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Alzheimerrisiko: Fettes und Süßes schadet dem Gehirn

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Fatale Ernährungsfehler  

Alzheimerrisiko: Fettes und Süßes zerstört das Hirn

23.06.2016, 12:22 Uhr | ag

Alzheimerrisiko: Fettes und Süßes schadet dem Gehirn. Chips, Donuts und Burger machen nicht nur dick, sie greifen auch die Großhirnrinde an.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Chips, Donuts und Burger machen nicht nur dick, sie greifen auch die Großhirnrinde an. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Gedanke, im Alter sein Gedächtnis zu verlieren, macht Angst. Trotz vielversprechender Forschungsansätze gilt Alzheimer noch immer als unheilbar. Die beste Strategie ist Vorbeugung. Dabei spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Zucker- und fettreiche Lebensmittel sollte man mit Bedacht zu sich nehmen. 

In einer amerikanischen Studie (Mayo Clinic Study of Aging), die beim Neurologenkongress in Kopenhagen vorgestellt wurde, konnten Forscher bei Menschen, die viel Fett und Zucker zu sich nehmen, Veränderungen in bestimmten Hirnregionen nachweisen. Sie vermuten, dass diese in Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit stehen. 

Zucker und Fett lassen die Großhirnrinde schrumpfen

Untersucht wurden 672 ältere Menschen im Durchschnittsalter von 80 Jahren. Sie wurden ausführlich zu ihrer Ernährung befragt und unterzogen sich einer Gehirnuntersuchung in einem Computertomografen (MRT).

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Dabei richteten die Forscher ihr Augenmerk auf bestimmte Areale der Großhirnrinde, die bei Alzheimer in der Regel stark betroffen sind. Sie stellten fest: Bei Teilnehmern, die viel Zucker und Fett zu sich nahmen, war die Großhirnrinde in den Alzheimerregionen dünner ausgebildet als bei denjenigen, die sich ausgewogen und vitaminreich ernährten. 

Zu ähnlichen Ergebnissen kamen Neurologen an der Karls-Universität in Hradec Králové in Tschechien. Sie konnten zeigen, dass sich ein hoher Verzehr von Frischkost mit viel Obst und Gemüse positiv auf die Dicke der für Alzheimer relevanten Bereiche der Großhirnrinde auswirken. 

Mediterrane Kost senkt das Demenzrisiko 

Zwar kann man sein Alzheimer-Risiko nicht wegessen, aber Menschen, die sich bewusst ernähren, erkranken statistisch gesehen seltener. Übergewicht und Diabetes erhöhen das Demenzrisiko zusätzlich, wie Forscher der Aberdeen University in Schottland herausfanden. Durch die Abweichungen der Blutzuckerwerte könne eine Degeneration unseres Gehirns ausgelöst werden, heißt es. Den Zusammenhang beobachteten die Forscher an Mäusen.

Experten empfehlen die mediterrane Küche. Viel Obst und Gemüse, Olivenöl, Nüsse und Fisch, dafür wenig rotes Fleisch, lautet das Rezept für einen geistig fitten Kopf. Denn diese Mischung scheint die Leistungskraft des Gehirns zu steigern und den Energiestoffwechsel zu verbessern. Wer seine Blutfette und Diabetes im Griff hält, reduziert zugleich auch das Alzheimer-Risiko.

Neben Diabetes gilt auch Bluthochdruck zu den Risikofaktoren für Alzheimer. Um vorzubeugen, sollte man sich ausreichend bewegen und auf ein normales Gewicht achten. Auch das funktioniert am besten über eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung. 

Omega-3-Fettsäuren: Fit im Kopf durch Fisch

Mehrere Untersuchungen haben Anhaltspunkte dafür ergeben, dass eine reichliche Aufnahme der Vitamine C und E mit einem verringerten Krankheitsrisiko verknüpft sein könnte. Darauf weist die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hin. Teilnehmer einer französischen Studie, die mindestens einmal pro Woche Fisch zu sich nahmen, litten nach einem Beobachtungszeitraum von sieben Jahren seltener an Demenz als Teilnehmer, die niemals Fisch aßen.

In einer weiteren Studie war der wöchentliche Verzehr von Fisch mit einem langsameren Fortschreiten von Gedächtnisstörungen verbunden. Der Schutzefffekt liegt vermutlich in dem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Diese sind vor allem in fettreichen Fischsorten wie Lachs, Thunfisch oder Makrele enthalten, außerdem in Lein-, Hanf-, Raps- und Walnussöl. 

B12 - das Vitamin gegen den Gedächtnisverlust

Damit das Gehirn gut arbeiten kann, spielen auch andere Vitamine und Mineralstoffe eine Rolle. So erhöht ein Mangel an Folsäure das Risiko für Depressionen und kann auch das Gedächtnis beeinträchtigen. Folsäure ist vor allem in grünem Gemüse wie Spinat oder Brokkoli, aber auch in Orangensaft oder Hefe enthalten. Ein Mangel an anderen B-Vitaminen oder Eisen schwächt ebenfalls die Gehirnleistung. 

Speziell das Vitamin B12 scheint dem Gedächtnisverlust vorzubeugen. Darauf deuten mehrere Studien hin. Das Vitamin kommt in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Milchprodukten vor und soll die alterstypische Schrumpfung des Gehirns bremsen. Experten empfehlen älteren Menschen daher, Vitamin B12-reiche Lebensmittel auf den Speiseplan zu setzen. Besonders gute Quellen sind Leber und Schalentiere.

Auch wenn der Körper Vitamine braucht - ein Zuviel kann auch schaden. Den Griff zur Vitaminpille sollte man daher vermeiden oder mit dem Arzt besprechen. Viele Präparate sind nämlich zu hoch dosiert und schaden dem Körper.


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