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Psychosomatische Schmerzen betreffen - wie das Wort schon andeutet - zum einen die Psyche und zum anderen den Körper (vom lateinischen Wort Soma). Psychosomatische Bauchschmerzen haben dementsprechend seelische Ursachen und körperliche Auswirkungen. Was Sie dagegen tun können und warum psychosomatische Bauchschmerzen besonders häufig bei Kindern auftreten, erfahren Sie hier.
Die meisten Schmerzen haben eine konkrete, oft körperliche Ursache. Gegen sie kann gezielt vorgegangen und die Schmerzen somit behandelt werden. Anders verhält es sich mit psychosomatischen Schmerzen. Hierbei gibt es eine psychische Ursache, die körperliche Schmerzen hervorruft. Dabei spielt Angst häufig eine große Rolle. Treten solche Schmerzen auf, bewirken sie oft eine depressive Stimmungsveränderung und belasten die Psyche noch mehr. Das wiederum führt zu einer Verstärkung der wahrgenommenen Schmerzen. Das vegetative Nervensystem ruft zudem häufig Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Schwindel, Ohrgeräusche, Konzentrationsstörungen oder Herzrasen hervor. (Bauchschmerzen: Diese Lebensmittel können schuld sein)
Psychische Probleme können konkrete körperliche Schmerzen wie Bauchschmerzen hervorrufen. Häufigste Ursache für psychosomatische Bauchschmerzen ist Stress. Stress wirkt sich nämlich häufig auf den Magen- und Darmtrakt des Menschen aus. Magen- und Darmprobleme sind wiederum die häufigste Ursache von Bauchschmerzen. Falls Sie häufig unter Bauchschmerzen leiden, sollten Sie im ersten Schritt Ihre Lebensweise infrage stellen. Beobachten Sie, ob Ihre Bauchschmerzen nur in Phasen von hoher Stressbelastung auftreten, oder ob häufige Schmerzen durch die Belastung noch verstärkt werden.
Eine Therapie psychosomatischer Bauchschmerzen muss, wie bei anderen Schmerzformen auch, an der Ursache ansetzen. Zusätzlich zu einer Behandlung der körperlichen Symptome sollten Sie daher auf jeden Fall psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Ansonsten behandeln Sie nur das Symptom, nicht die Ursache. In erneuten Stressphasen könnten Ihre Schmerzen dann wiederkehren oder sogar verstärkt auftreten. Gehen Sie nicht leichtfertig mit psychosomatischen Bauchschmerzen um. Diese könnten im schlimmsten Fall chronisch werden oder akute Erkrankungen wie Magengeschwüre begünstigen. (Bauchschmerzen im Unterleib: Leid vieler Frauen)
Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt jeder fünfte Schüler in Deutschland psychosomatische Beschwerden, berichtet die "Ärztezeitung". Dazu gehören besonders häufig psychosomatische Bauschschmerzen. Dahinter steckt bei Kindern meist eine Angststörung, zum Beispiel Angst vor Mitschülern oder Lehrern, Angst vor dem Versagen aufgrund eines hohen Leistungsdrucks oder Trennungsängste. Werden psychosomatische Beschwerden bei Kindern nicht behandelt, können Depressionen oder soziale Phobien die Folge sein.
Therapien von psychosomatischen Bauchschmerzen bei Kindern erfordern unterschiedliche Maßnahmen: Auch hier gilt es, die körperlichen Schmerzen auf der einen Seite sowie die psychischen Ursachen auf der anderen Seite zu behandeln. Wenn Sie psychosomatische Ursachen für Bauchschmerzen bei Ihrem Kind vermuten, ziehen Sie einen Arzt zurate und nehmen Sie gegebenenfalls therapeutische Hilfe für Ihr Kind in Anspruch.
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Quelle: sk (CF)
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