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Hormone: Wie sie Frauen die Laune verderben

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Hormonschwankungen  

Schatz, kriegst du etwa deine Tage?

12.08.2013, 13:30 Uhr | ag

Hormone: Wie sie Frauen die Laune verderben. Sexuelle Unlust kurz vor der Periode ist weit verbreitet und hat hormonelle Gründe. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sexuelle Unlust kurz vor der Periode ist weit verbreitet und hat hormonelle Gründe. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Miese Laune, Fressattacken, Lustlosigkeit - wenn bei Frauen die Hormone verrückt spielen, verstehen Männer die Welt nicht mehr. Von der einen auf die andere Sekunde wechselt die Stimmung von gut gelaunt in zickig, wütend oder depressiv. Ein häufiger Grund ist PMS, also das so genannte prämenstruelle Syndrom. Doch Frauen ticken nicht nur an ihren Tagen anders. Hormone und Psyche stehen während des gesamten Zyklus in Wechselwirkung miteinander und beeinflussen das Wohlbefinden.

Gelbkörperhormon hemmt die Lust

Der Begriff "Hormon" stammt vom griechischen Wort "horman" ab, was so viel wie "antreiben" bedeutet. Es sind biochemische Botenstoffe. Sie finden an Organen und Drüsen, auf die sie einwirken wollen, passende Rezeptoren zum Andocken. Kurz vor der Regel beeinflusst das Gelbkörperhormon Progesteron maßgeblich die Stimmung der Frau und führt zu typischen PMS-Beschwerden wie Brustspannen, schlechter Haut und Unterleibsschmerzen. Es wird von den Eierstöcken produziert. Durch die erhöhte Konzentration sinkt auch die Lust auf Sex. Erst wenn das unbefruchtete Ei vom Körper ausgestoßen wird und die Regelblutung einsetzt, steigt auch wieder die Libido. Während des Eisprungs, in der Mitte des Zyklus, ist sie dann am höchsten. Dann nämlich ist auch der Gehalt des Geschlechtshormons Östrogen am größten.

PMS: Wechselbad der Gefühle

An den Tagen vor den Tagen findet bei Frauen die stärkste seelische Veränderung im Zyklus statt - ein Gefühl, das meist bis zum zweiten Regeltag anhält. Viele Frauen fallen geradezu in ein schwarzes Loch, sie sind empfindlich, niedergeschlagen und depressiv. Andere werden extrem zickig und reagieren gereizt auf ihre Umwelt. Hinzu kommt ein Gefühl von Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Auch die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. Wenn Frauen in dieser Phase auch noch den weit verbreiteten Männersatz "Hast du deine Tage?" hören, ist das Fass vor dem Überlaufen. Besser ist es, wenn der männliche Partner Verständnis zeigt und nicht jede Macke oder Äußerung seiner bessere Hälfte auf die Goldwaage legt. Denn nach ein paar Tagen ist ohnehin meist alles wieder im Lot.

Vor der Periode steigt der Heißhunger auf Süßes

Gummibärchen, Schokolade, Kekse - viele Frauen haben vor ihren Tagen ein starkes Verlangen nach Süßem. Doch woher kommt das? Wie bei den Stimmungsschwankungen, ist auch die Lust auf Naschwerk eine typische PMS-Reaktion des Körpers auf den sinkenden Östrogenspiegel. Zudem sinkt gegen Ende der zweiten Zyklushälfte auch der Seratoninspiegel häufig, was ebenfalls zu Heißhunger auf Zucker führt. Bei vielen Frauen führt der veränderte Hormonhaushalts auch zu Wassereinlagerungen, sie nehmen deshalb während ihrer Periode sogar zu. Experten empfehlen daher, in der Zeit vor den Tagen möglichst wenig Salz zu konsumieren. Denn Salz bindet Wasser und kann das Gefühl verstärken, aufgedunsen zu sein.

Bewegung und gesunder Lebensstil helfen

"Keinen Sport während der Periode." Diese Ausrede haben viele Mädchen in der Schule benutzt, um sich vor dem Sportunterricht zu drücken. Und auch als Erwachsene lassen einige Damen ihr Fitnessprogramm ausfallen, weil sie fürchten, dass Sport während der Tage dem Körper schadet. Doch diese Angst ist unbegründet: Verläuft die Regelblutung normal, können Frauen wie gewohnt Sport machen. Die Bewegung tut dem Körper sogar gut. Sportliche Höchstleistungen sind dabei nicht gefragt. Schon ein Spaziergang oder ein paar Yogaübungen wirken oft Wunder. Als entkrampfend wird von vielen auch ein warmes Bad empfunden. Für das Wohlbefinden ist auch ein gesunder Lebensstil wichtig. Hierzu gehört, maßvoll zu essen, auf Alkohol verzichten und vor allem ausreichend schlafen.

Übrigens: Koreanische Forscher am Kyung Hee Medical Center in Seoul (Korea) haben herausgefunden, dass bei krampfartigen Menstruationsbeschwerden Akupunktur sehr wirkungsvoll und vielen Schmerzmitteln sogar überlegen ist.

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