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Privatinseln der Kreuzfahrtreedereien

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Was Kreuzfahrtreedereien auf ihren Privatinseln bieten

24.01.2017, 14:40 Uhr | Michael Zehender, dpa-tmn

Privatinseln der Kreuzfahrtreedereien. Coco Cay ist die zweite Privatinsel von Royal Caribbean. (Quelle: dpa/RCL Cruises Ltd./Michel Verdure)

Coco Cay ist die zweite Privatinsel von Royal Caribbean. (Quelle: RCL Cruises Ltd./Michel Verdure/dpa)

Der ganz private Inseltraum: Immer mehr Kreuzfahrtreedereien besitzen eigene Inseln, vor allem in der Karibik. Dort gibt es neben Stränden unter anderem Wasserparks, Ziplines und Sommerrodelbahnen. Eindrücke von einigen Privatinseln sehen Sie in unserer Foto-Show.

Von einer eigenen Insel träumen wohl viele Urlauber. Etliche Kreuzfahrtreedereien besitzen zum Teil große Flächen Land und haben diese zu eigenen Destinationen ausgebaut. Sieben Inseln gibt es derzeit in der Karibik und eine in den Emiraten am Persischen Golf. Allein ist der Passagier dort freilich nicht, er muss sich das Eiland mit den anderen Bordgästen teilen. In einigen Dingen ähneln sich die Inseln, doch es gibt auch Unterschiede. Anbei ein Überblick:

Castaway Cay (Disney Cruise Line)

Einige Gebäude auf der Bahamas-Privatinsel sehen wie Schiffswracks aus. Die Reederei kaufte die Insel 1996, nutzt jedoch nur einen kleinen Teil, der größte ist Wildnis. In dem erschlossenen Bereich erwartet die Passagiere unter anderem eine Lagune zum Schnorcheln, ein Wasserpark, Parasailing oder Glasbodenboot-Touren. Und natürlich sind auch bekannte Disneyfiguren auf der Insel unterwegs.

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Labadee (Royal Caribbean)

Die Privatinsel in Haiti wird regelmäßig von Royal Caribbean und den Schwesterreedereien Celebrity und Azamara angefahren. Unter anderem gibt es eine 800 Meter lange Zipline, eine Mischung aus Sommerrodelbahn und Achterbahn sowie Rennboot-Ausflüge. Passagiere können das Resort Labadee nicht verlassen, die Anlage ist komplett vom restlichen Haiti getrennt.

Coco Cay (Royal Caribbean)

Die zweite Privatinsel von Royal Caribbean ist Coco Cay. Sie ist ein Teil der Inselkette der Berry Islands (Bahamas). Der Name kommt von den Kokospalmen am Strand. Unter anderem gibt es hier neben Wassersportmöglichkeiten einen knapp fünf Kilometer langen Naturerlebnis-Wanderweg.

Great Stirrup Cay (Norwegian Cruise Line)

1977 erwarb Norwegian Cruise Line als nach eigenen Angaben erste Reederei mit Great Stirrup Cay eine Privatinsel. Bis zum Sommer werden auf dem Bahamas-Eiland Renovierungsarbeiten durchgeführt. Der Strand ist künftig über eine 800 Meter lange Promenade erreichbar. Neu wird auch eine 300 Meter lange Zipline sein. Suitengästen und extra zahlenden Passagieren steht ein exklusives Lagunen-Resort mit eigenem Strand, Restaurant und Spa zur Verfügung.

Harvest Caye (Norwegian Cruise Line)

Erst im vergangenen Herbst hat die Privatinsel eröffnet. Die Reederei spricht lieber von einer Karibikdestination. Hintergrund ist, dass zum Beispiel Getränkepakete von Bord nicht an Land gelten. Allerdings ist es eben streng genommen doch eine Privatinsel, weil außer Norwegian Cruise Line und ihren Schwestern Regent Seven Seas und Oceania niemand sonst dort anlegt. Auf der Insel gibt es einen Süßwasserpool, ein Vogelhaus unter anderem mit Aras und eine Zipline. Durch die Nähe zum Festland sind zudem Landausflüge in Belize möglich.

Half Moon Cay (Holland America Line)

Ihr 20-jähriges Bestehen feiert die zu den Bahamas gehörende Privatinsel von Holland America Line in diesem Jahr. In den vergangenen Monaten wurde an einigen Stellen renoviert. So stehen nun verschiedene neue Boote bereit. Auch die Hütten und Villen wurden erneuert und eine Austern-Bar errichtet. Eine Besonderheit auf Half Moon Cay sind nach Angaben der Reederei die Ausritte zu Pferd. Ursprünglich wurde die Insel ausschließlich von Holland America Line angelaufen, mittlerweile nutzen sie auch Schwesterreedereien wie Carnival Cruise Line, Seabourn oder Cunard.

Princess Cays (Princess Cruises)

Auf der kleinen Bahamas-Insel Eleuthera rund 80 Kilometer von Nassau entfernt besitzt die US-Reederei Princess Cruises seit 1992 einen eigenen privaten Bereich. Im Gegensatz zu vielen anderen Privatinseln ist Eleuthera von Einheimischen bewohnt. Unter anderem bietet Princess Cays einen Aussichtsturm, am Strand gibt es Barbecue und verschiedenste Wassersportangebote.

Ocean Cay Marine Reserve (MSC)

Noch im Entstehen ist die Privatinsel von MSC. Für das Frühjahr 2017 ist der erste Spatenstich für das Ocean Cay MSC Marine Reserve auf den Bahamas geplant. Die 38,5 Hektar große und 105 Kilometer östlich von Miami gelegene Insel soll unter anderem einen 3,5 Kilometer langen Strand bieten. Daneben sind ein Amphitheater für bis zu 2000 Personen, Restaurants, Bars und Geschäfte geplant. Für Gäste des MSC Yacht Clubs soll es ein eigenes Spa mit privaten Bungalows geben.

Yas Island (Sir Bani)

Anfang Dezember ist eine besondere Privatinsel in Betrieb gegangen: die erste überhaupt außerhalb der Karibik. Sir Bani Yas Island liegt westlich von Abu Dhabi im Persischen Golf. An den Anlauftagen steht die Insel exklusiv Passagieren des jeweiligen Schiffs zur Verfügung. Neben einem Spa-Bereich gibt es rund 2000 Sonnenliegen, einen eigenen Familien- und Kinderbereich, ein Beduinenzelt mit Kunsthandwerkverkäufern und eine Lounge mit Bar und Livemusik. Unter anderem wird die Insel von MSC genutzt.

Weitere Informationen

Bei einigen Reedereien ist die Verpflegung an Land inklusive, sofern man denn an Bord ein Getränkepaket gebucht hat. Auf anderen Inseln gelten die Getränkepakete, an Land nicht. Auch Speisen müssen dort extra bezahlt werden. Dann ist wichtig: Liegt das Schiff an einem Pier oder muss man mit Tenderbooten an Land und wieder zurück an Bord fahren? Im ersten Fall kann man für Essen und Getränke schnell mal zurück an Bord. Im zweiten Fall dauert der Transfer oft etwas länger, beim Aus- und Einschiffen kann es Wartezeiten geben.

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