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Erderwärmung: Müller erwartet 100 Millionen Flüchtlinge

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Perspektivlosigkeit in Afrika  

Müller erwartet 100 Millionen Flüchtlinge

18.06.2017, 14:50 Uhr | dpa

Erderwärmung: Müller erwartet 100 Millionen Flüchtlinge. Männer sitzen im Mittelmeer an Bord des Rettungsschiffes Golfo Azzuro, nachdem sie von der spanischen Hilfsorganisation "Proactiva Open Arms" gerettet wurden. (Quelle: picture-alliance)

Männer sitzen im Mittelmeer an Bord des Rettungsschiffes Golfo Azzuro, nachdem sie von der spanischen Hilfsorganisation "Proactiva Open Arms" gerettet wurden. (Quelle: picture-alliance)

Entwicklungsminister Gerd Müller erwartet bis zu 100 Millionen Flüchtlinge aus Afrika, sollte die Klimaerwärmung nicht gestoppt werden. Der CSU-Politiker fordert einen "Marshallplan" für den Kontinent.

Zu einer derart großen Fluchtbewegung könne es kommen, falls eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad nicht gelingt, so der CSU-Politiker. Vor allem in Afrika entscheide sich demnach die Zukunft der Welt, sagte der Politiker der "Bild am Sonntag".

Jede Woche wachse die Bevölkerungszahl dort um eine Million. Diesen Menschen müsse dringend eine wirtschaftliche Perspektive in ihren Heimatländern gegeben werden. "Wenn wir weitermachen wie bisher, haben die Menschen in vielen Teilen Afrikas gar keine andere Chance, als sich zu uns auf den Weg zu machen", sagte der CSU-Politiker.

Müller fordert "Marshallplan" für Afrika

Müller fordert einen "Marshallplan", ein groß angelegtes Investitionsprogramm für Afrika. Die Lage dort wird am 7. und 8. Juli in Hamburg auch erstmals ein Schwerpunktthema beim G20-Gipfel sein.

Die Bundesregierung hatte vergangenen Montag beim Gipfeltreffen afrikanischer Staats- und Regierungschefs in Berlin 300 Millionen Euro zugesagt. Damit soll reformorientierten Staaten in Afrika geholfen werden, private Investoren anzulocken. Die Hilfszusage soll die anderen G20-Staaten zu einem stärkeren Engagement auf dem von Konflikten, Flucht und Armut gebeutelten Kontinent bewegen.

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