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Hepatitis-Anzeichen: Ekel vor Fleisch und Fett ist Anzeichen für Hepatitis

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Hepatitis-Anzeichen  

Ekel vor Fleisch und Fett ist Anzeichen für Hepatitis

10.11.2011, 11:42 Uhr | jlu/ cme

Ekel vor Fleisch und Fett ist Anzeichen für Hepatitis. Hepatitis-Anzeichen: Ekel vor Fleisch kann Anzeichen einer Hepatitis sein.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ekel vor Fleisch kann Anzeichen einer Hepatitis sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Durchfall, Appetitlosigkeit oder Ekel vor Fleisch - viele halten das für eine Magenverstimmung. Dass hinter diesen Symptomen auch eine Hepatitis stecken kann, wissen die wenigsten. Das Tückische: Die Leberentzündung kann chronisch verlaufen und die Leber zerstören, ohne dass Betroffene dies bemerken. Wir haben einen Experten gefragt, was die Anzeichen einer Hepatitis-Infektion sind und wie man sich schützen kann.

Hohe Dunkelziffer wegen fehlender Symptome

In Deutschland treten hauptsächlich Hepatitis A, B oder C auf. Obwohl die Infektionskrankheit meldepflichtig ist, lässt sich schwer sagen, wie viele Betroffene es hierzulande gibt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) werden jedes Jahr rund 10.000 Neuinfektionen mit Hepatitis gemeldet - davon entfallen rund zwei Drittel auf Hepatitis C. "Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich weit höher. Denn oft zeigen sich bei einer Hepatitis keine typischen oder nur grippeähnliche Symptome. Deshalb wissen viele gar nicht, dass sie infiziert sind und andere anstecken können", sagt Professor Hans Dieter Nothdurft vom Tropeninstitut in München. Laut RKI tragen vier bis acht Prozent der Deutschen Antikörper gegen Hepatitis B im Blut - das bedeutet: Sie haben sich im Laufe ihres Lebens mit dem Virus infiziert - oft ohne es zu wissen. Die Zahl der Hepatitis-B-Erkrankungen ist allerdings seit Einführung der Hepatitis-B-Impfung für Kinder und Jugendliche 1995 rückläufig.

Ausbruch erst nach mehreren Wochen

Lebererkrankungen: Diese Warnzeichen ernst nehmen. (Quelle: Lebererkrankungen: Diese Warnzeichen ernst nehmen. (Quelle: "Das Leber-Buch" der Deutschen Leberstiftung) Die Symptome einer Hepatitis treten in der Regel nicht sofort auf. Meistens vergehen zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit zwei Wochen bis mehrere Monate. Typisch für eine Leberentzündung sind Durchfall, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit sowie Ekel vor Fleisch und Fett. Auch Gewichtsverlust, Juckreiz und Fieber sowie Kopf-, Gelenk- und Gliederschmerzen deuten auf eine Infektion hin. Ein weiteres Symptom ist die Gelbsucht: Diese erkennt man an der Dunkelfärbung des Urins oder der Gelbfärbung der Haut. Auch der Stuhl kann lehmfarben werden.

Chronischer Verlauf ist gefährlich

Die verschiedenen Hepatitis-Typen unterscheiden sich besonders im Verlauf und der Schwere der Erkrankung. Während Hepatitis A immer akut auftritt und meist ohne Komplikationen ausheilt, verlaufen die Formen B und vor allem C häufig chronisch. Eine akute Hepatitis tritt plötzlich auf und klingt nach einigen Wochen oder Monaten wieder ab. Bei einem chronischen Verlauf hält die Entzündung länger als sechs Monate an. "Im schlimmsten Fall verursacht die chronische Hepatitis eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom. Dadurch ist die Leberfunktion beeinträchtigt", erklärt Nothdurft. Diese Komplikationen sind für Infizierte lebensgefährlich.

Hepatitis-A-Viren in Lebensmitteln

Für eine Infektion mit Hepatitis gibt es verschiedene Ursachen. Die meisten Betroffenen der Hepatitis A infizieren sich im Ausland, etwa beim Urlaub in einem Risikogebiet wie dem Mittelmeerraum, Südostasien oder Afrika. "In diesen Regionen gelangt das Virus über verunreinigtes Wasser, Saft oder Lebensmittel in den Körper", sagt der Mediziner. Auch durch den Verzehr von rohen oder nicht gar gekochten Speisen wie Meeresfrüchten kann man sich infizieren. Gelangt das Virus in Düngemittel wie Gülle, können sogar Obst und Gemüse eine Leberentzündung auslösen.

Zahnbürste und Rasierer übertragen Hepatitis B

Für Hepatitis B gelten andere Übertragungswege: Vor allem durch die körperliche Nähe zu einem Betroffenen kann man sich infizieren. Zum Beispiel gelangt es über Körperflüssigkeiten wie Speichel, Blut, Sperma oder Tränen in den Körper. Deshalb können das gemeinsame Benutzen von Nagelscheren, Rasierapparaten oder Zahnbürsten genauso zu einer Infektion führen wie unsauberes Tätowier- und Piercingbesteck. Ein Großteil der Infektionen erfolgt über sexuelle Kontakte. Hepatitis C wird - ähnlich wie HIV - ausschließlich durch sexuelle Kontakte oder über das Blut übertragen. Allerdings ist diese Form von Hepatitis besonders tückisch, da sie in 80 Prozent der Fälle chronisch verläuft.

Hygiene und Safer-Sex beugen vor

Nicht für jede Hepatitis gibt es Schutzimpfungen. "Nur gegen Hepatitis A und B kann man sich impfen lassen", weiß der Mediziner Nothdurft. Bei den anderen Hepatitis-Arten senken nur Vorsichtsmaßnahmen das Infektionsrisiko. So ist es sinnvoll, sich in Hepatitis-Gebieten oft die Hände zu waschen, Obst und Gemüse zu schälen und Trinkwasser abzukochen. Wichtig sind zudem geschützter Geschlechtsverkehr sowie Vorsicht bei direktem Blutkontakt. Die Therapiemöglichkeiten einer chronischen Hepatitis sind begrenzt. Medikamente helfen überwiegend nur gegen die Symptome.

 
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