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Hygiene: So lösen Sie die sechs häufigsten Küchenprobleme

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Motten, Muff und Kalk  

So lösen Sie die sechs häufigsten Küchenprobleme

28.09.2015, 09:13 Uhr | Julia Räsch, dpa

Hygiene: So lösen Sie die sechs häufigsten Küchenprobleme. Die Spülmaschine sollte man regelmäßig reinigen.  (Quelle: dpa)

Die Spülmaschine sollte man regelmäßig reinigen. (Quelle: dpa)

Es müffelt aus der Spülmaschine und um den Abfalleimer kreisen Fruchtfliegen: Was nach mangelnder Hygiene aussieht, kommt in einer viel benutzten Küche einfach vor. Mit ein paar Tricks und Hausmittelchen bekommt man das alles wieder weg.

Selbst wenn Fliegen oder Motten in der Küche kreisen: Mit schlechter Hygiene hat das selten zu tun. Motten beispielweise werden meist durch Einkäufe eingeschleppt. Auch Fruchtfliegen kommen mit den Lebensmitteln ins Haus und vermehren sich bevorzugt an reifem Obst und Gemüse. Je schneller und konsequenter Sie handeln, umso leichter lassen sich die Probleme lösen.

Fruchtfliegen in die Falle locken

Fruchtfliegen werden meist von reifem Obst angelockt. Um einem Befall vorzubeugen, lagern Sie reife Früchte am besten im Kühlschrank oder decken sie mit einem Baumwolltuch ab. Zudem sollten Essensreste, angefaultes Obst und Biomüll so schnell wie möglich aus der Wohnung geschafft werden.

Haben sich die Plagegeister bereits vermehrt, müssen Sie die Tierchen in die Falle locken. Gut bewährt hat sich eine Mischung aus Wasser, Essig und Spülmittel. Auch Fallen aus dem Handel sind wirksam.

Motten lassen sich wegföhnen

Lebensmittelmotten hinterlassen in Vorräten Kot oder Gespinste, die nicht nur unappetitlich sind, sondern auch Allergien sowie Haut- oder Magen-Darm-Erkrankungen auslösen können. Die Insekten schätzen Getreide, aber auch Hülsenfrüchte, Nüsse oder Schokolade. Die Ausbreitung lässt sich verhindern, indem man die Lebensmittel in Vorratsdosen aufbewahrt, erklärt das Pestizid-Aktions-Netzwerk.

Außerdem meiden Motten den Geruch von Lavendel oder Zedernholz. Wenn die ungebetenen Gäste die Vorratskammer bereits erobert haben, hilft nur noch: Ausräumen, auswaschen und befallene Lebensmittel in den Müll werfen. Gegen Motten, Larven und Eier in Ritzen hilft Hitze aus dem Föhn.

Fettgeruch in der Küche lässt sich verhindern

Damit Bratendunst und Fettgeruch verlässlich von der Dunstabzugshaube eingesaugt werden, müssen die Filter regelmäßig gereinigt werden. Es gibt zwei Varianten: Die eine entfernt Fett aus dem Dampf, die andere den Geruch. Ein Fettfilter gehört in jede Abzugshaube. Bei älteren Geräten handelt es sich um ein Stück Vlies, das durch ein neues ersetzt wird, sobald es voll ist. Eine andere Variante sind Metallfettfilter, die dauerhaft benutzt werden können. "Die kann man meist in der Spülmaschine reinigen", sagt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+. Die Maschine sollte dann aber ohne dreckiges Geschirr laufen, denn in dem feinmaschigen Netz verfangen sich leicht Essensreste.

Umlufthauben haben zusätzlich einen Geruchsfilter. Hier gibt es in der Regel zwei Sorten: Modelle zum Austauschen und zum Regenerieren. Wie oft man die einzelnen Filter wechseln oder reinigen muss, hängt vom Gerät ab. "Es gibt moderne Geräte, die mir anzeigen, wann der Filter gewechselt werden muss", sagt Oberascher. "Oder die Hersteller empfehlen Wechselzyklen in der Betriebsanleitung."

Spülmaschine regelmäßig reinigen

Wenn es in der Küche müffelt, kann auch die Spülmaschine schuld sein. "Häufig kommt das von Speiseresten und Fetten, die sich in den Leitungen oder in der Maschine absetzen", erklärt Oberascher. Um zu sparen läuft häufig nur das Öko-Programm, das mit niedriger Temperatur spült. Das ist für die Umwelt gut, aber dabei kann Fett in den Leitungen hängenbleiben. Die Expertin rät daher, mindestens einmal im Monat zu einem Spülgang bei hoher Temperatur ohne Teller und Besteck. Auch die Siebe sollten immer mal wieder herausgenommen, auseinandergebaut und gereinigt werden.

Kalk lässt sich mit Essig lösen

Ein weiteres Problem in der Küche ist Kalk an Armaturen, Wasserkocher oder Kaffeemaschine. Oberascher setzt hier auf Essigessenz. "Ich fülle die Kanne voll mit Wasser, koche es auf, gebe dann etwa 125 Milliliter Essig hinzu und lasse das Gemisch mehrere Stunden einwirken. Das ist eine schonende Methode." Danach sollte man das Gerät mit Spülmittel und Wasser noch einmal durchbürsten.

Die Alternative ist handelsüblicher Entkalker. Auch Kalk am Wasserhahn kann man mit Essig bekämpfen. Dazu einfach einen Lappen in Essigwasser tränken und diesen um die Armatur wickeln. Nach ein paar Stunden hat sich der Kalk gelöst, und man kann die Armaturen mit Wasser und ein wenig Reinigungsmittel abwischen.

Verstopften Abfluss mit Hausmitteln reinigen

Staut sich Wasser in der Spüle, muss man nicht gleich den Installateur rufen. "Wenn es eine leichte Verstopfung ist, würde ich es mit Hausmitteln wie Backpulver, Essig oder heißem Wasser versuchen", sagt Andreas Braun vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. "Wenn man Essig in den Abfluss gießt, löst die Säure die Verstopfung." Sobald das Wasser abläuft, spült man mit heißem Wasser nach. "Dann lösen sich in der Regel leichte Verstopfungen von alleine auf."

Wenn das nicht hilft, ist die Saugglocke dran. Von chemischen Abflussreinigern rät der Experte ab. "Die sollte man nur mit Vorsicht einsetzen. Die Salze, die darin enthalten sind, entwickeln ätzende Laugen und Dämpfe", sagt Braun. Wer nicht auf diese Mittel verzichten will, solle unbedingt auf die Herstellerangaben achten.

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