Sie sind hier: Home > Lifestyle > Gesundheit >

Herzerkrankungen: Das sind die drei gefährlichsten

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Entstehung, Symptome, Therapie  

Das sind die drei häufigsten Herzkrankheiten

17.06.2016, 13:29 Uhr | JL

Herzerkrankungen: Das sind die drei gefährlichsten. Herzerkrankungen sind auf dem Vormarsch, doch oft werden sie erst spät erkannt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Herzerkrankungen sind auf dem Vormarsch, doch oft werden sie erst spät erkannt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Für viele Menschen ist Krebs die größte Angst. Dabei fordern Herz-Kreislauf-Erkrankungen die meisten Todesopfer: 354.493 Menschen in Deutschland starben daran allein im Jahr 2013, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die Symptome der drei häufigsten Herzleiden werden noch immer zu häufig übersehen. 

Die Koronare Herzerkrankung, Herzschwäche und Vorhofflimmern lassen sich in vielen Fällen durch einen gesunden Lebensstil verhindern. Ist das Herz bereits krank, werden typische Symptome oft nicht richtig gedeutet - was die Krankheiten umso gefährlicher macht.

Koronare Herzerkrankung bleibt lange unbemerkt

Laut der Deutschen Herzstiftung leiden etwa 1,5 Millionen Menschen an der Koronaren Herzerkrankung (KHK), auch unter dem Namen Ischämische Herzkrankheit bekannt. Eine KHK droht, wenn Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen (Koronararterien) das Herz am Pumpen hindern. Die Arteriosklerose, also die Arterienverkalkung durch Fettablagerungen, schränkt nicht nur die Sauerstoffversorgung sämtlicher Organe ein. Auch zum Herzen selbst gelangt nicht mehr ausreichend Blut. Die Gefäßverengung führt im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt.

Viele Betroffene wissen nicht, dass sie an KHK erkrankt sind. Der Grund: Erst wenn die Gefäße bereits stark verengt sind, reagiert der Körper mit Schmerzen. "Später verspüren Patienten häufig ein Engegefühl in der Brust oder verstärkte Kurzatmigkeit nach Anstrengung oder Bewegung“, sagt Dr. Mattias Roser, Leiter der Elektrophysiologie an der Charité Berlin und Studienleiter bei St. Jude Medical. Eine KHK zieht nicht selten Folgeerkrankungen wie Herzschwäche, Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen nach sich.

Wer die genannten Symptome bei sich bemerkt, sollte sie unbedingt bei einem Kardiologen abklären lassen. Mediziner therapieren eine KHK mit Medikamenten, manchmal muss dem Patienten allerdings auch ein Bypass oder ein Katheter in Form eines Stents gelegt werden.

Herzschwäche zeigt sich durch Erschöpfung und Atemnot

Pumpt das Herz nicht mehr ausreichend stark, diagnostizieren Ärzte eine Herzschwäche, auch Herzinsuffizienz genannt. Etwa 1,8 Millionen Deutsche haben mit der Krankheit zu kämpfen. Da es den Zellen infolge der Herzschwäche an Sauerstoff mangelt, stellt sich bei Erkrankten ein Leistungsabfall ein. "Mit fortschreitender Krankheit werden Müdigkeit und Erschöpfung ständige Begleiter, auch Atemnot bei körperlicher Anstrengung sowie Flüssigkeitseinlagerungen in Füße und Lunge können hinzukommen", erklärt Roser. Betroffene bemerken die Schwellungen meist dann, wenn die Schuhe nicht mehr richtig passen. Zudem wird der Schlaf durch häufigen Harndrang gestört, da die Flüssigkeitseinlagerungen, auch Ödeme genannt, nachts wieder aus dem Gewebe fließen. Neben Erschöpfungssymptomen klagen Menschen mit Herzschwäche auch über Appetitlosigkeit. Als typische Folge der Erkrankung kommt es außerdem oft zu Herzrhythmusstörungen.

Wenn das Herz schlechter pumpt, kann das viele Ursachen haben: Hoher Blutdruck, die Koronare Herzerkrankung, Herzrhythmusstörungen, Erkrankungen des Herzmuskels, eine defekte Herzklappe, ein angeborener Herzfehler oder eine Schilddrüsenüberfunktion zählen zu den Risikofaktoren. Ebenso schädlich ist übermäßiger Alkoholkonsum

Vorhofflimmern führt oft zum Schlaganfall

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung - etwa 1,8 Millionen Menschen sind betroffen. Das Flimmern entsteht, wenn die elektrische Reizweiterleitung an die Vorhöfe aus dem Gleichgewicht geraten ist. So werden die Herzkammern nicht mehr optimal durchblutet, wodurch das Herz unregelmäßig oder schneller schlägt. Betroffene haben dann Herzrasen oder starkes Herzklopfen. Nicht immer muss Vorhofflimmern behandelt werden. Meist raten Ärzte zur Therapie, wenn sich die Gefahr eines plötzlichen Herztodes oder eines Schlaganfalls abzeichnet. "Auch wenn es selbst nicht lebensbedrohlich ist, steigt das Schlaganfall-Risiko unbehandelt jedoch um das Fünffache", berichtet Roser. 

Die Krankheit kommt oft mit dem Alter, äußert sich aber nicht immer durch Beschwerden. Auch Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Herzklappenfehler oder auch die koronare Herzerkrankungen können die Ursache der Rhythmusstörung sein. 

Mit gesundem Lebensstil vorbeugen

Genetisch bedingte Herzerkrankungen sind selten. Die meisten Menschen haben es also selbst in der Hand, ihr Herz fit zu halten und das Risiko für eine Herzkrankheit zu senken. Das gelingt mit einem gesunden Lebensstil, der auf einer ausgewogenen, ballaststoffreichen Ernährung mit viel Gemüse, Fisch und gesunden Ölen basiert. Tierische Fette, vor allem aus Fleisch, Zucker, Alkohol und Tabak sollten hingegen nur in Maßen konsumiert werden. Die Pumpe bleibt außerdem gesund, wenn sie regelmäßig mit Bewegung trainiert und dabei gesundem Stress ausgesetzt wird. Psychischer Stress und Kummer hingegen schwächen das Herz.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


Anzeige
shopping-portal