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Nach Referendum: Türkische Regierung will Ausnahmezustand verlängern

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Nach Referendum in Türkei  

Ausnahmezustand soll verlängert werden

17.04.2017, 12:25 Uhr | AFP, dpa, df

Nach Referendum: Türkische Regierung will Ausnahmezustand verlängern. Polizeieinsatz bei Cumhuriyet (Quelle: dpa)

Wesentliche Grundrechte werden durch den Notstand eingeschränkt. (Quelle: dpa)

Die türkische Regierung will den Ausnahmezustand im Land offenbar erneut verlängern. Er soll für drei weitere Monate gelten.

Nach dem knappen Sieg von Staatschef Recep Tayyip Erdogan beim Referendum in der Türkei soll der Ausnahmezustand erneut verlängert werden. Die Sender CNN Türk und NTV meldete, noch am Montag sollten dafür zunächst der Sicherheitsrat und dann das Kabinett zusammenkommen, die beide unter dem Vorsitz Erdogans tagen.

Zustimmung gilt als sicher

Am Dienstag ist die nächste Sitzung des Parlaments geplant, das der Verlängerung zustimmen muss. Mit der Mehrheit von Erdogans AKP im Parlament gilt eine Zustimmung als sicher.

Erdogan hatte den Ausnahmezustand nach dem Putschversuch in der Türkei im Juli vergangenen Jahres ausgerufen. Er wurde seitdem zwei Mal verlängert und würde in der Nacht zu Mittwoch auslaufen.

Wichtige Grundrechte eingeschränkt

Der türkische Präsident hatte bereits vor dem Referendum gesagt, der Notstand könne danach erneut verlängert werden. Unter dem Ausnahmezustand sind wichtige Grundrechte wie die Versammlungs- und Bewegungsfreiheit eingeschränkt, zudem verfügt der Präsident über das Recht, per Dekret zu regieren.

Tükei will Ausnahmezustand verlängern (Quelle: AP/dpa)Staatschef Erdogan hatte vor dem Referendum angekündigt, den Notstand erneut ausweiten zu wollen. (Quelle: AP/dpa)

Erdogan hat von diesem Recht ausführlich Gebrauch gemacht. Die Opposition wirft ihm vor, seine Befugnisse zu missbrauchen, um das Parlament zu umgehen und Fragen außerhalb seiner Kompetenz zu entscheiden.

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