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Kräutertees können Pflanzengifte enthalten, die der Leber schaden

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Gefahr für die Leber  

Pflanzengift in Kräuter- und Pfefferminztees entdeckt

13.01.2016, 10:46 Uhr | msh

Kräutertees können Pflanzengifte enthalten, die der Leber schaden. Wer Kräutertee zu sich nimmt, sollte auf Abwechslung achten.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer Kräutertee zu sich nimmt, sollte auf Abwechslung achten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Pfefferminz- und Kräutertees bekannter Marken sind zum Teil mit gesundheitlich bedenklichen Mengen an Pflanzengiften verunreinigt, das berichtet das NDR-Magazin "Markt". In vier von sechs Tees wurden bei einer Laboranalyse, die das Magazin beauftragt hatte, sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA) entdeckt. Diese können zu Schädigungen der Leber sowie Leberkrebs führen. 

Untersucht wurden drei Pfefferminztees und drei Kräutermischungen: "Ja! Pfefferminze" von Rewe, "Minze" von Teekanne, "Westminster Pfefferminze" von Aldi, "Kloster Kräuter Mischung" von Edeka, "Kräuter pur würzig frisch" von Meßmer sowie "Lord Nelson 6 Kräuter" von Lidl. Dabei wurden teils bedenklich hohe Mengen an PA im Labor entdeckt, so das Verbraucher-Magazin. 

Auch geringe Mengen können auf Dauer schädlich sein

Grenzwerte für PA in Lebensmitteln gibt es derzeit keine. Das ist auch schwierig, da der Stoff in keiner Dosis als unbedenklich gilt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt Herstellern daher, die Belastung der Verbraucher so niedrig wie möglich zu halten: Die Aufnahmemenge bei einem Erwachsenen sollte 0,42 Mikrogramm pro Tag nicht überschreiten. 

Toxikologe Professor Edmund Maser von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel fordert gegenüber dem NDR, dass jegliche Lebensmittel von PA frei sein sollten. "Es besteht die Möglichkeit, dass geringste Mengen ausreichen, um Krebs zu verursachen", zitiert "Markt" den Experten.

Rewe-Tee besonders belastet

Die höchste Menge an PA fand das Labor im Pfefferminztee der Rewe-Eigenmarke "Ja!". Es ermittelte 0,67 Mikrogramm pro Tasse. Laut NDR teilte das Unternehmen auf Anfrage mit, dass es an der Minimierung des Gehalts arbeite.

Auch der Tee der Edeka-Eigenmarke, mit 0,36 Mikrogramm PA pro Tasse, sei laut Toxikologe Prof. Edmund Maser geeignet, um die vom BfR empfohlene Höchstaufnahmemenge schnell zu erreichen. 

Tees von Teekanne und Lidl sind die beste Wahl

In den Tees von Aldi und Meßmer wurde das Labor auch fündig, allerdings war die gefundene Menge an PA deutlich geringer, so das Verbraucher-Magazin. Die Tees von Lidl und Teekanne waren frei von den Pflanzengiften.

Die Gifte können durch Unkräuter in den Tee gelangen

Pyrrolizidinalkaloide sind sekundäre Pflanzenstoffe. Bestimmte Pflanzen bilden diese, um Fraßfeinde abzuwehren. Unkräuter wie das Jakobskreuzkraut, die teilweise zwischen Teekräutern wachsen, können diese Gifte enthalten. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) können PA in Lebensmitteln, unter anderem Kräutertees, Salaten oder Honig vorkommen. Wer auf Abwechslung beim Teegenuss achtet, kann die Belastung durch die Giften verringern, rät das BfR.

Die Sendung zum Thema zeigt der NDR am 11.1.2016 um 20.15 Uhr.


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