22.04.2013, 16:28 Uhr | akl
Lungenembolie: Schmerzen in der Brust, Luftnot und Herzrasen sind Warnzeichen, die ernst genommen werden müssen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Schmerzen in der Brust, Luftnot und Herzrasen: Nicht immer steckt hinter diesen Symptomen ein Herzinfarkt. Diese Warnzeichen können auch auf eine Lungenembolie hindeuten. Doch auch diese ist lebensgefährlich. Wie Sie am besten vorbeugen und welche Symptome Sie auf keinen Fall ignorieren sollten.
Eine Lungenembolie wird meist durch ein Blutgerinnsel ausgelöst, welches über die Blutbahn in die Lungengefäße wandert und diese verstopft. Das führt dazu, dass der betroffene Lungenabschnitt nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden kann. Es kommt zu einem Sauerstoffmangel, der zusätzlich auch das Herz gefährdet. Für Betroffene ist die Lungenembolie lebensgefährlich. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK), sterben in Deutschland jedes Jahr 40.000 Menschen an der Erkrankung.
Das Blutgerinnsel, welches die Embolie auslöst, hat seinen Ursprung in den meisten Fällen in den Beinen des Betroffenen. Experten sprechen dann von einer Thrombose der Bein- oder Beckenvenen. Diese zeigt sich oft durch eine schmerzhafte, warme und bläuliche Schwellung an den Beinen. Bei Herzrhythmusstörungen beispielsweise kann sich das Gerinnsel aber auch direkt im Herzen bilden.
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Grundsätzlich gilt: Je mehr Lungengewebe durch das Gerinnsel verstopft ist, desto gefährlicher ist es. Schmerzen in der Brust, Atemprobleme beziehungsweise eine beschleunigte Atmung sowie Herzrasen sind wichtige Warnsignale für eine Lungenembolie. Zudem kann es zum Kreislaufkollaps sowie einer Blaufärbung der Lippen kommen.
Dann muss schnell gehandelt werden. Ohne entsprechende Therapie sterben nach einer schweren Lungenembolie 30 Prozent der Betroffenen, sagt die TK. Eine sofortige, ausreichende Behandlung könne die Sterblichkeit auf zwei bis acht Prozent senken.
Etwa zwei Prozent der Betroffenen haben mit Langzeitschäden zu kämpfen. Diese können sowohl das Lungengewebe als auch das Herz und die allgemeine körperliche Belastbarkeit betreffen. Dann können schon leichte Alltagsbelastungen zu Luftnot oder Herzrasen führen. Viele müssen ihr Leben lang blutverdünnende Medikamente einnehmen.
Lungenembolien können zwar auch ohne erkennbare Ursache entstehen, am meisten gefährdet sind jedoch Patienten, die aufgrund einer Operation oder Verletzung im Bett liegen müssen oder einen Gips tragen und sich nicht ausreichend bewegen können. Der Grund ist, dass die Beinmuskeln nicht ausreichend benutzt werden können und dadurch der Blutfluss verlangsamt wird. Gerinnsel können leichter entstehen. Patienten, die nicht aufstehen können, müssen sich daher oft selbst Thrombose-Spritzen geben.
Auch lange Flug- oder Busreisen stellen ein Risiko dar. Hier ist es wichtig, immer wieder aufzustehen und sich zu bewegen. Auch Thrombosestrümpfe können den Blutfluss im Bein erleichtern. Wichtig ist auch, dass man auf Reise ausreichend trinkt. Jede Stunde ein Glas Wasser verhindert, dass das Blut sich zu sehr verdickt.
Oft lösen auch erblich bedingte Faktoren die Erkrankung aus. Betroffen sind meist ältere Menschen. Schwangere sowie Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Wer raucht, steigert die Gefahr zusätzlich. Auch Krampfadern und Übergewicht sind Risikofaktoren.
Quelle: akl
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