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Angeblicher Gülen-Anhänger  

Türkei lässt festgenommenen Deutschen frei

07.09.2017, 16:45 Uhr | dpa, AFP, df

Türkei lässt festgenommenen Deutschen frei. Das Silivri-Gefängnis in der Nähe von Istanbul: Hier wird unter anderen der "Welt"-Korrepondent Deniz Yücel festgehalten. (Quelle: Reuters/Archivbild/Osman Orsal)

Das Silivri-Gefängnis in der Nähe von Istanbul: Hier wird unter anderen der "Welt"-Korrepondent Deniz Yücel festgehalten. (Quelle: Archivbild/Osman Orsal/Reuters)

Im türkischen Badeort Antalya ist ein festgenommener Deutscher wieder auf freiem Fuß. Er dürfe das Land jedoch vorerst nicht verlassen, meldete die türkische Nachrichtenagentur DHA. 

Zuvor war bereits seine Frau aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Das deutsche Ehepaar mit türkischen Wurzeln wurde vergangene Woche am Flughafen von Antalya festgenommen.

Paar soll Verbindung zur Gülen-Bewegung haben

Die Frau war vier Tage später ohne Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden, wie ihr Anwalt dem Auswärtigen Amt mitteilte. Den beiden werden Verbindungen zur islamischen Gülen-Bewegung vorgeworfen, die von der türkischen Regierung für den Putschversuch am 15. Juli 2016 verantwortlich gemacht wird.

Nach den jüngsten Festnahmen von Deutschen hatte das Auswärtige Amt am Dienstag seine Reisehinweise für die Türkei weiter verschärft. Es würden nun die Gefahren beschrieben, die sogar an touristischen Orten wie Antalya drohten, sagte Außenminister Sigmar Gabriel.

Gabriel: Jeder muss selbst über Reise entscheiden

Es gebe weiterhin keine formelle Reisewarnung, betonte Gabriel. Die geltenden Reisehinweise seien aber noch einmal präzisiert worden. Die jüngsten Festnahmen von deutschen Staatsbürgern in der Türkei zeigten, wie schnell man dort "in die Mühlen der Polizei und Justiz geraten kann". Die Entscheidung über eine Türkei-Reise könne aber keinem Touristen abgenommen werden.

Kanzlerin Angela Merkel hatte beim TV-Duell mit Herausforderer Martin Schulz am Sonntag "klare Kante" gegenüber dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan angekündigt und eine Prüfung "stärkerer Reisewarnungen" in Aussicht gestellt.

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