 3. Oktober 2017
  • Jeweils Mittwoch, Sonntag und an Feiertagen ab 14.30 Uhr
  • Von Juni bis September zwischen 21 und 22 Uhr beleuchtete Wasserspiele jeden 1. Samstag im Monat
  • Der Eintritt zum Park und den Wasserspielen ist kostenlos

Aktuell gibt es wegen Bauarbeiten an Teilen der Kaskaden Änderungen der Besucherführung. Auch am Parkplatz Wilhelmshöhe wird umgebaut. Reisen Sie also rechtzeitig an oder nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel (Tramlinie 3, Buslinien 22 und 23). 

documenta 14

  • 10.06 bis 17.09 2017
  • Täglich 10 bis 20 Uhr
  • Eintritt 22 Euro, ermäßigt 15 Euro
  • Zweitageskarte 38 Euro, ermäßigt 27 Euro
  • Abendkarte, ab 17 Uhr 10 Euro, ermäßigt 7 Euro

Tickets können Sie in Kassel in den documenta-shops, direkt am Fridericianum kaufen oder online auf https://shop.documenta.de/eintrittskarten.html


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