Sie sind hier: Home > Ratgeber > Finanzen > Finanztipps >

EC-Karte verloren: Das ist jetzt zu tun

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Schnell handeln  

EC-Karte verloren: Das ist zu tun

| mb (CF)

Es ist immer ärgerlich, wenn Sie Ihre EC-Karte oder Ihre Girocard verloren haben. Umso wichtiger ist es, dass Sie richtig und vor allem schnell reagieren. Der Verlust einer Bankkarte ist umgehend zu melden. Stellen Sie sicher, dass Ihre EC-Karte gesperrt wird, damit kein Missbrauch erfolgen kann.

Karte sofort sperren lassen

Wenn Sie Ihre Girocard verloren haben oder sie gestohlen wurde, lassen Sie sie umgehend sperren. Dafür gibt es innerhalb Deutschlands einen allgemeinen Sperr-Notruf:

EC-Karte verloren: Das ist jetzt zu tun. Spätestens beim nächsten Gang zum Geldautomaten fällt die fehlende Karte auf. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Spätestens beim nächsten Gang zum Geldautomaten fällt die fehlende Karte auf. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

  • 116 116 (gebührenfrei innerhalb Deutschlands)
  • +49 116 116 (gebührenpflichtig aus dem Ausland)

Dieser Sperr-Notruf gilt auch für andere sperrbare Medien wie Visa- oder MasterCard-Kreditkarten, Handys, Krankenkassenkarten, Mitarbeiterausweise, Kundenkarten sowie zur Sperrung der elektronischen Identiätsfunktion des neuen Personalausweises. Voraussetzung ist, dass sich der Herausgeber des Mediums dem Sperr-Notruf angeschlossen hat und die Vermittlungskosten übernimmt, wie "sperr-notruf.de" erklärt.

Welche Informationen muss ich bei der Sperrung bereithalten?

Beim Sperr-Notruf müssen Sie keine persönlichen Daten wie Name, Kontonummer oder Passworte nennen. Es wird lediglich danach gefragt, welche Bank die Karte ausgestellt hat. Nach der Weitervermittlung an die Bank benötigen Sie Ihre Kontonummer und sollten Ihren Personalausweis bereit halten. Auch Ort, Datum und Uhrzeit des Verlusts und Hinweise auf bereits vorgenommene Abbuchungen werden unter Umständen abgefragt, so "financescout24.de".

Bei einem Verlust Ihrer EC- oder Girokarte können Sie sich natürlich auch immer direkt an Ihre Hausbank wenden und in die nächste Filiale gehen. Jede Bank hat zudem eine eigene Nummer für die Kartensperrung. Diese Nummer benötigen Sie auch, wenn Sie die Karte wieder entsperren lassen wollen. Dies ist über den allgemeinen Sperr-Notruf nicht möglich. 

EC-Karte sperren: Welche Kosten entstehen?

Bei den meisten Banken ist das Sperren der Karte kostenlos. Das Ausstellen einer neuen Karte ist hingehen mit Gebühren von bis zu 30 Euro verbunden. Die Kosten sind je nach Bank unterschiedlich hoch. Manche Finanzinstitute raten deshalb dazu, vor Beantragung einer neuen Karte eine Woche zu warten. Denn oftmals werden verlorene Karten gefunden und abgegeben. Zudem bekommen Sie mit einer neuen Karte auch eine neue Pin, die sich sich merken müssen. Einige Banken bestellen mit der Sperrung einer Karte automatisch eine neue Karte. Bei anderen müssen Sie die Nachbestellung selbst anfordern. Stellen Sie bei der Sperrung Ihrer Karte daher vorab sicher, welches Verfahren zur Neubestellung einer Karte Ihre Bank verfolgt. 

Wer übernimmt die Haftung durch Schäden?

Die Sperrung der EC- oder Girokarte wird vor allem deshalb vorgenommen, um zu verhindern, dass ein Unberechtigter Geld an einem Geldautomaten abhebt. Dazu benötigt er allerdings die PIN. Die Wahrscheinlichkeit diese beim ersten Versuch zu erraten, liegt bei eins zu zehntausend, weshalb die Gefahr eines Missbrauchs sehr gering ist. Wenn der Täter durch nachlässiges Verhalten jedoch Kenntnis über die PIN hat, kommt die Bank für den Schaden nicht auf. Folgende Regelungen gelten:

  • Wird erst nach der Sperrung Geld vom Bankautomaten abgehoben, trägt die Bank den Schaden. 
  • Wird vor der Sperrung Geld abgehoben, kommt es darauf an, ob der Karteninhaber fahrlässig gehandelt hat.
  • Für Schäden bis zu 150 Euro muss der Karteninhaber grundsätzlich selbst haften. 

Grobe Fahrlässigkeit ist beispielsweise gegeben, wenn Sie sich die PIN auf die Karte geschrieben oder zusammen mit der Karte aufbewahrt haben. Bei Sperrung der Karte werden Sie daher meist zu dazu befragt. Generell liegt die Beweislast bei einer unberechtigten Abhebung beim Karteninhaber. Da es nur sehr schwierig zu beweisen ist, dass die PIN sicher vor fremden Zugriff verwahrt wurde, geben die Gerichte meist den Banken Recht. 

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
UMFRAGE
Geldanlage, Kredite & Co.: Kennen Sie sich aus?

Shopping
Shopping
Trendige Sofas und Couches für jeden Geschmack
reduzierte Angebote entdecken bei ROLLER.de
Shopping
Vom Fleck weg gekauft: Hoover Haushaltsgeräte
OTTO.de
Unsere Ratgeber-Themen von A bis Z
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Ratgeber > Finanzen > Finanztipps

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017