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Medizin: Fettleibigkeit erhöht Demenz-Risiko

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GESUNDHEIT | ÜBERGEWICHT  

Dicker Bauch - Gefahr fürs Hirn

18.01.2011, 13:02 Uhr | afp, ug

ERNÄHRUNG: Je dicker der Bauch, desto höher das Demenzrisiko. (Foto: Archiv)Je dicker der Bauch, desto höher das Demenzrisiko. (Foto: Archiv)Wer zu viel isst, schadet nicht nur seinem Bauch, sondern auch seinem Kopf. US-Wissenschaftler haben in einer Studie überraschende Zusammenhänge zwischen Bauch und Hirn entdeckt. Wer sich im mittleren Alter viel Bauchfett anfuttert, unterliegt als Senior einem deutlich erhöhten Risiko von geistigem Abbau, heißt es in der Untersuchung. Als Faustregel kann gelten: Je dicker der Bauch, desto größer das Risiko. Bei Menschen, die generell übergewichtig sind, aber keinen ausgeprägt dicken Bauch haben, liege das Demenz-Risiko 80 Prozent höher als bei Normalgewichtigen. Bei Dickbäuchigen erhöhe es sich auf 230 Prozent, bei Menschen mit besonders mächtigen Bäuchen auf 360 Prozent.

Langzeitstudie mit Bauchumfang

Die Wissenschaftler hatten für die Langzeit-Studie des Kaiser-Permanente-Instituts bei mehr als 6.500 Menschen im Alter zwischen 40 und 45 Jahren das Bauchfett gemessen - und zwar vor Jahrzehnten. 36 Jahre später wurden die Testpersonen erneut untersucht. Das Ergebnis: Etwa 16 Prozent hatten Demenz entwickelt. Dabei waren die Dickbäuchigen stärker betroffen als die Schlankeren.

Fett ist nicht gleich Fett

Möglicherweise sei der Zusammenhang verhaltensbedingt: Bauchfett entstehe durch bestimmtes Verhalten, das im mittleren Lebensabschnitt die Grundlagen für die Herausbildung von Demenz im Alter legen könnte. "Wo ein Mensch sein Fett trägt, scheint insbesondere in den mittleren Altersgruppen ein wichtiger Indikator für die Einschätzung des Demenz-Risikos zu sein", sagte die Studienautorin Rachel Whitmer. "Angesichts der Tatsache, das die Hälfte der Erwachsenen in den USA Übergewicht am Bauch haben, ist das eine beunruhigende Erkenntnis." Um das Phänomen wissenschaftlich zu erklären, seien weitere Untersuchungen nötig, heißt es in der Studie.

So dick sind die Deutschen

Auch in Deutschland gibt es immer mehr Übergewichtige: Mehr als die Hälfte der Deutschen ist zu dick, zwei Drittel der Männer und 51 Prozent der Frauen gelten sogar als übergewichtig. Das geht aus der kürzlich veröffentlichten "Nationalen Verzehrsstudie" hervor. Ein weiteres Ergebnis: Ältere Menschen sind zwar häufiger übergewichtig, die Jungen holen jedoch kräftig auf. Als übergewichtig gilt, wer einen sogenannten Body-Mass-Index (BMI) von 25 bis 30 hat - so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Dieser Kennwert wird aus dem Körpergewicht geteilt durch das Quadrat der Körpergröße errechnet. Bei erhöhten Werten steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Zuckerkrankheit (Diabetes). Darüber hinaus kommt jeder fünfte Bundesbürger auf einen BMI von mehr als 30, was als fettleibig (adipös) gilt.


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