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Stiftung Warentest: Schwarzer Pfeffer von Lafer fällt durch

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Pfeffer-Test von Stiftung Warentest  

Schwarzer Pfeffer von Lafer nur "mangelhaft"

23.12.2015, 13:09 Uhr | msh

Stiftung Warentest: Schwarzer Pfeffer von Lafer fällt durch. Der schwarze Pfeffer von Spitzenkoch Johann Lafer fiel bei Stiftung Warentest durch. (Quelle: dpa / Stiftung Warentest)

Der schwarze Pfeffer von Spitzenkoch Johann Lafer fiel bei Stiftung Warentest durch. (Quelle: dpa / Stiftung Warentest)

Pfeffer gehört zu den beliebtesten Gewürzen weltweit. Grund genug, dabei auf beste Qualität zu achten. Die Stiftung Warentest hat für die Januar-Ausgabe der Zeitschrift "Test" schwarzen Pfeffer - ganze  und gemahlene Körner - getestet. Wir stellen die Ergebnisse in Auszügen vor. 

Würzfans sollten bei Pfeffer ganze Körner bevorzugen. Von den 20 getesteten Scharfmachern, davon 14-mal Pfefferkörner und 6-mal gemahlene Pfeffer, schneidet die Hälfte der ganzen Körner im Test mit dem Qualitätsurteil "gut" ab. Das schaffte von den gemahlenen Pfeffern keiner.

Geschmacklich sind Biokörner spitze

Die besten schwarzen Pfefferkörner stammen aus ökologischem Anbau. Testsieger ist der "Lebensbaum Pfeffer schwarz"  für 6 Euro pro 100 Gramm. Er erhielt die Note "Gut" (1,8). Geschmacklich schnitt das Produkt "sehr gut" ab. Auch die günstigen Pfefferkörner "Lidl / Fairglobe Pfeffer schwarz"  - sie kosten 2,49 Euro pro 100 Gramm - und die deutlich teureren von " Karstadt Perfetto / Excellent Feine Kost Original Tiger Malabar Pfeffer" für 10 Euro pro 100 Gramm konnten die Tester überzeugen. Sie erhielten jeweils die Note "Gut" (1,9). 

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"Mangelhaft" hingegen ist laut Stiftung Warentest der "Lafer.Lecker.Leben. Malabar-Pfeffer schwarz". Immerhin 9,15 Euro pro 100 Gramm muss man für das Produkt, auf dessen Verpackung das Gesicht von Spitzenkoch Johann Lafer abgebildet ist, bezahlen. 

Lafer-Pfeffer ist extrem hoch belastet

Der Grund für die schlechte Bewertung: Die Pfefferkörner seien extrem hoch mit den, für die Gesundheit bedenklichen, aromatischen Mineralölen (MOAH) belastet. MOAH steht für "mineral oil aromatic hydrocarbons". Ermittelt wurden rund 54 Milligramm pro Kilogramm - viel mehr, als die Tester jemals in einem Lebensmittel nachgewiesen haben. 

Durch Verunreinigungen lassen solch extremen Gehalte wie beim Lafer-Pfeffer nicht mehr erklären, so die Stiftung. Eine Quelle könnte Paraffinöl sein. Die Tester schließen nicht aus, dass das Öl als Poliermittel verwendet wurde, um die Körner schöner aussehen zu lassen. Lafer-Anbieter Raps hat zu der Belastung bisher keine Stellung bezogen.

Mineralöle haben in Lebensmitteln nichts verloren

Akut gesundheitsgefährdend sei selbst eine so hohe Mineralöl-Konzentration in Pfeffer nicht, weil Pfeffer nur in geringen Mengen verzehrt wird. Dennoch haben laut Stiftung Warentest MOAH und die gesättigten Mineralöle MOSH nichts in Lebensmitteln zu suchen. MOSH steht für "mineral oil saturated hydrocarbons".

Zwei Pulver nicht verkehrsfähig

Die Unterschiede zwischen frisch und fertig gemahlenem Pfeffer sind groß. Sensorisch können beim gemahlenen Pfeffer nur die beiden vergleichsweise teuren Produkte überzeugen. In punkto Schadstoffe schneidet keiner der gemahlenen Pfeffer gut ab. Gleich zwei Produkte sind aufgrund von Schadstoffbelastung nicht verkehrsfähig: In "Aldi Süd / Le Gusto Pfeffer schwarz" und "HES Pfeffer schwarz" wiesen die Tester deutliche Mengen von verbotenem Ethylenoxid und die im Test höchsten Pestizidrückstände nach. Beide Pulver waren außerdem ionisierenden Strahlen ausgesetzt, was hätte gekennzeichnet werden müssen.

Pfeffer besser frisch mahlen

Echten Gourmets empfehlen die Experten Pfeffer frisch zu mahlen. Die Stiftung Warentest hat aktuell vier elektrische und 14 manuelle Pfeffermühlen getestet: Nur vier der Mühlen schneiden „gut“ ab, Testsieger ist die Handmühle "Peugeot Paris u Select". 

Das komplette Testergebnis finden Sie in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift "Test": Pfeffer und Pfeffermühlen

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