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Innenminister de Maizière verurteilt Verbrennung von Israel-Fahnen

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Israel-Fahnen verbrannt  

De Maizière spricht von inakzeptablen Vorfällen

11.12.2017, 09:28 Uhr | dpa

Innenminister de Maizière verurteilt Verbrennung von Israel-Fahnen. Sonntag in Berlin-Neukölln: Demonstranten verbrennen eine Fahne mit Davidstern. (Quelle: dpa/Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V.)

Sonntag in Berlin-Neukölln: Demonstranten verbrennen eine Fahne mit Davidstern. (Quelle: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V./dpa)

Bei zwei Kundgebungen in Berlin werden israelische Flaggen verbrannt. Innenminister de Maizière ist empört und spricht von inakzeptablen Vorfällen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat das Verbrennen israelischer Fahnen bei Anti-Israel-Protesten in Berlin scharf verurteilt. Deutschland sei "dem Staat Israel und allen Menschen jüdischen Glaubens in ganz besonderer Weise verbunden", sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. "Wir akzeptieren nicht, wenn Juden oder der Staat Israel auf diese beschämende Weise beleidigt werden."

Bei einer pro-palästinensischen Demonstration waren am Freitag am Brandenburger Tor israelische Flaggen verbrannt worden. Zehn Menschen wurden festgenommen, zudem Ermittlungen wegen der Verletzung von Hoheitszeichen ausländischer Staaten eingeleitet. Anlass der Kundgebung war die von US-Präsident Donald Trump verkündete Anerkennung Jerusalems als alleinige Hauptstadt Israels. 

Außerdem ging am Sonntagabend am Rande eines Protestzuges von Berlin-Neukölln nach Kreuzberg erneut eine israelische Fahne in Flammen auf. An der Kundgebung nahmen rund 2500 Demonstranten teil.

Die Bundesregierung sei sich "der besonderen Lage im Nahen Osten bewusst", sagte Innenminister de Maizière der "Bild"-Zeitung. "Auch und besonders vor diesem Hintergrund verurteilen wir es auf das Schärfste, wenn im Rahmen der Demonstration Gewalt verübt wird und israelische Flaggen verbrannt werden. In Deutschland gelten die Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Diese Freiheiten müssen aber friedlich ausgeübt werden."

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