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Blutdruck: Bluthochdruck erkennt man am Gesicht

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Blutdruck  

Die gängigsten Blutdruck-Mythen im Check

02.04.2013, 12:00 Uhr | stw, dapd

Blutdruck: Bluthochdruck erkennt man am Gesicht . Einen roten Kopf verbinden viele Menschen mit einem zu hohen Blutdruck, dabei ist es ein Irrglaube, dass man Bluthochdruck an der Gesichtsfarbe ablesen kann.  (Quelle: imago)

Einen roten Kopf verbinden viele Menschen mit einem zu hohen Blutdruck, dabei ist es ein Irrglaube, dass man Bluthochdruck an der Gesichtsfarbe ablesen kann. (Quelle: imago)

Einen roten Kopf verbinden viele Menschen mit zu viel Alkohol - oder einem zu hohen Blutdruck. Doch gibt es da wirklich einen Zusammenhang? Und stimmt es, dass nur dicke Menschen Bluthochdruck bekommen? Wir haben die gängigsten Mythen rund um den Blutdruck unter die Lupe genommen und sagen Ihnen, was wirklich der Wahrheit entspricht.

Bluthochdruck ist nicht am Gesicht erkennbar

Bluthochdruck ist weit verbreitet. Das Erstaunliche: Nur jeder Zweite weiß von seinen kritischen Werten. Denn hoher Blutdruck tut nicht weh, aber es gibt spezielle Indizien. Doch wer glaubt, Bluthochdruck an der Gesichtsfarbe ablesen zu können, irrt: Zwar könne ein plötzlicher starker Anstieg des Blutdrucks bei manchen Menschen vorübergehend zu einem "roten Kopf" führen, schreibt das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Meistens habe die Errötung aber andere Ursachen. So bewirken etwa Aufregung oder Hitze, dass die Gefäße der Gesichtshaut stärker durchblutet werden, was zu einer Rötung führen kann.  

Auch Nasenbluten ist kein sicheres Zeichen für Bluthochdruck. Allenfalls der Schreck darüber, dass die Nase blutet, kann den Blutdruck in die Höhe schießen lassen. Erste Anzeichen für einen zu hohen Blutdruck sind Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Nicht nur Dicke bekommen Bluthochdruck

Ein weit verbreiteter Irrtum ist zudem, dass nur dicke Menschen an Bluthochdruck leiden. Das stimmt aber so nicht. Übergewicht ist zwar einer der Hauptgründe für die Zunahme von Bluthochdruck, aber es gibt auch viele schlanke Menschen, die mit zu hohen Werten zu kämpfen haben. Der Grund, warum viele füllige Menschen damit Probleme haben, liegt an einer erhöhten Aktivität von Sympathikus und verschiedenen Hormonen.

Natrium sorgt für erhöhte Werte

Auch Natrium sorgt für erhöhte Werte, denn bei Übergewicht reagiert der Körper sensibler auf das Salz. Betroffene sollten auf ihren Salzkonsum achten. Die Einschränkung hilft nicht allen Blutdruck-Patienten, denn manche Menschen sind salzsensitiv und profitieren von einer salzarmen Ernährung. Bei anderen hingegen beeinflusst die aufgenommene Salzmenge den Blutdruck überhaupt nicht.

Auch kein Mythos sind die Folgen von zu hohem Blutdruck wie Nierenversagen, Schlaganfall, Herzschwäche bis hin zum Herzinfarkt.

Bluthochdruck kann man behandeln

Einmal Hochdruck, immer Hochdruck, stimmt das? Nicht direkt, das hängt von verschiedenen Ursachen ab. In Fällen einer sekundären Hypertonie, also wenn der Bluthochdruck die Folge einer anderen Krankheit darstellt, kann durch Behandlung der organischen Ursache der Blutdruck wieder sinken. Aber auch die so genannte essentielle Hypertonie lässt sich in den Griff bekommen. Zum einen durch blutdrucksenkende Medikamente und zum anderen durch eine gesündere Ernährung, Sport oder auch durch Stressreduktion.

Kaffee kann den Blutdruck erhöhen

Kaffee kann tatsächlich den Blutdruck deutlich erhöhen. Nach einer Tasse kommt es zu einer - bis zu 30 Minuten anhaltenden - Blutdruckerhöhung um etwa zehn bis 20 mmHg, erklärt die Deutsche Herzstiftung. Das müssen Bluthochdruck-Patienten beachten und sollten vor einer Messung keinen Kaffee trinken. Regelmäßig genossen wirkt er jedoch eher senkend: eine Tasse Kaffee am Tag senkt den Wert um bis zu 9 mmHg.

Der Augenarzt erkennt zu hohe Werte

Kein Mythos, sondern die Wahrheit ist, dass der Augenarzt Bluthochdruck am Auge erkennen kann. Ist der Blutdruck hoch, verengen sich die Gefäße der Netzhaut. Dieses Phänomen sieht der Arzt bei der Betrachtung des Augenhintergrundes.

ratgeber.t-online.de: Blutdruck messen: Wann und wie oft ist es sinnvoll?

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