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Katar: Qatar Airways stellt Flugverkehr zu Nachbarländer vorerst ein

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Streichungen bei Qatar Airways  

Das müssen Fernreisende jetzt wissen

09.06.2017, 15:21 Uhr | AFP, az

In einigen arabischen Staaten wurde der Luftraum für katarische Flugzeuge teilweise gesperrt. (Screenshot: Reuters)
Qatar Airways stellt Flüge in Nachbarländer ein

In einigen arabischen Staaten wurde der Luftraum für katarische Flugzeuge teilweise gesperrt.

In einigen arabischen Staaten wurde der Luftraum für katarische Flugzeuge teilweise gesperrt. (Quelle: t-online.de)


Die nationale Fluggesellschaft von Katar, Qatar Airways, hat infolge diplomatischer Zerwürfnisse den Flugverkehr zu wichtigen Nachbarstaaten vorerst eingestellt. Für viele Reisende hat das unangenehme Folgen.

Betroffen von der Einstellung von Flügen sind Verbindungen mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Ägypten und dem Jemen. Die Regierung der Malediven hat die diplomatischen Verbindungen zu Katar abgebrochen, hat aber dennoch kein Verbot für Qatar-Airways-Flüge von, zu und über die Malediven ausgesprochen.

Kunden von Qatar Airways, die von der Aussetzung der Flugverbindungen betroffen sind, können nach Unternehmensangaben ihre Tickets gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben oder zu anderen Flugzielen umbuchen.

Folgen für deutsche Reisende

Qatar Airways bedient über sein Drehkreuz in Doha zahlreiche Verbindungen von Europa zu Zielen im Nahen Osten, aber auch in Asien, Ozeanien und Afrika. Auch eine Reihe deutscher Flughäfen wird angeflogen, darunter Frankfurt/Main, Berlin, München und Düsseldorf. Zudem werden von Doha Verbindungen nach Nord- und Südamerika angeboten.

Ansprüche bei Flugreisen

"Wenn ein Flug annulliert, die Beförderung verweigert oder der Zielflughafen mit einer Verspätung von mehr als drei Stunden erreicht wird, haben Flugreisende nach der Europäischen Fluggastrechteverordnung einen Anspruch auf Ausgleichszahlung – je nach Kilometern Entfernung zwischen 250 Euro und 600 Euro", erklärt Eva Klaar von der Verbraucherzentrale Berlin. Im Fall von Qatar Airways als nicht in der EU ansässige Fluggesellschaft gilt die Fluggastrechteverordnung nur für die Flüge, die ab einem Flughafen in der EU starten.

Außergewöhnliche Umstände

Liegen jedoch außergewöhnliche Umstände vor, sind die Fluggesellschaften von der Ausgleichszahlung freigezeichnet, da sie nicht das Verschulden trifft. "Die diplomatischen Zerwürfnisse mit mehreren arabischen Nachbarstaaten zu Katar sollten dazu zählen", so die Einschätzung der Expertin. Auch eine Schadensersatzforderung, etwa bei anfallenden Mehrkosten für die Neubuchung bei einer anderen Fluggesellschaft, kommt nicht in Betracht. "Erstattungspflichtig sind aber in jedem Fall die gezahlten Ticketkosten, wenn keine zumutbare, anderweitige Beförderung angeboten wird", sagt Klaar. Qatar Airways sei eine renommierte und ihren Erfahrungen nach sehr kooperative Fluggesellschaft, sagt Eva Klaar.

Verspätung

Qatar Airways ist Mitglied der Luftfahrt-Allianz oneworld. Die Sperrung hat für Qatar Airways Umwege zur Folge. Damit gehen Verspätungen sowie ein höherer Kerosinverbrauch einher. Erfolgt ein Flug verspätet, haben Flugreisende einen Anspruch auf Betreuungsleistungen ab der zweiten Stunde. Dazu gehören Mahlzeiten, Getränke und, falls notwendig, die Unterbringung im Hotel sowie der Transfer zur Unterkunft und zurück. Verzögert sich der Flug um mehr als fünf Stunden, kann der Rücktritt erklärt und der Ticketpreis zurückgefordert werden.

Ansprüche bei Pauschalreisen

Dieses Rücktrittsrecht haben Urlauber etwa bei einer gebuchten 14-tägigen Pauschalreise jedoch nicht. "Bei einer Pauschalreise ist der Reiseveranstalter der Vertragspartner und nicht die Fluggesellschaft, die in dem Fall Leistungsträger ist. Pauschalreisende mit der ausführenden Fluggesellschaft Qatar Airways müssen sich an ihren Vertragspartner, also den Reiseveranstalter, wenden. Dieser muss hier dafür Sorge tragen, dass eine anderweitige Beförderung organisiert wird, sodass der Reisende auch an seinen Urlaubsort kommt", sagt Klaar. Erfolgt diese erst ein, zwei Tage später, dann hätten Fluggäste einen Anspruch auf Reisepreisminderung.

Bruch unter anderem mit Ägypten und den Malediven

Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten und der Jemen hatten die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen: Sie werfen dem Land Unterstützung von Terroristen vor. Fluggesellschaften der fünf Länder stellten auch ihrerseits den Flugverkehr nach Katar ein. Teilweise wurde auch der Luftraum für katarische Flugzeuge gesperrt. Katar kritisiert das Vorgehen der arabischen Nachbarn.

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