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Psychologie: Die Stimme verrät die Stärke eines Mannes

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Die Stimme verrät die Stärke eines Mannes

16.06.2010, 10:59 Uhr | dpa, dpa

Psychologie: Die Stimme verrät die Stärke eines Mannes. Psychologie: Die Stimme verrät die Stärke eines Mannes. (Foto: imago)

Psychologie: Die Stimme verrät die Stärke eines Mannes. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Frauen können hören, wie stark ein Mann ist, ohne dass sie ihn sehen. Egal welche Sprache er spricht und aus welcher Kultur er stammt - die Stimme verrät seine Stärke. Dabei ist nicht die Tiefe der Stimme ausschlaggebend, wie amerikanische Forscher herausgefunden haben. Auch Männer können diese Eigenschaft aus den Stimmen ihrer Geschlechtsgenossen heraushören. Frauenstimmen dagegen sind hinsichtlich der körperlichen Stärke weniger aussagekräftig.

Stimmproben von Studenten und Indianern

Aaron Sell und seine Mitarbeiter von der Universität in Santa Barbara hatten bei verschiedene Gruppen von Männern Daten gesammelt, die auf ihre Stärke zurück schließen ließen. Sie maßen Brust- und Bizepsumfang, Größe, Gewicht und die Stärke des Händedrucks. Unter den Testpersonen befanden sich sowohl Studenten aus den USA und Rumänien als auch Indianer aus dem bolivianischen Hochland und Bauern aus den argentinischen Anden. Die Forscher ließen die Männer möglichst normal einen festgelegten Satz in ihrer Muttersprache in ein Mikrofon sprechen.


Verblüffendes Ergebnis des Experiments

In Santa Barbara wurden diese Sprachmuster schließlich männlichen und weiblichen Studenten vorgespielt. Sie hatten die Aufgabe, die Stärke und die möglichen Erfolgsaussichten des Sprechers in einem Konflikt auf einer Skala von null bis sieben einzuschätzen. Die Ergebnisse erstaunten die Forscher: Die Hörer konnten die Stärke der Sprecher oft sehr genau einschätzen, unabhängig davon, aus welchem Gebiet diese stammten. Eine Vergleichsgruppe weiblicher Sprecher konnten die Hörer dagegen sehr viel weniger gut einschätzen.

Starke Männer haben nicht immer tiefe Stimmen

Nähere Untersuchungen zeigten, dass ein starker Bass nicht unbedingt auf einen starken Mann schließen lässt. Die Grundfrequenz der Sprache scheint kaum eine Rolle zu spielen. Wie die versteckten Hinweise in der Sprache transportiert werden, sei noch unklar, schreiben die Forscher. Doch der evolutionäre Vorteil liegt auf der Hand: Für gesellig lebende Spezies wie den Menschen sei es angesichts der Konkurrenz sehr sinnvoll, mögliche Gegner einzuschätzen zu können, auch wenn man sie nicht sieht. Die Studie ist in den "Proceedings" der britischen Royal Society veröffentlicht worden.

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