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Aromen und Farbstoffe: Von diesen Zusatzstoffen raten Verbraucherschützer ab

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Zusatzstoffe  

Von diesen Zusatzstoffen raten Verbraucherschützer ab

07.06.2016, 10:18 Uhr | cme

Aromen und Farbstoffe: Von diesen Zusatzstoffen raten Verbraucherschützer ab. Zusatzstoffe: Einige Farbstoffe in Lebensmitteln sind nach Ansicht der Verbraucherzentrale bedenklich.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Einige Farbstoffe in Lebensmitteln sind nach Ansicht der Verbraucherzentrale bedenklich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Bonbons leuchten verführerisch rot und der Joghurt zergeht cremig auf der Zunge: Um Aussehen und Genuss unserer Lebensmittel zu verbessern, greifen viele Hersteller tief in die Chemiekiste: Vor allem Süßigkeiten und Fertigprodukte, aber auch Joghurt, Wurst und Getränke werden mit Zusatzstoffen versetzt. Zwar werden alle Lebensmittelzusatzstoffe durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) geprüft, allerdings sind nicht alle Substanzen so unschädlich, wie ihre Zulassung glauben lässt. Die Verbraucherzentrale Hamburg nennt in ihrer Broschüre "Was bedeuten die E-Nummern?" 17 Zusatzstoffe, um die man besser einen Bogen machen sollte.

Verbraucherzentrale kritisiert Zulassungsverfahren

320 Zusatzstoffe sind in der EU zugelassen, alle wurden vorher überprüft. "Die gesundheitliche Unbedenklichkeit muss vor der Zulassung bestätigt werden" erklärt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Allerdings sehen wir das teilweise anders als die Efsa", so die Expertin. So werde die Unbedenklichkeit in der Regel an Tierversuchen getestet - diese Ergebnisse seien nicht unmittelbar auf den Menschen übertragbar. "Es wird auch immer nur ein Stoff separat untersucht", so Schwartau. Wechselwirkungen und besondere Empfindlichkeiten blieben dabei unberücksichtigt.

Vor allem Farbstoffe sind bedenklich

Die Verbraucherzentrale hat sich die zugelassenen Stoffe genauer angeschaut und ihr eigenes Urteil gefällt: Etwa die Hälfte aller Zusatzstoffe sollten demnach nur selten oder in geringen Mengen verzehrt werden. Sie können Allergien auslösen oder in größeren Mengen sogar gesundheitsschädlich wirken. Bei 17 Zusatzstoffen rät die Verbraucherzentrale sogar komplett vom Verzehr ab, da es konkrete Hinweise auf gesundheitliche Beeinträchtigungen gibt. Vor allem Farbstoffe sind auf dieser Liste zu finden.

Bedenkliche Farbstoffe in Kindersüßigkeiten

So ist beispielsweise der Farbstoff Chinolingelb (E104) in den USA verboten, da es unter Verdacht steht, Krebs auszulösen. Auch Azofarbstoffe - zu finden unter den Nummern E102, E110, E122, E123, E124A, E129 und E155 - stehen auf der Liste der nicht empfehlenswerten Zusatzstoffe. Bereits 2007 hatte eine Studie ergeben, dass Azofarbstoffe Hyperaktivität bei Kindern begünstigen können. Seitdem müssen Lebensmittel mit Azofarben den Warnhinweis tragen "Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen". Zudem wurden die erlaubten Höchstmengen für diese Farbstoffe gesenkt. Dennoch werden die Farbstoffe teilweise noch immer in Kinderlebensmitteln eingesetzt.

Weitere Zusatzstoffe, von denen die Verbraucherzentrale abrät, sind beispielsweise der Konservierungsstoff Borsäure (E 284, E 285), das Antioxidationsmittel Calcium-Dinatrium-EDTA (E385) sowie das Verdickungsmittel "Konjak" (E 425).

So meiden Sie die Zusatzstoffe

Wer die schädlichen Stoffe meiden will, sollte in jedem Fall einen Blick auf das Etikett werfen. Die Zusatzstoffe müssen dort aufgeführt werden. Je stärker die Lebensmittel oder deren Rohstoffe verarbeitet wurden, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich dort Zusatzstoffe finden. Die Verbraucherzentrale rät, möglichst viele Speisen selbst zuzubereiten und im Laden zu wenig verarbeiteten Produkten wie Naturjoghurt, Fruchtsäften oder ungepökeltem Fleisch zu greifen.

Den Ratgeber "Was bedeuten E-Nummern" von der Verbraucherzentrale Hamburg können Sie hier bestellen. Er enthält eine herausnehmbare Liste der Zusatzstoffe, die beim Einkaufen helfen soll.

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