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Lippenherpes behandeln: Hausmittel helfen - Aufpassen bei Creme

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Tipps vom Hausarzt  

Fünf effektive Hausmittel gegen Lippenherpes

07.01.2017, 10:05 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Lippenherpes behandeln: Hausmittel helfen - Aufpassen bei Creme. Wer das Herpes-Virus einmal im Körper trägt, wird es nicht mehr los.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer das Herpes-Virus einmal im Körper trägt, wird es nicht mehr los. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wird das Herpes-simplex-Virus aktiv, bilden sich meist im Bereich der Lippen hochansteckende Bläschen. Die betroffene Hautstelle juckt, kribbelt und brennt. Doch die unangenehmen Symptome lassen sich lindern und die Heilung beschleunigen. Ein Hautarzt verrät, wie das am besten funktioniert.

Schätzungsweise 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung tragen das Herpes-simplex-Virus Typ 1 in sich. Bei etwa einem Drittel davon wird der Erreger aktiv und zeigt sich in Form von juckenden Bläschen, Brennen und Verkrustungen im Gesicht. Ist die Lippe betroffen, sprechen Mediziner von Herpes labialis.

Einmal Herpes, immer Herpes

Aus dem Körper vertreiben lässt sich das Virus nicht. Einmal aktiv, bilden sich immer wieder neue schmerzhafte Bläschen. Ein schwaches Immunsystem, starke Sonneneinstrahlung und Stress gehören zu den häufigsten Auslösern. Um die Symptome zu lindern, greifen viele zu Mitteln aus der Apotheke, etwa mit den antiviralen Wirkstoffen Aciclovir oder Penciclovir.

Salzwasser trocknet Herpesbläschen aus

Doch Betroffene können auch bewährten Hausmitteln eine Chance geben. Sowohl alleine als auch begleitend zu medizinischen Präparaten angewendet, haben viele Patienten positive Erfahrungen gemacht. "So kann Salz, in Wasser aufgelöst und auf das entstehende Bläschen getupft, die Anzahl der Herpesbläschen vermindern", erklärt Doktor Hans-Georg Dauer, Hautarzt aus Köln und Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). "Zudem hilft das Salz die Bläschen auszutrocknen."

Knoblauch wirkt antiseptisch

Ebenfalls hilfreich kann Knoblauch sein. Für die Anwendung eine Zehe halbieren und sanft auf die juckende Stelle drücken. Knoblauch sollte, genau wie das Salz auch, bereits bei den ersten Anzeichen eines Herpes-Ausbruchs angewendet werden. "Knoblauch wirkt antiseptisch und kann im Stadium der Bläschenbildung eine starke Ausbreitung eindämmen", sagt Dauer.

Honig: Süßer Unterstützer der Herpestherapie

Auch Honig ist dem Hautarzt zufolge einen Versuch wert. „Honig ist nicht nur antibakteriell, sondern auch als eine Art 'Antivirensoftware' wirksam. Dadurch kann er wirklich die Herpeserkrankung und deren weiteres Ausbreiten einschränken“, so die Erklärung. Die vorbeugende Wirkung ist wissenschaftlich sogar bewiesen. Durch seine antientzündlichen Eigenschaften wirkt Honig zudem schmerzlindernd und heilungsbeschleunigend.

Kokosöl: Mit exotischem Duft Herpes bekämpfen

Die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure wirkt ebenfalls antiviral, wie Dauer weiß. Außerdem beruhigt das Öl die gereizte Hautstelle. Am besten geeignet ist kaltgepresstes, natives Kokosöl in Bioqualität. Darin ist am meisten Laurinsäure enthalten.

Zink lindert den Juckreiz

Vielfach bewährt hat sich auch Zinksalbe. "Zink desinfiziert und lindert den Juckreiz", erklärt der Experte. Bei Pfefferminzöl und Teebaumöl ist allerdings Vorsicht geboten. Zwar wirken auch sie antiviral, entzündungshemmend und austrocknend. Doch sie sind recht scharf. Viele empfinden die ätherischen Öle als unangenehm und zusätzlich stark reizend. Wird die Anwendung als unangenehm empfunden, sollte man auf sie verzichten.

Alle zwei Stunden sanft tupfen

Am besten wirken die genannten Hausmittel, wenn sie ab dem ersten Kribbeln regelmäßig, am besten im Zwei-Stunden-Rhythmus, auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Auf keinen Fall sollte man die Bläschen ausdrücken. "Dabei wird das Sekret, das unzählige Herpesviren enthält, freigesetzt. Herpes ist bereits ab dem ersten Spannungsgefühl hochansteckend. Durch den Kontakt mit den Händen wird die Ausbreitung zusätzlich gefördert", warnt Dauer.

Gründlich die Hände waschen

Daher gilt: Zum Auftupfen der Hausmittel am besten Wattestäbchen verwenden und diese nach der Anwendung sofort entsorgen. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen hilft ebenfalls, einer Ausbreitung der Viren vorzubeugen. Für Kontaktlinsenträger empfiehlt es sich, während der Infektion auf eine Brille auszuweichen. Gelangen die Viren ins Auge, kann es auch dort zur Bläschenbildung kommen.

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