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    Lungenembolie verläuft häufig tödlich: Symptome und Ursachen

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    Gefährliches Gerinnsel  

    Eine Lungenembolie verläuft häufig tödlich

    13.07.2015, 16:43 Uhr | akl

    Lungenembolie verläuft häufig tödlich: Symptome und Ursachen. Bei einer Lungenembolie verstopft ein Blutgerinnsel die Gefäße in der Lunge.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    Bei einer Lungenembolie verstopft ein Blutgerinnsel die Gefäße in der Lunge. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    Völlig unerwartet ist der CDU-Politiker Philipp Mißfelder an einer Lungenembolie gestorben. Rund 40.000 Menschen in Deutschland erliegen jedes Jahr einer solchen Erkrankung, bei der die Blutgefäße in der Lunge verstopfen. Die Ursache ist meist ein Blutgerinnsel, das in die Lunge wandert. Nicht immer kündigt sich die Embolie vorher an. 

    Das Blutgerinnsel hat seinen Ursprung in den meisten Fällen in den Beinen des Betroffenen. Experten sprechen dann von einer Thrombose der Bein- oder Beckenvenen. Diese zeigt sich oft durch eine schmerzhafte, warme und bläuliche Schwellung an den Beinen. Bei Herzrhythmusstörungen beispielsweise kann sich das Gerinnsel aber auch direkt im Herzen bilden.

    Sauerstoffmangel gefährdet auch das Herz

    Der Pfropf wandert in die Blutgefäße der Lunge und führt dazu, dass der betroffene Lungenabschnitt nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden kann. Es kommt zu einem Sauerstoffmangel, der zusätzlich auch das Herz gefährdet. 

    Grundsätzlich gilt: Je mehr Lungengewebe durch das Gerinnsel verstopft ist, desto gefährlicher ist es.

    Atemprobleme ernst nehmen

    Schmerzen in der Brust, Atemprobleme beziehungsweise eine beschleunigte Atmung sowie Herzrasen sind wichtige Warnsignale für eine Lungenembolie. Zudem kann es zum Kreislaufkollaps sowie einer Blaufärbung der Lippen kommen.

    Dann muss schnell gehandelt werden. Ohne entsprechende Therapie sterben nach Angaben der Techniker Krankenkasse rund 30 Prozent der Betroffenen. Eine sofortige, ausreichende Behandlung könne die Sterblichkeit auf zwei bis acht Prozent senken.

    Etwa zwei Prozent der Betroffenen haben mit Langzeitschäden zu kämpfen. Diese können sowohl das Lungengewebe als auch das Herz und die allgemeine körperliche Belastbarkeit betreffen. Dann können schon leichte Alltagsbelastungen zu Luftnot oder Herzrasen führen. Viele müssen ihr Leben lang blutverdünnende Medikamente einnehmen.

    Zu wenig Bewegung ist riskant

    Lungenembolien können zwar auch ohne erkennbare Ursache entstehen, am meisten gefährdet sind jedoch Patienten, die aufgrund einer Operation oder Verletzung im Bett liegen müssen oder einen Gips tragen und sich nicht ausreichend bewegen können. Der Grund ist, dass die Beinmuskeln nicht ausreichend benutzt werden können und dadurch der Blutfluss verlangsamt wird. Gerinnsel können leichter entstehen. Patienten, die nicht aufstehen können, müssen sich daher oft selbst Thrombose-Spritzen geben.

    Auch lange Flug- oder Busreisen stellen ein Risiko dar. Hier ist es wichtig, immer wieder aufzustehen und sich zu bewegen. Auch Thrombosestrümpfe können den Blutfluss im Bein erleichtern. Wichtig ist auch, dass man auf Reise ausreichend trinkt. Jede Stunde ein Glas Wasser verhindert, dass das Blut sich zu sehr verdickt.

    Rauchen und Übergewicht zählen zu den Risikofaktoren

    Oft lösen auch erblich bedingte Faktoren die Erkrankung aus. Betroffen sind meist ältere Menschen. Schwangere sowie Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Wer raucht, steigert die Gefahr zusätzlich. Auch Krampfadern und Übergewicht sind Risikofaktoren.

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