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Erdbeben in Italien: Zahl der Toten steigt weiter - "eine Tragödie"

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Erdbeben in Italien  

Zivilschutz meldet mindestens 120 Todesopfer

24.08.2016, 12:35 Uhr | dpa, rtr, AP, AFP

Erdbeben in Italien: Zahl der Toten steigt weiter - "eine Tragödie". Amatrice ist einer der am stärksten zerstörten Orte.  (Quelle: AP/dpa)

Amatrice ist einer der am stärksten zerstörten Orte. (Quelle: AP/dpa)

Ein schweres Erdbeben mit einer Stärke von mehr als 6 hat das Zentrum Italiens erschüttert. Laut Zivilschutz sind mindestens 120 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 100 werden vermisst. Die Menschen wurden im Schlaf überrascht. Tausende sind jetzt obdachlos.

Das Erdbeben hatte in der Nacht vor allem kleinere Orte in der Apennin-Region in Mittelitalien getroffen. Bilder zeigten verwüstete Dörfer. Die meisten Opfer gebe es in der Region zwischen Accumoli und Amatrice, sagte eine Sprecherin der Zivilschutzbehörde.

Die Rettungsdienste konnten einige Orte in der bergigen Gegend nur schwer erreichen. Helfer suchten mit bloßen Händen in den Trümmern völlig zerstörter Häuser nach Opfern. 

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"Es ist eine Tragödie"

"Jetzt, wo die Sonne aufgegangen ist, sehen wir, dass die Lage schlimmer ist als befürchtet", sagte Stefano Petrucci, Bürgermeister des betroffenen Ortes Accumoli. Dort wurden mindestens sechs Menschen getötet. "Es ist eine Tragödie hier", sagte Petrucci. 

Nach ersten Schätzungen sind mehrere Tausend Menschen obdachlos. Allein in Accumoli hätten nun 2500 Menschen kein Dach über dem Kopf, so Petrucci. Es sei kein einziges Haus mehr bewohnbar. "Wir müssen eine Zeltstadt für die gesamte Bevölkerung organisieren", sagte der Bürgermeister der Nachrichtenagentur Ansa zufolge. "Obwohl August ist, herrschen hier nachts zehn Grad."

In Amatrice wurden fünf Leichen geborgen. Zehn Menschen starben allein in dem Ort Pescara del Tronto, wie der Zivilschutz berichtete.

"Wir bereiten einen Ort für die Leichen vor"

Der Bürgermeister von Amatrice, Sergio Pirozzi, sagte dem Nachrichtensender RaiNews24: "Drei Viertel des Ortes sind weg." Straßen seien blockiert und der Strom ausgefallen. Ein Einwohner berichtete dem Sender: "Alles ist kaputt." Der Bürgermeister befürchtet, dass noch viele Menschen unter den Trümmern liegen. "Wir bereiten einen Ort für die Leichen vor", sagte er. 

Der malerische Ort wird vornehmlich von Bewohnern der Hauptstadt besucht, die im August der Hitze Roms entfliehen. Amatrice liegt in den Bergen, rund 50 Kilometer von L'Aquila entfernt, wo 2009 mehr als 300 Menschen bei einem Erdbeben starben.

Mehrere Nachbeben in der Nacht

Der Erdstoß mit Zentrum in der Provinz Rieti war in der Nacht zu Mittwoch in den Regionen Latium, Umbrien, den Marken, den Abruzzen und bis nach Rom zu spüren. Vielerorts stürzten Gebäude ein, während Bewohner schliefen. Menschen rannten in Panik auf die Straßen. Mehrere Nachbeben hielten die Region in Atem.

 (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Auch Krankenhäuser wurden laut Nachrichtenagentur Ansa beschädigt. Ein kleines Hospital in Amatrice musste evakuiert werden. Auch in anderen Orten der Region wurden am Mittwoch beschädigte Krankenhäuser und Seniorenheime geräumt.

Das Epizentrum des Bebens lag laut Ansa bei Accumoli, ungefähr 150 Kilometer nordöstlich von Rom. Das Beben um etwa 3:30 Uhr hatte nach Angaben des Geophysischen Instituts Potsdam eine Stärke von 6,1 und lag in einer vergleichbar geringen Tiefe von zehn Kilometern. Die italienische Erdbebenwarte gab eine Stärke von 6 und eine Tiefe von nur vier Kilometern an. Die US-Erdbebenwarte USGS sprach von der Stärke 6,2.

Mehrere Nachbeben folgten in der Nacht, auch in Rom schwankte gegen 4:30 Uhr erneut der Boden. Laut US-Erdbebenwarte hatte eines der Nachbeben die Stärke 5,5.

Der Chef des Zivilschutzes, Fabrizio Curcio, habe ein Notfall-Komitee einberufen, teilte die italienische Regierung mit. Bei den Feuerwehren gingen zahlreiche Anrufe ein. 

Nach Angaben der Feuerwehr dürften neben Accumoli und Amatrice auch Posta und Arquata del Tronto am schwersten betroffen sein.

Vergleichbar mit 2009

Curcio sprach von einem "schweren" Beben, es sei vergleichbar mit dem in der Stadt L'Aquila im Jahr 2009. Damals kamen mehr als 300 Menschen ums Leben. Das jetzige Beben sei aber vermutlich weniger fatal, weil die Gegend nicht so stark bevölkert ist.

Italien wird auf Grund seiner geografischen Lage immer wieder auch von schweren Erdbeben erschüttert.



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