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Alkohol: Mehr als ein halber Liter Bier pro Tag ist zuviel

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Deutsche trinken zu viel Alkohol  

Nach einem halben Liter Bier pro Tag sollte Schluss sein

02.03.2016, 18:33 Uhr | dpa

Alkohol: Mehr als ein halber Liter Bier pro Tag ist zuviel. Alkohol: Ein Mann sollte maximal einen halben Liter Bier pro Tag trinken. (Quelle: dpa)

Stopp! Maximal ein halber Liter Bier gilt als tolerierbares Maß an Alkohol für einen Mann. (Quelle: dpa)

Deutschland sei ein "alkoholverliebtes, alkoholgetränktes Land", sagt der Suchtexperte Raphael Gaßmann. Jeder siebte Erwachsene in Deutschland trinke zu viel Alkohol. 1,8 Millionen gelten als Alkoholiker. Ab welcher Menge es zu viel wird.

Alkohol sei eine Droge, ein Suchtmittel und ein Zellgift, verdeutlicht der Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) Raphael Gaßmann. Ein gesunder Mann solle höchstens einen halben Liter Bier oder einen Viertelliter Wein am Tag zu sich nehmen, Frauen maximal die Hälfte. Ratsam seien mindestens zwei bis drei Tage Alkoholpause pro Woche.

Den Vollrausch gibt's zum Taschengeldpreis

80 bis 90 Prozent der Erwachsenen bundesweit - also fast alle - trinken Alkohol, sagt Gaßmann. Jeder siebte konsumiere dabei mehr als die empfohlene Höchstmenge. 

Das durchschnittliche Einstiegsalter für Alkohol liege bei 14 Jahren. Kinder und Jugendliche unter 18 sollten aber gar keinen Alkohol trinken. Der DHS-Geschäftsführer fordert, den Jugendschutz mit den entsprechenden Verkaufsverboten besser einzuhalten und die Werbung einzuschränken. Alkohol solle nicht weiter an Tankstellen rund um die Uhr erhältlich sein. Zudem müssten die Preise höher sein: "Sie können sich in Deutschland Taschengeld-kompatibel ins Koma trinken."

Alkohol erhöht Risiko für Bluthochdruck, Organschäden und Krebs

Der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, fordert einen kritischeren Umgang mit Alkohol. Dabei trügen auch Ärzte Verantwortung: Sie sollten Patienten zu einem risikoarmem Konsum motivieren und sie früh auf alkoholbedingte Probleme ansprechen. Von den 1,8 Millionen Alkoholabhängigen seien nur rund 16 Prozent in Behandlung. Viele kämen erst nach Jahren in die Praxen.

Erkrankungen infolge von Alkoholkonsum gehörten zu den "gravierendsten vermeidbaren Gesundheitsrisiken", sagt Henke. Regelmäßiger Konsum, auch in vermeintlich geringen Mengen, kann Leber und Gehirn schädigen. Außerdem steigt das Risiko für Entzündungen der Bauchspeicheldrüse oder Magenschleimhaut, für Bluthochdruck und Herzmuskelerkrankungen. Langfristiger Alkoholmissbrauch kann Krebs auslösen.


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