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China: Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo liegt im Sterben

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Schweres Krebsleiden  

Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo liegt im Sterben

13.07.2017, 13:00 Uhr | wal, dpa

China: Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo liegt im Sterben. Der schwer krebskranke, chinesische Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo (l) mit seiner Frau Liu Xia in einem Krankenhaus in Shenyang (Quelle: AP)

Der schwer krebskranke, chinesische Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo (l) mit seiner Frau Liu Xia in einem Krankenhaus in Shenyang (Quelle: AP)

Friedensnobelpreistäger Liu Xiaobo, kann nicht mehr eigenständig atmen. Seine Organe beginnen zu versagen. Deutschlands Bitte um seine Ausreise scheint damit aussichtslos. 

Die Bundesregierung hatte an China appelliert, eine schnelle Ausreise des schwer kranken Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo zu ermöglichen. "Deutschland steht bereit zur Aufnahme und zur medizinischen Behandlung", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Angesichts der dramatischen Situation des Bürgerrechtlers und seiner Familie solle die chinesische Führung "den humanitären Aspekten" des Falles Priorität einräumen.

Diese Maßnahme scheint nun aber völlig aussichtslos, da Liu Xiaobo offenbar im Sterben liege. Die Atmung des 61-Jährigen habe ausgesetzt und die Nieren würden versagen, teilte das behandelnde Krankenhaus am Mittwoch mit. Um zu überleben, müsste ihm über einen Luftröhrenschnitt ein Beatmungsschlauch eingeführt werden. Das habe seine Familie aber abgelehnt, hieß es. Die Angehörigen des Dissidenten, die in der Klinik in Shenyang unter strenger Beobachtung standen, waren nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Wegen "Untergrabung der Staatsgewalt"

Seibert verwies auf Aussagen eines deutschen und eines amerikanischen Arztes, wonach eine Verlegung etwa auch in die USA noch möglich wäre. Generell stelle sich auch die Frage, ob die schwere Erkrankung nicht wesentlich früher hätte erkannt und behandelt werden müssen. Jüngste Berichte über eine weitere Verschlechterung des Gesundheitszustands nehme die Bundesregierung "mit allergrößter Sorge" zur Kenntnis.

Liu Xiaobo war 2009 wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Wegen Leberkrebs im Endstadium wurde der 61-Jährige kürzlich aus dem Gefängnis in die Universitätsklinik der nordostchinesischen Stadt Shenyang verlegt. Nach Angaben des Krankenhauses von Mittwoch befindet er sich in lebensbedrohlichem Zustand.

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