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Berlin-Prozess: U-Bahn-Treter muss fast 3 Jahre in Haft

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Urteil in Berlin  

U-Bahn-Treter muss knapp drei Jahre in Haft

07.07.2017, 10:22 Uhr | dru, AFP, dpa

Berlin-Prozess: U-Bahn-Treter muss fast 3 Jahre in Haft. Eine Überwachungskamera filmte den brutalen Angriff. Die Aufnahmen sorgten bundesweit für Entsetzen. (Quelle: dpa/Polizei Berlin)

Eine Überwachungskamera filmte den brutalen Angriff. Die Aufnahmen sorgten bundesweit für Entsetzen. (Quelle: Polizei Berlin/dpa)

Der U-Bahn-Treter Svetoslav S. muss zwei Jahre und elf Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Berlin sprach den 28-Jährigen am Donnerstag wegen gefährlicher Körperverletzung schuldig.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Mann am 27. Oktober 2016 eine Studentin mit einem wuchtigen Tritt in den Rücken eine Betontreppe im U-Bahnhof Hermannstraße im Stadtteil Neukölln hinuntergetreten hat.

Die damals 26-Jährige erlitt einen Armbruch und eine Platzwunde am Kopf. Im Prozess hatte sie ausgesagt, sie habe monatelang unter dem Geschehen gelitten. In der ersten Zeit habe sie den Kontakt zur Außenwelt gemieden.

Der Angriff hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Der in Bulgarien aufgewachsene Mann gestand im Prozess und bat um Entschuldigung. Zum Abschluss sagte er am Donnerstag unter Tränen: "Ich weiß nicht, wie so etwas passiert ist."

Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre und neun Monate Haft gefordert. "Es war ein heimtückischer Angriff", befand die Anklage am Donnerstag in ihrem Plädoyer. Die Verteidigung forderte eine Strafe auf Bewährung.Der Angeklagte Svetoslav S. beim Prozess vor dem Landgericht Berlin. (Quelle: dpa/Paul Zinken)Der Angeklagte Svetoslav S. beim Prozess vor dem Landgericht Berlin. (Quelle: Paul Zinken/dpa)

Ein Gutachter stufte den Angeklagten als vermindert schuldfähig ein – wegen einer hirnorganischen Störung nach einem Autounfall sowie wegen Missbrauchs von Alkohol und Drogen. Bei S. soll demnach eine krankhafte seelische Störung vorliegen.

"Die Aussagen des Sachverständigen waren insoweit verständlich, dass man hier von einer erheblich verminderten Schuldfähigkeit auszugehen hat", befand die Anklage, betonte aber zugleich: Mit der Tat gehe "ganz stark eine Einschränkung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung einher".

Der Angreifer war durch Aufnahmen einer Überwachungskamera ermittelt worden. Dies zog Forderungen nach verstärkter Videoüberwachung an öffentlichen Orten nach sich, um Kriminelle zu fassen.

Nach dem Angriff war der Angreifer zunächst geflüchtet, wurde aber kurz vor Weihnachten in Berlin gefasst, als er mit einem Bus aus Frankreich ankam.

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