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Windpocken: Ansteckung, Inkubationszeit, Übertragung

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Windpocken: Ansteckung, Inkubationszeit, Übertragung

| me (CF)

Die Windpocken sind eine hochansteckende Krankheit. Der Name kommt daher, dass sie zu den sogenannten "fliegenden Infektionen" gehört und quasi über den Wind hinweg übertragen werden kann. Lesen Sie hier einige nützliche Hinweise zur Inkubationszeit, Ansteckung und Übertragung der Kinderkrankheit.

Inkubationszeit beträgt rund zwei Wochen

Windpocken werden vom hochansteckenden Varizella-Zoster-Virus ausgelöst. Haben Sie sich mit dem Virus infiziert, beträgt die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und den ersten Symptomen, zwischen 8 und 28 Tagen. In den meisten Fällen treten die ersten Symptome aber nach einer Inkubationszeit von 14 bis 16 Tagen auf, also etwa zwei Wochen nach Ansteckung. Dann kommt es zu den ersten erkältungsähnlichen Beschwerden sowie zu dem für Windpocken charakteristischen Hautausschlag.

Windpocken: Ansteckung, Inkubationszeit, Übertragung. Die meisten Menschen werden als Kinder im Vorschulalter mit Windpocken infiziert (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die meisten Menschen werden als Kinder im Vorschulalter mit Windpocken infiziert (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nachdem die Windpocken überstanden sind, bleibt der Virus in der Regel noch im Körper und kann unter Umständen noch Jahrzehnte später in Form einer Gürtelrose ausbrechen. Der Varizella-Zoster-Virus ist nämlich sowohl für die Windpocken als auch für Gürtelrose verantwortlich.

Ansteckung über Tröpfcheninfektion

In der Regel erfolgt eine Ansteckung mit Windpocken durch den direkten Kontakt zu erkrankten Menschen. Die Übertragung geschieht dabei über Tröpfcheninfektion, wobei virushaltige Tröpfchen, die beim Atmen oder Husten ausgestoßen werden, die Krankheit verteilen. Auf dem Luftweg kann der Virus mehrere Meter weit übertragen werden und führt dabei so gut wie immer zu einer Ansteckung. Es reicht, bereits eine Stunde im gleichen Zimmer mit einer infizierten Person zu verbringen.

Da Windpockenviren äußerst lange in der Luft überleben können, ist die Ansteckungsgefahr enorm hoch. "Das Virus kommt endemisch in der Bevölkerung vor und wird vor allem während saisonaler Häufungen – in gemäßigten Breitengraden im Winter und Frühjahr – übertragen", fasst das Robert-Koch-Institut (RKI) in einem Bericht zusammen. Sie können sich theoretisch überall mit dem Virus infizieren - besondere Gefahr besteht in der Schule und im Krankenhaus sowie an öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Möglich: Schmierinfektion und Übertragung bei der Geburt

Eine weitere Übertragungsmöglichkeit der Viruserkrankung ist die sogenannte Schmierinfektion. Hier geschieht die Ansteckung über direkten Kontakt mit der virushaltigen Flüssigkeit im Inneren der Hautbläschen. Auch die Krusten sind bereits hoch ansteckend.

Möglich – aber selten – ist eine sogenannte diaplazentare Übertragung der Windpocken. Dabei handelt es sich um die Übertragung der Windpockenviren von der Mutter zum ungeborenen Kind. "Eine diaplazentare Übertragung ist selten, kann aber in etwa ein bis zwei Prozent der Varizellenerkrankungen bei Schwangeren zum fetalen Varizellensyndrom führen, sofern die Erkrankung zwischen der 5. und 24. Schwangerschaftswoche aufgetreten ist", so das RKI weiter in seinem Bericht.

Windpocken: Mehrere Tage lang ansteckend

Haben sich Personen mit Windpocken infiziert, können die Betroffenen laut dem RKI bereits ein bis zwei Tage vor dem Ende der Inkubationszeit beziehungsweise vor Ausbruch des ersten Hautausschlags ansteckend sein. Die Ansteckungsgefahr besteht im Normalfall aber von 7 bis 10 Tagen nach Bildung der ersten Hautbläschen und etwa 5 bis 7 Tage nach der letzten Hautveränderung.

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