21.11.2012, 10:47 Uhr | t-online
Lecker und leicht: Salat mit Gänsebrust. (Foto: imago)
Der Duft eines frisch aus dem Ofen kommenden Gänsebratens kann selbst den letzten Weihnachtsmuffel in festliche Stimmung bringen. Denn kein anderes Weihnachtsgericht steht mehr für Weihnachten als die Gans. Die Zubereitung dauert zwar länger als bei anderen Gerichten, doch mit diesen Tipps ist Ihnen das Lob Ihrer Gäste sicher.
Das wichtigste bei einem Gänsebraten ist es, die richtige Gans zu finden. Das beste Produkt bekommt man meist vom Bauernhof. Aber auch hier sollte man auf das Siegel "Auslaufhaltung und ökologische Tierhaltung" achten. Diese Gänse haben besser ausgebildete Muskeln und das Fleisch hat weniger Fett. Kauft man eine fertig vorbereitete Gans, sollte man die Haut genau untersuchen. Trockene Haut ist ein Anzeichen für gutes Fleisch. Aber auch in der Tiefkühlabteilung im Supermarkt gibt es Weihnachtsgänse. Hier ist zu beachten, dass die Verpackung unversehrt sein sollte, da das Fleisch ansonsten bereits trocken sein kann. Eine Drei-Kilo-Gans reicht für etwa vier Personen. Fünf Kilo reichen für sechs bis acht Personen. Zu groß sollte die Gans aber nicht werden, da das Fleisch dann fetter ist und nicht mehr so schmackhaft ist.
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Es braucht seine Zeit, einen Gänsebraten zuzubereiten. Eine küchenfertige Gans muss nur noch gefüllt und gebraten werden. Kauft man hingegen eine frische Gans, kann es durchaus vorkommen, dass sie noch gerupft und ausgenommen werden muss. Die Dauer der Zubereitung hängt von der Größe der Weihnachtsgans ab, liegt aber normalerweise zwischen vier und sechs Stunden. Da die Weihnachtsgans mehrere Male gedreht und bepinselt werden muss, sollte sich der Koch genug Zeit nehmen.
Bei der Wahl der Füllung sind Ihnen keine Grenzen gesetzt. Besonders beliebt sind die traditionelle Variante mit Apfel, die bayerische Variante mit Esskastanien und die Rheinische Martinsgans mit Aprikosen und Backpflaumen. Sollten Sie aber in der Vorweihnachtszeit schon mal Lust auf eine Gans haben, könnten Sie auch eine ganz individuelle Füllung ausprobieren. Wenn sie Ihnen gelungen ist, können Sie Ihre Gäste zum Fest mit der Eigenkreation überraschen. Hilfreiche Tipps dazu finden Sie bei den Gänsebraten-Rezepten von Johann Lafer.
Das Weihnachtsmenü muss sich nicht immer um eine Gans drehen. Auch ein Weihnachtsbraten mit Pute oder die badische Variante mit Ente kann sehr lecker sein. In vielen Familien kommen zum Weihnachtsfest aber Würstchen mit Kartoffelsalat auf den Tisch. Wenn Sie es hingegen gern etwas gesellig haben und das Essen über einen längeren Zeitraum ausdehnen wollen, bietet sich ein Fondue an.
Um den Gänsebraten ranken sich viele Legenden und Mythen. So wurde er im Mittelalter immer am 29. September, dem Michaelistag, zu Ehren des Erzengels Michael zubereitet. Unsere heutige Weihnachtsgans geht aber auf einen anderen Brauch zurück: Am 11. November, zu Beginn der alten Fastenzeit, wird eine Martingans gegessen, und wenn die Fastenzeit am Heiligen Abend endet, wird noch mal eine Weihnachtsgans gebraten. Eine andere Legende besagt, dass die englische Königin Elizabeth I eine Gans verspeiste, als sie 1588 die Nachricht bekam, dass die spanische Armada bezwungen wurde. Die Gans wurde als gutes Omen interpretiert und zum Weihnachtsmenü bestimmt.
Quelle: t-online
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