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Friends with benefits: Gute Freunde und ein bisschen Sex

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Gute Freunde und ein bisschen Sex

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Friends with benefits: Gute Freunde und ein bisschen Sex.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Aus Freunden wird manchmal mehr. Aner kann das wirklich funktionieren? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sex mit dem besten Freund: Immer mehr Frauen wollen ihre Lust ausleben, auch wenn sie nicht in einer festen Partnerschaft sind und ohne dafür fremde Männer anbaggern zu müssen. Ganz ungefährlich für die Freundschaft ist das allerdings nicht. Ein Sexualtherapeut verrät, was es mit der neuen Lust der Damen auf sich hat.

"Man kann hier wirklich von einem neuen Trend sprechen", sagt Sexualtherapeut Dr. Kurt Seikowski von der Gesellschaft für Sexualwissenschaften. "Immer mehr Frauen genießen zu einer guten Freundschaft auch die sexuellen Vorteile. Sie möchten nicht jahrelang auf Mr. Right warten oder nur dann Sex haben, wenn sie in einer Beziehung sind."

"Friendship with benefits" oder die neue Lust der Frauen

"Friendship with benefits", also Freundschaft mit Vorteilen, nennen Experten dieses Modell. Seikowski kennt das nicht nur aus seinen Sprechstunden, sondern auch aus seinen Vorlesungen. „Manchmal bin ich überrascht, wie offen die Studentinnen in Diskussionsrunden darüber berichten. Noch vor einigen Jahren war das undenkbar. Aber daran erkennt man das neue sexuelle Selbstbewusstsein der Frauen. Sie stehen zu ihrer Lust. Doch auch immer mehr Männer finden Gefallen an der Freundschaft mit dem gewissen Etwas.“

Vertrauen spielt beim Sex eine wichtige Rolle

Aber was genau macht den besten Freund so attraktiv? Die Vorteile liegen Seikowski zufolge klar auf der Hand: Man kennt sich schon viele Jahre, ist miteinander vertraut und hat eine gemeinsame Geschichte. "Für die meisten Frauen ist Vertrauen ein wichtiger Punkt, wenn es um Sexualität geht. Schließlich ist es schöner, mit einem Menschen intim zu werden, den man mag, statt den schnellen Sex mit einer kurzen Bekanntschaft zu wählen. Da weiß man, worauf man sich einlässt."

Verliebt sich einer, ist die Freundschaft in Gefahr

Es sind gemeinsame Erlebnisse und der Spaß im Bett, der die Freunde verbindet – ganz ohne die Pflichten einer Beziehung. Zumindest in der Theorie. Denn ganz ungefährlich für die Freundschaft ist das Spiel mit der Lust nicht. "Das Modell funktioniert nur so lange, bis sich einer der beiden ernsthaft in den anderen verliebt. Wenn das passiert, ist die Freundschaft meist nicht mehr zu retten", weiß Seikowski. "Sofern nicht von beiden Seiten Gefühle im Spiel sind."

Aus Freundschaft kann auch Liebe werden

Aus so mancher Freundschaft mit Vorzügen hat sich letzten Endes eine feste Beziehung entwickelt. Und nicht selten sind es die Männer, die den ersten Schritt in diese Richtung wagen. Der Grund ist Seikowski zufolge im Wesen des Mannes verankert: "Männer wollen eine tolle Frau nicht teilen, sondern sie für sich alleine haben. Deswegen sind sie oft schneller bereit eine Beziehung einzugehen als Frauen."

Doch werden die Gefühle nicht erwidert, ist die Freundschaft in Gefahr. Dann sind zu viele Emotionen im Spiel und es ist zu viel passiert, um auf freundschaftlicher Ebene weiterzumachen.

Beste Freunde: Nicht ohne Risiko für den neuen Partner

"Wesentlich besser kommt die Freundschaft damit klar, wenn eine dritte Person ins Spiel kommt und einer der beiden eine neue Beziehung beginnt. Dann wird die Lust auf Eis gelegt und die Freundschaft weitergelebt. Das funktioniert meist ganz gut", sagt Seikowski.

Dann liege das Risiko allerdings eher beim neuen Partner. "Man kann das zwar nicht pauschal sagen, aber das Risiko ist da, dass in Falle einer Beziehungskrise einer schwach wird und sich mit seinem Freund nochmal auf ein Stelldichein trifft", erklärt er.

Von Anfang an klare Regeln setzen

"Friendship with benefits" habe zwar viele Vorzüge, aber eben auch einige Nachteile, fasst Seikowski zusammen. Wer sich trotz des Risikos einen guten Freund zu verlieren darauf einlassen möchte, sollte gleich zu Beginn klare Regeln setzen. Besonders ein Punkt ist wichtig: „Es muss von Anfang an klar sein, dass der Sex sofort beendet wird, sobald einer beginnt Gefühle zu hegen, die der andere nicht erwidert. Nur so können Schmerz und Enttäuschung vermieden werden und die Freundschaft hat noch eine Chance“, betont der Sexualtherapeut.

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