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Sex: Mehr Gelassenheit hilft beim Liebesspiel

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Sex: Fünf Tipps für mehr Gelassenheit

23.12.2011, 19:09 Uhr | vmr

Sex: Mehr Gelassenheit hilft beim Liebesspiel. Sex: Fünf Tipps für mehr Gelassenheit im Bett (Foto: imago)

Wer gelassen mit dem Thema Sex umgeht, der hat mehr Spaß im Bett. (Foto: imago)

Sex soll Spaß machen und entspannen. Doch immer mehr Menschen erleben das Liebesspiel als sportlichen Wettkampf. Mit diesen fünf Tipps des Sexualpsychologen Dr. Christoph Joseph Ahlers aus Berlin kehrt die Gelassenheit ins Schlafzimmer zurück.

Im Bett sollte es nicht um Leistung gehen

Schneller, wilder, raffinierter und natürlich gekrönt von einem grandiosen Orgasmus. Unsere Ansprüche in Sachen Lust und Liebe werden immer höher. Wer nur die Missionarsstellung kennt und eigentlich auf Blümchen-Sex steht, fühlt sich schnell richtig out. Hinzu kommt, dass uns einschlägige Magazine, Ratgeber und Erotik-Filme vorgaukeln, dass es tatsächlich den perfekten Liebhaber oder die perfekte Liebhaberin gibt. "Viele Menschen fühlen sich angesichts solcher Erwartungen unter Druck gesetzt. Im Bett geht es nur noch um Leistung und statt Lust hält Frust Einzug ins Schlafzimmer. Die Folge: Viele haben überhaupt keine Lust mehr auf Sex, weil ihnen das zu anstrengend ist", erklärt Ahlers.

Leistungsdruck sorgt für Flaute im Bett

Gut zwei Drittel aller Deutschen haben es schon mal erlebt: Im Bett klappt es nicht mehr. Manchmal liegt es am Partner, manchmal an einem selbst. „Meistens an beiden zusammen", stellt Ahlers fest. Aber im Hintergrund schwingt immer eines mit: Stress. Und zwar der, den man sich selber macht. „Nahezu alle sexuellen Störungen sind durch Leistungsdruck mit beeinflusst", so der Klinische Sexualpsychologe Ahlers.

Die Angst zu versagen führt in einen Teufelskreis

Sexuelle Reize sind praktisch überall präsent. Sogar die TV-Werbung will uns weismachen, wie "guter Sex" zu sein hat, wie oft wir Sex haben sollen und wie viele Höhepunkte mindestens drin sein müssten. "So entsteht bei vielen Menschen die Angst, diese Anforderungen nicht erfüllen zu können und deshalb dem Partner nicht zu genügen. Und genau diese Versagensangst kann dann tatsächlich zu massiven Problemen führen", sagt Ahlers: Sexuelle Lustlosigkeit, Scheidentrockenheit, Erektionsstörungen, vorzeitiger oder ausbleibender Orgasmus oder auch Scheidenkrampf sind nur einige der Beschwerden, die Sexualpsychologen unter dem Begriff "Sexuelle Funktionsstörungen" zusammenfassen. "Angst bedeutet wenig Entspannung und genau das hemmt wiederum sexuelle Reaktionen – ein Teufelskreis", so der Sexualtherapeut. Häufig verweigerten die Betroffenen deshalb Zärtlichkeiten komplett. Ahlers: "Sie fühlen sich überfordert und wollen deshalb überhaupt keinen Sex mehr haben."

Frauen sind gelassener

Männer können in diesem Punkt übrigens wieder mal was von den Frauen lernen: Das vermeintlich starke Geschlecht macht aus diesen Versagensängsten heraus noch eher Sex zu einem "Wettkampf im Bett", als die meisten Frauen. Eine Umfrage des Magazins Focus ergab: 69 Prozent der deutschen Frauen sind mit ihrem Sexualleben zufrieden. Bei den Männern waren es gerade mal 52 Prozent.

Haben Sie keine Scheu, sich helfen zu lassen

Doch wie sehr sie auch unter der Situation leiden mögen, die wenigsten Betroffenen suchen Hilfe bei Experten. „Liebe, Sex und Partnerschaft gelten als Privatsache. Viele denken: "Wer könnte uns dabei schon helfen?" Eine Frage, die bezüglich der Konsultation von Steuerberatern nicht gestellt wird! Wenn alle, die sich von Beratern bei Ihrer Steuererklärung helfen lassen, sich bezüglich sexueller Probleme von Sexualberatern helfen ließen, hätten wir geringere Scheidungsraten“, erklärt Ahlers. „Wer angesichts sexueller Störungen Probleme in der Partnerschaft bekommt, sollte einen Sexualtherapeuten aufsuchen".

So erkennt man einen seriösen Sexualtherapeuten

Doch wie erkennt man einen seriösen Therapeuten? „Bei der Auswahl sollte man darauf achten, dass die betreffende Person ein als Psychotherapeut ausgebildeter Psychologe, Sozialpädagoge oder Mediziner ist und einschlägige Weiterbildungen der Fachgesellschaften für Sexualwissenschaft absolviert hat." Diese Informationen sollten auf der Internetseite der entsprechenden Praxis zu finden sein.

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