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Künstliche Strände in Australien, Dubai, auf Lanzarote und auf Madeira

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Diese Strände stammen von Menschenhand

21.06.2012, 13:34 Uhr | Markus Roman, mro

Künstliche Strände in Australien, Dubai, auf Lanzarote und auf Madeira. Teneriffas Vorzeigestrand Las Teresitas an der Küste des Fischerorts San Andrés entstand aus vier Millionen Säcke Saharasand. (Quelle: imago)

Teneriffas Vorzeigestrand Las Teresitas an der Küste des Fischerorts San Andrés entstand aus vier Millionen Säcke Saharasand. (Quelle: imago)

Die Sonne ist da, der Strand bescheiden? An einigen Urlaubsorten hilft der Mensch nach, um das richtige Ambiente zu schaffen. Die künstlichen Inseln in Dubai sind wohl die bekanntesten Beispiele, doch auch in manch vermeintlichen Traumzielen legt der Mensch am Strand Hand an. Ein Beispiel liegt am australischen Great Barrier Reef, bei der Ortschaft Airlie Beach. Der neue Boathaven Beach ist mehrere Meter breit, mutet traumhaft an - und wurde komplett von Menschenhand angelegt. Wir zeigen Ihnen weitere künstliche Strände - auch in unserer Foto-Show.

Australien: 4000 Lkw-Ladungen Sand

Relativ selten kann ein Reiseziel einen neuen Strand vorweisen. Der Strand in Airlie Beach - das als Tor zu den traumhaften Whitsunday Islands gilt - hat dagegen auch einen praktischen Nutzen, er ist Teil des neuen Port of Airlie Areals. Für Boathaven Beach schütteten die Erbauer den 60.000 Kubikmeter feinsten Sand auf - das entspricht etwa 4000 Lkw-Ladungen. Experten führten eine genaue Wellenanalyse durch, um den Strand als Schutz der neu entstehenden Wohnhäuser entlang der "Beacons Peninsula" auszurichten.

Dubai: Künstliche Inseln in Palmenform

Die wohl bekanntesten künstlichen Inseln samt entsprechender Strände finden sich in Dubai. Die drei Palmeninseln "The Palm, Jebel Ali", "The Palm, Jumeirah" und "The Palm, Deira" wurden vor der Küste komplett künstlich aufgeschüttet. Die einzigartige Palmenform ist sogar aus dem All zu erkennen. Für jede der Inseln sollen mindestens 100 Millionen Kubikmeter Sand und Gestein verwendet worden sein, die auf den Inseln stehenden Strandhäuser und Hotels gehören zur absoluten Oberklasse. Doch irgendwo scheint der Bau-Wahn seine Grenzen zu erreichen: Während der Bau "Jumeirahs" weitgehend abgeschlossen ist, wird das jüngste Projekt "Deira" wohl wegen mangelnder Nachfrage nur in kleinerer Form fertiggestellt.

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Auf Lanzarote: Heller statt schwarzer Sand

Auch auf den Kanaren hilft man dem Urlaubserlebnis gerne etwas nach. Gleich mehrere Strände finden sich auf Lanzarote, die von Menschenhand geschaffen wurden - vielleicht auch, weil viele der natürlichen Strände der Insel mit ihrem schwarzen Sand auf den ersten Blick wenig einladend wirken. Darunter auch einer der vermeintlich schönsten Strände der Insel. Die Playa Dorada im Urlaubsort Playa Blanca ganz im Süden der Insel ist eigentlich eine künstliche Anhäufung von hellem Wüstensand, dem Badevergnügen tut das keinen Abbruch. Auch die Playa Flamingo im gleichen Ort ist das Ergebnis künstlicher Anhäufung von feinstem Sahara-Sand. Er ist besonders für Kinder geeignet, da er flach abfällt und durch zwei langgezogene Molen an der Seite relativ wenig Wellengang hat. Auch im Touristenort Costa Teguise sind alle Strände künstlich und nur wenige Jahre alt: die Playa Bastián, die Playa del Jablillo, die Playa de las Cucharas und die Playa de los Carchos.

Kanaren setzen auf künstliche Strände

Auch auf anderen Kanareninseln setzt man auf künstliche Stranderlebnisse, meist auch mit Sand der Sahara. Vier Millionen Säcke Saharasand schüttete die Verwaltung 1973 in Teneriffas Fischerort San Andrés auf, das Ergebnis ist der von Palmen gesäumte Bilderbuchstrand Las Teresitas, der bei Einheimischen wie Touristen beliebt ist. Auch der Strand des beliebten Ferienortes Puerto Rico auf Gran Canaria wurde künstlich angelegt und ermöglicht bequemes Baden in der Gegend, die sonst eher von Felsen und Kliffen dominiert wird. Ganz in der Nähe findet sich auch die Playa Amadores. Der Kunststrand besteht hier aus feinem Korallensand, so dass das Wasser hier wunderbar türkis erscheint - und schafft so ein bisschen Karibik-Feeling auf den Kanaren.

Madeira: Sand aus Marokko

Die portugiesische Insel Madeira ist von Natur aus nicht mit tollen Badestränden gesegnet. An den meisten Strände trüben Kiesel, Steine oder schwarzer Basaltsand die Badefreuden - trotz bester Wasserqualität. In Calheta und Machico wurde deshalb nachgeholfen. Aus Marokko wurde extra heller Sand importiert, die Strände sind vor allem für Familien geeignet und verfügen über eine gute Infrastruktur mit Duschen, Umkleidekabinen, Liegenverleih und Restaurants.

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