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Stiftung Warentest testet 24 Fleischsalate

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Stiftung Warentest  

Guter Fleischsalat muss nicht teuer sein

27.09.2012, 11:40 Uhr | nho

Stiftung Warentest testet 24 Fleischsalate. Den besten Fleischsalat bietet Rewe mit dem Delikatess Fleischkäse der Marke "Ja!". (Quelle: Hersteller)

Den besten Fleischsalat bietet Rewe mit dem Delikatess Fleischkäse der Marke "Ja!". (Quelle: Hersteller)

Brühwurst, Gewürzgurke und reichlich Mayonnaise – Fleischsalat ist der beliebteste Feinkostsalat der Deutschen. Die Stiftung Warentest hat 24 Produkte untersucht – von leicht bis klassisch. Dabei führen die preisgünstigen Produkte die Rangliste an. Insgesamt wurde die Hälfte der getesteten Produkte mit der Note "gut" bewertet. So schnitten die Fleischsalate im Test ab.

Große Marken hinter Handelsmarken

Im Test wurden die Fleischqualität, Keimzahl, Fett, Zusatzstoffe und der Geschmack der Salate untersucht. 12 von 24 Produkten wurden mit dem Prädikat "gut", zehn mit der Note "befriedigend" und je eines mit "ausreichend" und "mangelhaft" bewertet. Schon für 22 bis 26 Cent pro 100 Gramm sind die besten der 24 getesteten Feinkostsalate aus Wurst, Gurke und Mayonnaise zu haben, heißt es in der Untersuchung. Testsieger wurde mit dem Qualitätsurteil "gut" (2,1) der Delikatess Fleischsalat der Marke Ja! von Rewe. Aber auch die Produkte von Aldi (Süd/Nord), Lidl und Penny schnitten mit "gut" ab. Das teuerste, von der Stiftung Warentest noch für "gut" befundene Markenprodukt (Rewe Bio Fleischsalat) kostet knapp einen Euro pro 100 Gramm.

Fettreduzierte Varianten meist mit Hühnerfleisch

Den Warentestern zufolge bestehen die untersuchten Produkte im Durchschnitt zu einem Drittel aus Fett. Eine große Portion von 100 Gramm kann daher mehr als 400 Kalorien enthalten. Der Testsieger der klassischen Fleischsalate ist im Vergleich zu den anderen getesteten Produkte nicht so kalorienreich. Er enthält nur 27 Prozent Fett. Fettreduziert dürfen sich Fleischsalate nennen, wenn sie mindestens 30 Prozent weniger Fett als herkömmliche haben. Statt Mayonnaise verwenden die Hersteller dann meist ein Joghurt-Dressing und mageres Geflügel- statt Schweinefleisch. Doch nicht bei allen Produkten können sich Verbraucher auf die Fettangabe verlassen. Statt der ausgelobten 18 Prozent Fett in der Lightversion von "Du darfst" wurden im Labor 22 Prozent nachgewiesen. Die Bezeichnungen "Delikatess-", "fein" oder "feinste Qualität" signalisieren, dass die Produkte mehr als die vorgeschriebenen 25 Prozent Fleisch oder Brühwurst enthalten. Eine Aussage über eine bessere Fleischqualität sei daraus aber nicht abzuleiten, erläutern die Warentester.

Alle Produkte enthalten Zusatzstoffe

Im Test fand sich den Angaben zufolge kein Hinweis darauf, dass minderwertiges Fleisch eingesetzt wurde. Doch kein Fleischsalat kam ohne Zusatzstoffe aus, einer enthielt sogar den Geschmacksverstärker Glutamat. Drei Anbieter setzten Alternativen mit Glutaminsäure ein, bei acht Salaten wurde Aroma zugesetzt. Fleischsalat bietet aufgrund der kleingeschnittenen Wurst- und Gurkenstreifen Keimen reichlich Lebensraum. Krankheitserreger wie Salmonellen wurden im Test nicht gefunden. Nur zwei Fleischsalate - die von Kühlmann und von Pfennigs - wiesen zu viele Hefen auf. Insgesamt schnitt auch nur ein Produkt mit dem Testergebnis "mangelhaft" (5,0) ab. Der Fleischsalat der Marke "Gloria" konnte die Tester nicht überzeugen. Die Wurststreifen waren viel zu faserig und zerquetscht. Außerdem war die Wurst leicht grau und die Gurken weich.

Keine Bedenken bei der Wurstqualität

Viele Verbraucher glauben, dass die verwendete Wurst im Fleischsalat Abfallprodukte der Metzgereien sind. Doch die Resteverwertung ist heute tabu. Fleischsalat zählt deshalb seit langem zu den Feinkostprodukten. Stiftung Warentest fand bei keinem der Produkte einen Hinweis darauf, dass minderwertiges Separatorenfleisch, welches von den Knochen abgeschabt wird, verwendet wurde. Jede Wurst im Test bot mindestens so viel Muskelfleisch, wie es für die jeweilige Wurstsorte gefordert ist.

Das komplette Testergebnis finden Sie online auf test.de.

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