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Kopfweh, Rückenschmerzen und Co.: Zehn typischen Leiden der Deutschen

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Gesundheitsbeschwerden  

Zehn typische Zipperlein der Deutschen

19.08.2015, 08:07 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Kopfweh, Rückenschmerzen und Co.: Zehn typischen Leiden der Deutschen. Blähungen gehören zu den häufigsten Beschwerden der Deutschen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Blähungen gehören zu den häufigsten Beschwerden der Deutschen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

„Ich bin total verschnupft“ oder „Mein Kopf brummt“ sind Sätze, die uns im Alltag immer wieder begegnen. „Ich habe heute Blähungen“ gibt hingegen kaum jemand zu. Doch die Darmwinde gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden, die uns im Alltag quälen und belegen in unserem Ranking sogar Platz eins. Wir zeigen Ihnen zehn häufige Zipperlein der Deutschen und geben Tipps für eine schnelle Linderung der Symptome.

In unsere Liste haben es nur die Beschwerden geschafft, die man bis zu einem gewissen Grad selbst gut behandeln kann.


1.       Blähungen
 


Platz eins der Beschwerden belegen Blähungen: Jeder von uns weiß, wie unangenehm sie sein können. Normal ist eine Darmwind-Häufigkeit im Bereich von zehn bis 20 Mal pro Tag, wie Professor Thomas Frieling, Gastroenterologe und Vorstandsmitglied der Gastro-Liga, weiß. Wer öfter pupsen muss, sollte seinen Lebensstil hinterfragen.

 (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ursache: Im Zuge der Verdauung bildet der Darm neben Kohlendioxid (CO2) auch Wasserstoff, Stickstoff, Methan, etwas Ammoniak, Schwefel und andere Gärungsprodukte. Diese werden durch den Darm aus dem Körper geleitet. Kohl, Hülsenfrüchte, Zwiebeln und Trockenobst verstärken die Gasbildung. Auch kohlensäurehaltige Getränke sowie eine ballaststoffreiche Kost können zu Blähungen führen. Milch- und Fruchtzucker, aber auch Zuckeraustauschstoffe können ebenfalls Winde verursachen. Zudem bringen auch Zeitnot, Stress und Nervosität die Verdauung aus dem Takt.

Symptome: Neben den Darmwinden leiden die Betroffenen meist auch unter Bauchschmerzen und einem unangenehmen, oft nicht zu überhörenden Rumoren. Der Bauch fühlt sich aufgrund der Überblähung fest an und ist rund wie ein Ballon. Neben dem unangenehmen Druck im Magen- und Darmbereich kommt es zudem häufig zu peinlicher Geruchsbildung.

Hausmittel: Im Akutfall kann ein Tee aus Anis, Fenchel, Kümmel und Kamille die Beschwerden lindern. Auf Kaugummikauen und kohlensäurehaltige Getränke sollte man verzichten, denn dadurch gelangt zusätzlich Luft in den Bauch. Treten die Beschwerden öfter auf, ist es ratsam, seinen Lebensstil kritisch zu hinterfragen: Werden häufig blähende Lebensmittel gegessen? Isst man zu schnell und oft zu große Portionen? Kaut man die Speisen vielleicht nicht ausreichend? Bewegt man sich zu wenig?

Wann zum Arzt: Können Hausmittel sowie eine Anpassung der Ernährung die Beschwerden nicht lindern und kommen Unregelmäßigkeiten beim Stuhlgang hinzu, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Denn dann kann beispielsweise eine Lebensmittelunverträglichkeit vorliegen. Auch beim sogenannten Reizdarmsyndrom macht die Verdauung Probleme.  Zudem können bestimmte Medikamente zu Blähungen führen oder die Darmbakterien sind aus dem Gleichgewicht geraten.

 

2.       Erkältung

Auf Platz zwei der häufigen Beschwerden schafft es die Erkältung. Nach Angaben der Krankenkasse Barmer GEK leidet jeder Erwachsene zwei bis drei Mal pro Jahr unter der laufenden Nase. Kinder sogar bis zu zwölf Mal. So macht ein Mensch in seinem Leben rund 200 Erkältungen durch.

 (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ursache: Ausgelöst wird die Erkältung durch Viren, meist Rhino- und Coronaviren. Die Ansteckung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion. Bei Kälte und Nässe haben die Erreger besonders leichtes Spiel. Zum einen ist das Immunsystem geschwächt und zum anderen die Durchblutung der Schleimhäute verringert. Daher haben Erkältungsviren besonders im Herbst und Winter leichtes Spiel.

Symptome: Haben die Viren die Oberhand gewonnen, spüren wir das anhand von Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Manchmal kann es zu Fieber kommen. In der Regel werden die Beschwerden nach drei bis sieben Tagen wieder besser. Nach spätestens zwei Wochen hat man es überstanden.

Hausmittel: Wichtig ist, viel zu trinken. Besonders gut geeignet ist warmer Tee mit Honig. Salbei-, Eukalyptus- und Pfefferminztee beruhigen zudem auch den Hals. Wärme und viel Schlaf unterstützen den Körper bei der Regeneration. Die Inhalation mit warmem Salzwasser kann helfen, die Atemwege zu befreien und die gereizten Nasenschleimhäute zu befeuchten und zu beruhigen. Allerdings sorgen alle Helferlein lediglich für eine Linderung der Symptome. Die Erkältungsdauer verkürzen können sie nicht.  

Wann zum Arzt: Bei Atemnot, hohem Fieber über 39°C, starken Hals- oder Ohrenschmerzen sowie Muskel- und Gliederschmerzen sollte man einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch dann, wenn sich die Symptome nach sieben Tagen noch nicht gebessert haben oder der Husten länger als zwei Wochen anhält.

 

3.       Kopfschmerzen

Laut Angaben der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft gehören Kopfschmerzen zu den häufigsten Beschwerden in der Bevölkerung. Somit belegen sie den dritten Platz im Ranking. Studien zeigen, dass etwa 70 Prozent der Deutschen, also über 56 Millionen Menschen, innerhalb eines Jahres mit Kopfschmerzen zu kämpfen haben. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Experten unterscheiden über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Dabei sind Spannungskopfschmerzen und Migräne die häufigsten Formen. Sie machen etwa 90 Prozent aller Kopfschmerzerkrankungen aus.

 (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ursache: Ursachen für Kopfschmerzen gibt es viele. Neben zu wenig Schlaf, häufiger Bildschirmarbeit, Flüssigkeitsmangel, Stress und Koffeinentzug gehören unter anderem auch Durchblutungsstörungen, Verspannungen, bestimmte Medikamente sowie Bluthochdruck zu häufigen Kopfschmerzauslösern.

Symptom: Kopfschmerzen haben verschiedene Erscheinungsformen. Sie können dumpf, pochend und anfallartig sein. Manchmal betreffen sie den gesamten Kopf, manchmal nur einen Teilbereich. Häufig kommen leichte Übelkeit und Lichtempfindlichkeit hinzu. Teilweise dauern die Beschwerden nur einige Minuten, in einigen Fällen aber auch mehrere Stunden oder Tage.

Hausmittel: Wer merkt, dass sich Kopfschmerzen ankündigen, sollte nicht gleich zu Schmerzmitteln greifen. Im ersten Schritt kann es helfen, ein großes Glas Wasser zu trinken und so den Flüssigkeitshaushalt des Körpers wieder zu stabilisieren. In vielen Fällen hat sich auch Pfefferminzöl als effektiv erwiesen. Dazu werden ein paar Tropfen auf die Schläfen massieren. Ruhe und Dunkelheit können dem Kopf ebenfalls helfen, sich zu entspannen. Auch etwas Traubenzucker oder ein Stück Schokolade kann manchmal Wunder bewirken.

Wann zum Arzt: Treten die Kopfschmerzen regelmäßig auf und greift man deswegen häufig zu Schmerzmitteln, sollte ein Arzt die Ursache herausfinden. Auch wenn Schmerzmittel keine Wirkung zeigen oder Fieberschübe sowie Seh- und Sprechstörungen hinzukommen, ist der Gang in eine Praxis unumgänglich. Nackensteife, Lähmungen, Bewusstseinsstörungen und anfallartige Kopfschmerzen sind ebenfalls Warnzeichen, die schnellstmöglich abgeklärt werden müssen.

 

4.       Durchfall

Den vierten Platz belegt der Durchfall. Nach Angaben der Gastro Liga leidt schätzungsweise ein Drittel der Bevölkerung, also rund 27 Millionen Menschen, einmal im Jahr unter Durchfall. Der weltweit häufigste bakterielle Durchfallerreger ist das Bakterium Campylobacter.

 (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ursache: In den meisten Fällen sind Bakterien und Viren die Auslöser für Durchfälle. Die Erreger gelangen häufig über verdorbenes Essen oder Nahrungsmittel wie Geflügel, Fisch, Eier, Eierspeisen und Milchprodukte in unseren Körper. Eiswürfel können ebenfalls ein Hygienerisiko darstellen. Manchmal steckten wir uns auch bei anderen Menschen an. Dabei muss nicht immer der direkte Kontakt gegeben sein. Türklinken, Treppengeländer oder Haltestangen im Bus sind mögliche Überträger.  Aber auch die Einnahme von Medikamenten, wie beispielsweise  Antibiotika, kann zu Durchfall führen.

Symptome: Von Durchfall, auch Diarrhö genannt, sprechen Ärzte dann, wenn mehr als drei ungeformte Stühle pro Tag auftreten. Bei infektiösen Durchfällen kommt es zu wässrigen, breiigen oder sogar blutigen Stühlen. Oft begleiten Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Fieber die Erkrankung.

Hausmittel: Die wichtigste Sofortmaßnahme bei Durchfall ist Trinken. Denn durch den wässrigen Stuhl verliert der Körper neben der Flüssigkeit auch wichtige Mineralien. Salzstangen, Zwieback und Fenchel- beziehungsweise Kamillentee helfen, den Magen zu beruhigen und die Speicher wieder aufzufüllen. Auch Möhrensuppe kann die Beschwerden lindern. Für die Suppe werden 500 Gramm Möhren in einem Liter Wasser eine Stunde lang gekocht und anschließend püriert.

Wann zum Arzt: Der Besuch beim Arzt ist unumgänglich, sobald Blut im Stuhl ist oder Fieber über 38°C auftritt. Auch wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält und sich keine Besserung zeigt, sollte man einen Arzt um Rat fragen. Denn dann besteht die Gefahr, dass eine schwere Erkrankung oder Infektion, zum Beispiel ausgelöst durch Salmonellen, die Ursache ist. Außerdem kann der Flüssigkeitsverlust vom Körper irgendwann nicht mehr ausgeglichen werden und der Patient droht zu dehydrieren.

 

5.       Sodbrennen

Auch Sodbrennen zählt zu den häufigsten Beschwerden in Deutschland und landet somit auf Platz fünf des Rankings. Nach Angaben der Deutschen Gastro-Liga klagen rund 30 Prozent der Bevölkerung im Laufe eines Jahres darüber. Das entspricht rund 24 Millionen Menschen. Laut der Liga haben bis zu 25 Prozent einmal pro Woche Sodbrennen, zehn Prozent sogar täglich.

 (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ursache: Sodbrennen wird in den meisten Fällen durch sauren Mageninhalt ausgelöst, der in die Speiseröhre aufsteigt. Schuld ist eine Unterfunktion des Schließmuskels, der die Speiseröhre vom Magen abgrenzt. Mediziner sprechen dann von Reflux. Aber auch durch eine Dehnung der Speiseröhre oder aufgrund von Nahrungsmitteln, welche die Speiseröhrenschleimhaut reizen, kann Sodbrennen ausgelöst werden.

Symptome: Das Brennen steigt meist vom Oberbauch oder dem unteren Brustkorb in Richtung Hals auf. Die Beschwerden verschlimmern sich oft beim Bücken, nach dem Essen oder bei körperlicher Anstrengung.

Hausmittel: Bei akutem Sodbrennen können Leinsamen für Linderung sorgen. Quellen diese im Magen auf, bilden sie eine Art Schleim, der sich schützend über die Magenwand legt. Auch Heilerde hat sich vielfach bewährt. Zwei Teelöffel in Wasser aufgelöst und getrunken, sorgen dafür, dass überschüssige Säure gebunden und ausgeschieden wird. Auch einige Teelöffel trockene Haferflocken können helfen, die Säure aufzunehmen. Wer weiß, dass er anfällig für Sodbrennen ist, sollte generell Speisen meiden, welche die Speiseröhre reizen. Dazu gehören unter anderem fettige und scharf gewürzte Speisen, Alkohol, Orangensaft, Kaffee, Zwiebeln und Schokolade. Auch sollte man nicht zu viel auf einmal essen, denn  das überfordert den Magen ebenfalls. Auch Übergewicht, Rauchen und Stress erhöhen das Risiko für Sodbrennen.

Wann zum Arzt: Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte auf jeden Fall zum Arzt gehen. Denn unbehandelt kann die Erkrankung zu Entzündungen der Speiseröhre und so auch zur Bildung von Geschwüren führen. Auch Schluckstörungen sind häufig. Zudem steigt das Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken.

 

6.       Verstopfung

Bis zu 30 Prozent der Bevölkerung, das entspricht ungefähr 24 Millionen Menschen, leiden dauerhaft unter Verstopfung, wie die Gastro-Liga weiß. Frauen sind dabei wesentlich häufiger betroffen als Männer. Bei einer Stuhlfrequenz von weniger als drei Mal in der Woche, sprechen Experten von Verstopfung, auch Obstipation genannt.

 (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ursache: Schuld an dem ausbleibenden Stuhlgang sind meist eine falsche Ernährung, eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme sowie ein Mangel an Bewegung. Aber auch Stress und bestimmte Medikamente können den Stuhlgang blockieren. Meist ist die Ursache harmlos, aber schlimmstenfalls kann auch ein Darmtumor hinter den Beschwerden stecken.

Symptome: Die Betroffenen leiden nicht nur unter dem Ausbleiben des Stuhlgangs. Auch Bauchschmerzen, Magenkrämpfe, Blähungen sowie harter und schmerzhafter Stuhl zählen zu den typischen Symptomen.

Hausmittel: Bei einer akuten Verstopfung können in getrocknete Pflaumen, Aprikosen und Feigen helfen. Auch Flohsamen weichen den Stuhl auf. Wichtig ist zudem, dass man immer ausreichend trinkt. Zwei Liter am Tag sollten es sein. Ballaststoffe wie Vollkornbrot und Müsli lassen den Stuhl ebenfalls aufquellen und beugen Verhärtungen vor. Eine Tasse Kaffee kann der Verdauung ebenfalls auf die Sprünge helfen. Generell gilt: Obst und Gemüse gehören regelmäßig auf den Speiseplan und auch ausreichend Bewegung ist für einen gesunden Darm unverzichtbar. Stopfende Lebensmittel wie Weißbrot, Bananen, Eier, Käse und Schokolade sollte man besser meiden.

Wann zum Arzt: Hält die Verstopfung über längere Zeit an und wird sie von starken Schmerzen beim Stuhlgang, Bauchschmerzen oder sogar Blut im Stuhl begleitet, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt auch dann, wenn sich Verstopfung und Durchfall immer wieder abwechseln.

 

7.       Rückenschmerzen

„Ich habe Rücken“ ist ein oft gesagter Satz. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) gehören Rückenschmerzen zu den häufigsten Schmerzproblemen und belegen im Ranking somit den siebten Platz. Im Zuge einer Telefonumfrage des Institutes gaben 20 Prozent der befragten Erwachsenen an, in den letzten zwölf Monaten unter chronischen Rückenschmerzen gelitten zu haben. Als chronische Rückenschmerzen wurden Schmerzen verstanden, die mindestens drei Monate oder länger anhielten. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

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Ursachen: Zu den häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen zählen Fehlhaltungen, Überlastungen, Übergewicht und fehlende Bewegung. Wird der Rücken nicht gestärkt, verkürzen sich die Muskeln, die Stabilität lässt nach und die Sehnen reagieren gereizt. Es kommt zu Verspannungen, Verhärtungen und einer schlechteren Durchblutung der Muskeln. Mit zunehmendem Alter liegt die Ursache oft in einer Erkrankung der Wirbelsäule, einer Arthrose oder den Bandscheiben.

Symptome: Betroffene leiden unter Stechen, Ziehen und Verspannungen des Rückens. Die Bewegungsfreiheit ist stark eingeschränkt. Häufig wird eine Schonhaltung eingenommen, wodurch andere Körperbereiche übermäßig beansprucht werden. Teilweise strahlen die Rückenschmerzen in Schultern, Nacken oder Beine aus. Es kann der gesamte Rückenbereich betroffen sein.

Hausmittel: Die Muskeln brauchen Bewegung und Stärkung, um reibungslos funktionieren zu können. Auch Ärzte raten nicht zur Schonung. Regelmäßiges Strecken und Dehnen der Muskeln kann in vielen Fällen Linderung verschaffen. Eine Wärmflasche, ein warmes Vollbad sowie entspanntes Liegen helfen ebenfalls, die verhärtete Region zu lockern. Massagen mit ätherischen Ölen wie Pfefferminze, Arnika, Rosmarin oder Thymian haben ihre schmerzlindernde Wirkung schon oft unter Beweis gestellt. Leidet man immer wieder unter Rückenschmerzen und kann der Arzt nichts feststellen, sollte man auch die Matratze als möglichen Auslöser in Betracht ziehen.

Wann zum Arzt: Werden die Beschwerden schlimmer und können auch Bewegung und Wärme keine Linderung verschaffen, sollte man einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch, wenn Lähmungen, Taubheitsgefühle und Schmerzen in den Beinen auftreten. Von einer dauerhaften Einnahme von Schmerzmitteln ist abzuraten.

 

8.       Trockene Augen

Auf dem achten Platz landet ein bekanntes Augenleiden. Nach Angaben des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA) hat etwa jeder fünfte Patient, der einen Augenarzt aufsucht, trockene Augen. Je nach Altersstufe sind fünf bis 35 Prozent der Bevölkerung betroffen. Frauen leiden häufiger unter den trockenen Augen als Männer, ältere Menschen häufiger als junge. Dabei handelt es sich um eine Benetzungsstörung der Augenoberfläche. Die Zusammensetzung des natürlichen Tränenfilms ist gestört.

 (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ursachen: Zu den häufigsten Ursachen zählen unter anderem Zugluft, trockene Luft, Luftverschmutzung, Medikamente, hormonelle Veränderungen, aber auch bestimmte Augenerkrankungen. Bildschirmarbeit kann das Auge ebenfalls austrocknen. Das liegt daran, dass man beim Blick auf den Computer oft nicht genügend blinzelt. Auch wer raucht, nimmt seinen Augen wertvolle Feuchtigkeit. Sind Krankheiten die Ursache, kommen Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes oder Rheuma in Betracht.

Symptome: Die Betroffenen haben im Auge meist ein „Sandkorngefühl“, wenn sie blinzeln. Oft brennen, jucken, und kratzen die Augen und sind gerötet. Trockene Augen können zudem Kopfschmerzen sowie Druckgefühle im Auge auslösen. Geschwollene und verklebte Lider sind ebenfalls typische Begleiterscheinungen.

Hausmittel: Wichtig ist, ausreichend zu trinken, damit der Körper die nötige Tränenflüssigkeit herstellen kann. Bei der Bildschirmarbeit sollte man darauf achten, immer wieder zu blinzeln und öfter auch in die Ferne zu schauen. Zudem kann es helfen, eine Schale mit Wasser aufzustellen und so das Raumklima etwas feuchter zu gestalten. Auch sogenannte künstliche Tränen aus der Apotheke sorgen für Linderung.

Wann zum Arzt: Trockene Augen sind besonders anfällig für Infektionen. Zudem leiden sie oft unter Sauerstoffmangel, da der Tränenfilm einen natürlichen Sauerstofflieferanten darstellt. Wer immer wieder unter den genannten Symptomen leidet, sollte einen Augenarzt um Rat fragen. Der BVA rät dringend von einer Selbstmedikation ab, da es dabei zu ernsthaften Erkrankungen kommen kann.

 

9.       Blasenentzündung

Nach Angaben des Berufsverbandes der Frauenärzte erkrankt jede zweite Frau mindestens einmal in ihrem Leben an einer Blasenentzündung. Jedes Jahr trifft die Entzündung rund 20 Prozent der Frauen. Viele von ihnen leiden immer wieder unter den Beschwerden.

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Ursachen: Die Erkrankung wird durch unterschiedliche Erreger hervorgerufen. Zu den häufigsten Auslösern zählen allerdings Darmkeime. Da die Harnröhre bei Frauen sehr kurz ist, haben die Erreger leichtes Spiel. Kälte und Nässe stören zudem die Abwehrkräfte der Schleimhäute. Sitzen Frauen auf kaltem Untergrund oder tragen sie auch nach dem Baden weiterhin die nasse Badebekleidung, steigt das Risiko einer Erkrankung. Auch beim Sex werden die Keime häufig in die Harnröhre gerieben. String-Tangas erhöhen ebenfalls das Risiko für eine Infektion.

Symptome: Die typischen Symptome sind Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen. Hinzu kommt ein starker und häufiger Harndrang, obwohl die Blase nicht gefüllt ist. Ausfluss, trüber Harn und Druckschmerzen im Unterbauch weisen ebenfalls auf eine Blasenentzündung hin.

Hausmittel: Ist es zu einer Blasenentzündung gekommen, hilft es manchmal, viel zu trinken und sich warm zu halten. Außerdem sollte man auf Seifen und Duschgels im Intimbereich verzichten.

Wann zum Arzt: Werden die Symptome nach drei Tagen nicht besser oder verschlimmern sie sich sogar, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Kommen Fieberschübe und Blut im Urin sowie starke Schmerzen hinzu, sollte man ebenfalls sofort in eine Praxis gehen. Dann können nur noch Antibiotika helfen, die Erkrankung zu bekämpfen. Wer nicht zum Arzt geht, riskiert, dass die Entzündung chronisch wird oder sich auf die Nieren ausbreitet. 

 

10.   Warzen

Schätzungen von Hautärzten zufolge leiden 15 Prozent der Bevölkerung unter Warzen. Das sind etwa 12 Millionen Menschen. Das Risiko, sich im Laufe des Lebens zu infizieren, wird von Experten auf 80 Prozent geschätzt. Besonders oft sind die Warzen an Händen und Füßen zu finden, können aber auch am Gesicht oder im Intimbereich auftreten.

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Ursache: Warzen werden durch die sogenannten humanen Papillomviren (HPV) ausgelöst. Da diese sehr ansteckend sind, können sie die Haut leicht infizieren. Am häufigsten werden die Viren in Schwimmbädern, Turnhallen oder in der Sauna weitergetragen. Es gibt rund 90 verschiedene HPV-Typen. Diabetes, Rauchen, schwitzende Hände und eine geschädigte Haut erhöhen das Risiko einer Warzenbildung.

Symptome: Die kleinen Knötchen auf der Haut verursachen meist keine Beschwerden. Manchmal kann es zu leichtem Juckreiz kommen. Dornwarzen an den Füßen hingegen können starke Schmerzen beim Gehen bereiten.

Hausmittel: Von Experimenten ist hier abzuraten. Der Besuch beim Hautarzt ist in diesem Fall die beste Wahl.

Wann zum Arzt: Warzen sind nicht leicht zu behandeln. Stark verhornende Hautwucherungen, die mit den üblichen Tinkturen nicht in den Griff zu bekommen sind, sollten unbedingt vom Dermatologen begutachtet werden, wie Dr. Steffen Lindner, Hautarzt und Mitglied im Berufsverband Deutscher Dermatologen (BVDD), weiß. Denn die Viren können sich nicht nur auf dem eigenen Körper verbreiten, sondern stellen auch für andere eine Ansteckungsgefahr dar. Auch wenn sich die Warzen schnell vermehren oder mit Schmerzen und starkem Juckreiz verbunden sind, sollte der Arzt sie behandeln.

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