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Seitensprung: Ehe nach dem Fremdgehen retten

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Seitensprung - So übersteht Ihre Ehe den Treuebruch

01.06.2010, 10:37 Uhr | amau, t-online.de

Seitensprung: Ehe nach dem Fremdgehen retten. Seitensprung: Nach dem Fremdgehen Ehe retten. (Foto: Archiv) (Quelle: Archiv)

Frauen gehen anders fremd als Männer. (Quelle: Archiv)

Egal ob einmaliger Ausrutscher oder längere Affäre: Ein Seitensprung kann eine Ehe bis in ihre Grundfesten erschüttern. Oft gehen die emotionalen Verletzungen so tief, dass nur der Gang zum Scheidungsrichter bleibt. Manchmal sind die Gefühle füreinander aber auch stärker und beide wünschen sich eine zweite Chance. Doch ist das sinnvoll? Für die Liebe lohnt es sich zu kämpfen, meinen Experten. Gelingt es, den Seitensprung gemeinsam zu verarbeiten, kann dies sogar zu einer stabileren und glücklicheren Beziehung führen. Wie Sie einen Seitensprung verzeihen - Paartherapeuten geben Tipps.

Seitensprung - beide kämpfen mit den Folgen

Zu erfahren, dass man betrogen wurde, ist für die meisten ein Schock. Die Welt gerät aus den Fugen, der wichtigste Vertraute scheint einem plötzlich fremd. Auch der untreue Partner kämpft mit den Folgen des Seitensprungs: Mit seiner Schuld, dem Durcheinander der Gefühle und der Angst, die Ehe oder Beziehung aufs Spiel gesetzt zu haben.

Mit der Affäre Schluss machen

Wer fremd geht, tut das nicht unbedingt, weil er keine Gefühle mehr für seinen Partner hat. Im Gegenteil: In einer Studie des Göttinger Psychologen Ragnar Beer gaben mehr als 80 Prozent der Fremdgeher an, ihren Partner zu lieben. Das häufigste Motiv für die Flucht in fremde Arme sei übrigens das eingeschlafene Sexleben: Vier von fünf Seitenspringern wurden deswegen untreu. Wer seiner Ehe eine Chance geben möchte, muss die Beziehung zu der anderen Person auf jeden Fall beenden - egal, welche Gründe es für den Seitensprung gab. 

Fragen über Fragen

Die erste Zeit nach der Versöhnung ist besonders heikel. Der Betrogene löchert seinen Partner mit Fragen: Wann und wo habt ihr euch getroffen? Wie konntest du das tun? „Das ist verständlich, schließlich will der Betrogene begreifen, was sich abspielt“, sagen die Paartherapeuten Maureen Luyens und Alfons Vansteenwegen in ihrem Buch "Trotz aller Liebe – Wie überstehen wir den Seitensprung?" (Carl Auer Verlag). All diese Fragen enthielten nur eine Botschaft: Man will vom Partner hören, dass er noch echtes Interesse hat, so die Experten. 

Gefühlsausbrüche des Betrogenen zulassen

Der Fremdgeher hat am Anfang oft unrealistische Erwartungen: Wer untreu war, möchte das ganze am liebsten so schnell wie möglich vergessen machen. Die Fragen, Tränen und Wutausbrüche des anderen werden da oft als störend und kontraproduktiv empfunden. „Dem untreuen Partner ist zu empfehlen, den emotionalen Ausbruch oder das Klagen des Partners als notwendigen Schritt im Prozess der Verarbeitung zu sehen“, raten Maureen Luyens und Alfons Vansteenwegen. Dies sei wichtig, um anschließend den Weg gemeinsam gehen zu können. 

Zwei Jahre dauert es, bis Wunden heilen

Wer betrogen wurde, hat vor allem vor einem Angst: Dem Partner nie wieder vertrauen zu können. Hier hilft nur Geduld: „Gönnen sie sich und ihrer Beziehung mindestens zwei Jahre für die Verarbeitung der Affäre“, sagen die Paartherapeuten. Es hilft, viel miteinander zu reden, wirklich zuzuhören und dem anderen auch mal eine Atempause zuzugestehen. Um die Beziehung zu bewahren, ist es zudem sinnvoll, seinen Schmerz aufzuschreiben, sich mit Freunden auszutauschen und etwas für sich allein zu tun, zum Beispiel einem Hobby nachgehen oder eine Reise unternehmen. Über eines sollte man sich allerdings im Klaren sein: Die Beziehung wird nicht mehr so sein wie früher. „Es wird anders“, meint das Autorenpaar. „Aber das heißt nicht, dass es schlechter wird.“

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