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Die französischen Inseln Ré und Oléron, Inselparadiese im Atlantik

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Weiße Perlen im Atlantik: Die französischen Inseln Ré und Oléron

01.07.2013, 11:11 Uhr | Daniela David, dpa

Die französischen Inseln Ré und Oléron, Inselparadiese im Atlantik. Touristen am Strand der Insel Ré. Baden kann man hier von etwa Mitte Mai bis Ende September. (Quelle: imago/Alimdi)

Touristen am Strand der Insel Ré. Baden kann man hier von etwa Mitte Mai bis Ende September. (Quelle: Alimdi/imago)

Frankreichliebhaber kennen sie: die Inseln Ré und Oléron. Die beiden Eilande an der französischen Westküste bieten Atlantikflair mit viel Sonne, Wind, Dünen, breiten Stränden - und Salz, das von Eseln mit Hosen transportiert wird. Sehen Sie sich die beiden Inseln auch in unserer Foto-Show an.

Beliebter Ferienort für Promis

"Bei heftigem Wind befahre ich die Brücke höchst ungern", sagt Bruno, der Taxifahrer, auf dem Weg von La Rochelle auf die Insel Ré. Seit 1988 ist das Viadukt hoch über den Wellen das Tor zu der Insel im Atlantik. "Ja, chic ist sie geworden, unsere Insel, und teuer", erklärt Bruno, "Prominente haben hier Ferienhäuser." Der Sänger Charles Aznavour lebte längere Zeit auf der Insel Ré, die heute 16.000 Einwohner zählt. "Doch der Reichtum wird nicht demonstrativ präsentiert."

Segelboote statt Jachten

Selbst im Hafen des Hauptorts Saint-Martin-de-Ré liegen keine riesigen Jachten, sondern vor allem kleine Segelboote. Je nach Gezeiten schwimmen sie im Wasser oder sitzen auf Sand. Malerisch ist das Hafenbecken gesäumt von Häuserzeilen mit Restaurants, Cafés und Geschäften, abends stimmungsvoll beleuchtet. Die mächtige Befestigungsanlage aus dem 15. Jahrhundert trotzt der Kraft des Meeres. Auf den kilometerlangen Schutzwällen spazieren Besucher und beobachten das Spiel der Wellen.

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Esel in karierten Hosen

Einst wurde die Insel Ré als strategischer Wachposten vor der Küste von La Rochelle genutzt. Früh gelangte sie zu Reichtum durch Salz. Das Ecomusée du Marais Salant, ein Freilichtmuseum in Loix, zeigt, wie das weiße Gold noch heute gewonnen wird. Dabei stapfen Touristen durch die Salzgärten, in deren Wasserbecken das Salz kristallisiert. Früher schleppten Esel das Salz. Um die Vierbeiner vor lästigen Insekten zu schützen, zog man ihnen karierte Hosen an. Die tragen sie auch heute wieder - zum Amüsement der Urlauber. "L'âne en culotte", der Esel mit Hosen, avancierte zum Inselmaskottchen und als Stofftier zum beliebten Mitbringsel.

Weiße, feinsandige Strände

Die Eselinnen sorgen mit ihrer Milch für ein weiteres authentisches Souvenir: Seife. "Sie ist besonders sanft, wenig allergen, für Babys geeignet und reich an Vitamin E - ein Schönheitsgeheimnis!", versichert Carine Lemoin. Die Französin führt eine Reihe von Produkten direkt von der Insel in ihrem Laden "Le Moulin du Puits Salé" mitten in den gepflasterten Gassen aus Pflastersteinen von Saint-Martin. "Diese Pflastersteinwege mit den Steckrosen und die kalkweißen Häuser mit farbigen Fensterläden sind typisch für fast alle zehn Inseldörfer", sagt Ilona Brunet. "Die Orte sind eben nicht kaputt-renoviert." Die Touristenführerin kennt die Ile de Ré seit Jahrzehnten. "Doch der größte Magnet im Sommer", erklärt Brunet weiter, "sind die weißen Strände mit dem feinen Sand."

Zwei Rivalinnen buhlen um die Gunst der Touristen

Starke Winde jagen Kitesurfer mit ihren Surfbrettern über die tosenden Wellen. Ihre Segel hüpfen als bunte Punkte am Himmel. Ein Ort wie eine Filmkulisse - und so wurde für den Kinoklassiker "Der längste Tag" über die Landung der Westalliierten auch am Strand der Insel Ré gedreht. Einige Inselbewohner machen sich gerade zum "Fischen zu Fuß" auf. "La pêche à pied" heißt das hier. Ausgestattet mit Eimern marschieren sie ins Watt hinaus und sammeln Muscheln, Krebse und Krabben, alles was die Gezeiten freigeben. Auch die weiter südlich gelegene Ile d'Oléron lebt im Rhythmus der Gezeiten. Die beiden Nachbarinseln stehen im Wettbewerb um Touristen und gelten als Rivalinnen.

Die eine ist trendy, die andere hat die größeren Strände

Wer die eine mag, wird die andere nicht so mögen, heißt es oft. "Die Ile d'Oléron ist weniger trendy als die Ile de Ré", sagt Yannick Eon vom Lokal "La Terrasse" in Saint-Trojan-les-Bains. "Doch sie hat größere Strände und viel mehr Wälder." Es ist Ebbe, die Luft riecht nach Jod. Der Wind trägt die Gerüche des freigelegten Meeresbodens bis zur Zitadelle von Le-Château-d'Oléron, dem Hauptort der Insel. Von dort fahren die Fischer mit ihren Kähnen zu den Austernbänken hinaus. Der flache, verschlickte Meeresbereich im Osten der Insel ist für Austernzucht besonders gut geeignet. "Bei uns können auch Gäste zu den Austern mitfahren", sagt der Austernzüchter Bernard Montauzier.

Die andere Insel im Blick

Die Zahl der Austernzüchter auf der Insel nimmt seit Jahren rapide ab. Einzelne Große machen das Geschäft. Nur noch vor wenigen Fischerhütten stapeln sich die mit Austern gefüllten Drahtkörbe. So hat die Kommune viele der bunt bemalten Hütten von Austernzüchter aufgekauft und sie zu Galerien, Läden und Ateliers für Künstler umfunktioniert. Der Alltag auf der Insel lässt sich im Fischerhafen Port-de-la-Cotinière an der Westküste beobachten. "Dieser wichtige, wirklich noch echte Fischerhafen ist der meistbesuchte Ort auf der Insel", berichtet die Touristenführerin Anne-Christine Martinot. Im Hafenbecken drängen sich viele Fischerboote. Deren Fang wird gleich in der Markthalle angeboten. Rund 22.000 Menschen leben auf der Insel. "Im Sommer sind es zehnmal so viel", erklärt Anne-Christine, die auf der Ile d'Oléron geboren wurde. "Und die meisten Feriengäste wollen den Phare de Chassiron sehen, den schwarzweiß gestreiften Leuchtturm." 224 Stufen führen den Turm hinauf. Von der Aussichtsplattform reicht der Blick weit - auch bis zur Nachbarinsel Ré.

Weitere Informationen:

Lage: Die Insel Ré liegt westlich von La Rochelle an der französischen Westküste im Département Charente-Maritime in der Region Poitou-Charentes. Die Insel Oléron befindet sich südlich davon, gegenüber der Küstenstadt Rochefort.
Aktivitäten: Das milde Klima und der Golfstrom sorgen für warmes Meerwasser. Baden kann man von etwa Mitte Mai bis Ende September. Beide Inseln eignen sich zum Radeln. Die Hütten der Künstler und Kunsthandwerker von Château d'Oléron sind mehrheitlich von April bis Oktober geöffnet. Im Hafen von La Cotienière starten Bootstouren für Touristen zum Fischen.
Informationen: Französische Zentrale für Tourismus, Postfach 100128, 60001 Frankfurt, E-Mail: info.de@rendezvousenfrance.com
Im Internet: www.rendezvousenfrance.com, www.iledere.com, www.oleroninsel.de

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