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Kriminalität - Nach Blutbad an Schule: Florida für schärfere Waffengesetze

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Kriminalität  

Nach Blutbad an Schule: Florida für schärfere Waffengesetze

08.03.2018, 13:36 Uhr | dpa

Kriminalität - Nach Blutbad an Schule: Florida für schärfere Waffengesetze. Rick Scott, Gouverneur von Florida, spricht bei einer Pressekonferenz über die mögliche Veränderung des Waffenrechts.

Rick Scott, Gouverneur von Florida, spricht bei einer Pressekonferenz über die mögliche Veränderung des Waffenrechts. Foto: Monica Herndon/Tampa Bay Times/AP. (Quelle: dpa)

Birmingham/Fort Lauderdale (dpa) - Während in Florida Anklage gegen den Todesschützen des Schulmassakers vom Valentinstag erhoben wurde, ist im Nachbar-Bundesstaat Alabama erneut eine Schülerin durch Schüsse gestorben.

Die 17-Jährige sei am Mittwochnachmittag (Ortszeit) an der Huffman High School in der Großstadt Birmingham von einer Kugel getroffen und tödlich verletzt worden, berichteten mehrere US-Medien. Ein ebenfalls 17-jähriger Schüler kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Es habe sich um "versehentliche" Schüsse gehandelt, zitierte CNN den örtlichen Polizeichef Orlando Wilson.

Wilson ging nicht darauf ein, wie es zu den "versehentlichen" Schüssen kam. Spekulationen auf dem lokalen Nachrichtenportal "AL.com" gingen dahin, dass der männliche Schüler eine Waffe mit zur Schule gebracht und nach Unterrichtsschluss damit geprahlt haben könnte. Dabei habe sich ein Schuss gelöst, der das Mädchen getroffen habe, berichteten ungenannte Quellen dem Portal. Beim Wegstecken der Waffe habe er dann versehentlich noch auf sich selbst geschossen. Die Polizei bestätigte diesen Ablauf der Ereignisse nicht. Die Ermittlungen liefen, vorher äußere man sich nicht zum Ablauf der Tat.

Der 19-Jährige, der an einer High School in Parkland (Florida) Mitte Februar mit einem Sturmgewehr 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschoss, wurde am Mittwoch formal angeklagt. Geschworene in der Küstenstadt Fort Lauderdale bestimmten, dass er sich wegen 17-fachen Mordes und wegen versuchten Mordes in 17 weiteren Fällen verantworten muss, wie das Büro des Staatsanwalts im Bezirk Broward County mitteilte. Wie der Sender ABC berichtete, kündigten die Anwälte des 19-Jährigen an, dass er sich schuldig bekennen werde, wenn die Staatsanwaltschaft nicht die Todesstrafe beantrage.

In einer Reaktion auf das Massaker ist der Bundesstaat Florida einer Verschärfung seiner Waffengesetze näher gekommen. Nach dem Senat verabschiedete am Mittwochabend auch das Repräsentantenhaus des Bundesstaats einen Gesetzentwurf, der das Mindestalter bei Waffenkäufen auf 21 Jahre anheben würde. Der Entwurf geht jetzt zur Unterzeichnung an Gouverneur Rick Scott. Der Gesetzentwurf sieht zudem eine dreitägige Wartezeit bei den meisten Waffenkäufen vor. Außerdem sollen bestimmte Mitarbeiter von Schulen künftig eine Waffe tragen dürfen.

Nach der Tat am Valentinstag ist in den USA eine Debatte über ein schärferes Waffenrecht entbrannt, die - anders als bei den bisherigen Bluttaten an Schulen - nicht rasch wieder verebbte. Das liegt auch an dem Engagement von Überlebenden der Tat, die mit zahlreichen Auftritten Druck auf Politiker machen wollen.

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