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Steuerreform: Entlastung von Klein- und Mittelverdienern

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Experte nimmt Pläne unter Lupe  

"Das Steuerkonzept der SPD macht Sinn"

20.06.2017, 09:26 Uhr | Reuters

Geringverdiener bis zu einem Monatseinkommen von 1300 Euro sollen zudem bei den Sozialbeiträgen entlastet werden, kündigte Kanzlerkandidat und SPD-Chef Martin Schulz an. (Screenshot: Reuters)
SPD verspricht Entlastung von 15 Milliarden Euro

Geringverdiener sollen bei den Sozialbeiträgen entlastet werden.

Geringverdiener bis zu einem Monatseinkommen von 1300 Euro sollen zudem bei den Sozialbeiträgen entlastet werden, kündigte Kanzlerkandidat und SPD-Chef Martin Schulz an. (Quelle: Reuters)


Das SPD-Steuerkonzept könnte der Konjunktur messbaren Impuls geben. Marcel Fratzscher, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), sieht im Steuerkonzept der SPD einen gelungen Wurf zur Entlastung von Klein- und Mittelverdienern.

"Das Konzept der SPD macht Sinn. Es belastet die oberen zehn Prozent der Gesellschaft mehr, es entlastet aber 80 Prozent in der Mitte", sagte Fratzscher am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk.

Entlastungen von jährlich 15 Milliarden Euro

SPD-Kanzlerkandidat und Parteichef Martin Schulz hatte die SPD-Pläne am Montag vorgestellt. Die Reform sieht Entlastungen von jährlich 15 Milliarden Euro vor allem für kleinere und mittlere Einkommen sowie Familien vor.

Zudem kündigte Schulz die Abschaffung des Soli-Zuschlags zunächst für Einkommen bis 52.000 Euro, einen höheren Spitzensteuersatz sowie eine höhere Reichensteuer an.

Es hilft Menschen mit geringen Einkommen

Fratzscher sagte, das SPD-Konzept sei keine Revolution und auch keine "Umverteilung von Oben nach Unten", sondern eine sinnvolle Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen. Sollte es umgesetzt werden, würde es einen kleinen, aber messbaren Impuls auf die Konjunktur haben.

"Das Konzept wird die Konsumnachfrage erhöhen. Eine große Steuerreform ist das Konzept aber nicht", sagte Fratzscher.

Besonders die Absenkung von Sozialbeiträgen sei sinnvoll, sagte Fratzscher. "Der Vorschlag macht auch für die Wirtschaft Sinn. Das hilft vor allem Menschen mit geringen Einkommen. Für die lohnt es sich dann mehr zu arbeiten. Das ist gut für die Wirtschaft, die händeringend nach Arbeitskräften sucht."

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