Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland > Außenpolitik >

Türkei bestellt nach Kurden-Demo in Köln Botschafter ein

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Deutscher Botschafter einbestellt  

Türkischer Außenminister geißelt "Terrorpropaganda" in Köln

17.09.2017, 17:49 Uhr | dpa, df

Das türkische Außenministerium hat die Bundesregierung für das Dulden eines Festes in Köln kritisiert. In der Domstadt fand am Samstag das Kurdische Kulturfestival „Freiheit für Ocalan“ statt. (Foto: Imago)
Türkei kritisiert Kurden-Fest in Köln

Am Samstag fand das Kulturfestival „Freiheit für Öcalan“ statt.

Das Festival in Köln stand unter dem Motto "Freiheit für Öcalan - einen Status für Kurdistan". (Quelle: t-online.de)


In Deutschland nimmt kaum jemand davon Notiz, dass in Köln Kurden demonstrieren. Ganz anders in Ankara. Dort löst das Festival unter dem Motto "Freiheit für Öcalan" heftige Reaktionen aus.

Aus Protest gegen die Veranstaltung zitierte die Türkei am Samstag den deutschen Botschafter in Ankara ins Außenministerium. Die Türkei verurteile "nachdrücklich", dass die von Sympathisanten der verbotenen PKK organisierte Veranstaltung erlaubt und es geduldet worden sei, "dass dort Terrorpropaganda betrieben wurde" erklärte das Ministerium in einer Mitteilung. Das Auswärtige Amt in Berlin äußerte sich auf Nachfrage nicht zu dem Vorgang.

Kurden fordern Freiheit für PKK-Führer

An dem Kurdischen Kulturfestival in Köln hatten am Samstag laut Polizei mehrere tausend Menschen teilgenommen. Das Festival stand unter dem Motto "Freiheit für Öcalan - einen Status für Kurdistan". Gefordert wurde damit die Freilassung des zu lebenslanger Haft verurteilten Anführers der Kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan.

Das Außenministerium in Ankara warf der Bundesregierung vor, im Kampf gegen den Terrorismus mit "zweierlei Maß" vorzugehen. Obwohl es in Deutschland verboten sei, seien auf der Veranstaltung PKK-Symbole benutzt, Öcalan-Plakate gezeigt und eine "terrorverherrlichende Botschaft von einem der gegenwärtigen PKK-Anführer verlesen" worden.

Das öffentliche Zeigen von Öcalan-Porträts, wie hier 2016 in Köln, ist seit kurzem in Deutschland verboten. (Quelle: dpa/Archivbild/Oliver Berg)Das öffentliche Zeigen von Öcalan-Porträts, wie hier 2016 in Köln, ist seit kurzem in Deutschland verboten. (Quelle: Archivbild/Oliver Berg/dpa)

Die PKK ist in Deutschland seit 1993 als Terrororganisation verboten. Seit kurzem ist zudem das öffentliche Zeigen von Öcalan-Porträts untersagt. Nach einer Demonstration zehntausender Kurden gegen die türkische Regierungspolitik im März in Frankfurt hatte die Polizei nachträglich Ermittlungen eingeleitet. Man habe nicht schon während der Kundgebung eingegriffen, um keine Eskalation zu riskieren, erläuterte damals ein Polizeisprecher. In einem solchen Fall gelte die Regel "Gefahrenabwehr vor Strafverfolgung".

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
News-Video des Tages


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017