Die kreisfreie Stadt Chemnitz liegt im Südwesten von Sachsen und ist die drittgrößte Stadt des Bundeslandes. Sie tauschte ihren Namen zu DDR-Zeiten für knapp 40 Jahre gegen Karl-Marx-Stadt, bevor die Einwohner den alten Namen zurückverlangten. Chemnitz ist außerdem ein Technologiestandort mit dem Schwerpunkt Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau. Aber auch touristisch gesehen gibt es hier viel zu entdecken.

Geschichte von Chemnitz
Historiker datieren die erste urkundliche Erwähnung von Chemnitz ins Jahr 1143 n. Chr. Die kleine Siedlung, deren Name sich von dem Fluss Kamenica ableitet, entwickelte sich im 19. und 20. Jahrhundert zu einer wichtigen Industriestadt. Die historische Innenstadt wurde während des Zweiten Weltkriegs durch Luftangriffe zu 80 Prozent zerstört. Daraufhin ließ die Regierung der DDR einige Bauten rekonstruieren wie das Alte Rathaus, das Siegertsche Haus am Markt, den Roten Turm und das Opernhaus. Unter kommunistischer Führung kam es aber auch zu einigen Neuerungen wie beispielsweise beim Stadtnamen.

Umbenennung in Karl-Marx-Stadt
In einem Staatsakt am 10. Mai 1953 machte Ministerpräsident Otto Grotewohl die Namensänderung von Chemnitz in Karl-Marx-Stadt offiziell. Er begründete die Namensänderung mit den starken Traditionen der Arbeiterbewegung in Chemnitz und den Leistungen der Stadt beim Neuaufbau unter sozialistischer Führung. Zeitgleich wurden auch der Bezirk und der Kreis in Bezirk Karl-Marx-Stadt und Kreis Karl-Marx-Stadt umbenannt.

Schon in den 1980er Jahren wurde der Wunsch nach Wiedereinführung des historischen Stadtnamens laut. Die Bewegung konnte sich durchsetzen. Nach dem Mauerfall stimmten die Einwohner bis zum 22. April 1990 auf Karten ab, welchen Namen die Stadt tragen soll. Das neue, demokratisch gewählte Stadtparlament beschloss auf seiner ersten Sitzung am 1. Juni 1990 die Rückbenennung von Karl-Marx-Stadt in Chemnitz. 76 Prozent hatten zuvor dafür gestimmt.

Technologie und Wirtschaft
Chemnitz gilt als Wiege des deutschen Maschinenbaus und war bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs der wichtigste Maschinenbaustandort Deutschlands. Hier steht eine der ältesten Werkzeugmaschinenfabriken der Bundesrepublik: die 1852 von David Gustav Diehl gegründete Union Werkzeugmaschinen GmbH. Bereits 1850 befanden sich 62 Prozent aller sächsischen Maschinenbaufabriken in Chemnitz.

Von 1936 bis 1948 hatte die 1932 gegründete Auto Union AG ihren Sitz in der sächsischen Stadt. Als Nachfolger gilt das VEB IFA-Kombinat PKW Karl-Marx-Stadt und das Wissenschaftlich Technische Zentrum Automobilbau (WTZ). Weitere wirtschaftlich bedeutende Firmen mit Sitz in Chemnitz sind SITEC Industrietechnologie, ESKA Schraubenwerke, Hydroforming Chemnitz, Anchor Lamina, Niles Simmons sowie die IAV Ingenieurgesellschaft.

Seit 1995 entstanden in Chemnitz und der Region mehr als 7.000 neue Unternehmen. Auch das Volkswagen-Motorenwerk sowie Hörmann Rawema ließen sich hier nieder. Damit zählt Chemnitz in Mitteldeutschland zu den am stärksten industrialisierten Regionen. Es besteht eine enge Vernetzung der Kernbranchen Automobilindustrie und Maschinenbau und den ansässigen Unternehmen im Bereich Werkstoff- und Beschichtungstechnik, Metallverarbeitung, Automatisierungstechnik und Mikrosystemtechnik.

Wandern im Erzgebirge
Was Chemnitz neben seiner guten wirtschaftlichen Lange für Einwohner aber auch für Touristen attraktiv macht, ist die Nähe zum Erzgebirge. Rund 5.000 km markierte Wanderwege ziehen sich durch das 5.262 km² große Gebiet. Darunter der Europäische Fernwanderweg E3, der Internationale Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach–Budapest sowie der Kammweg Erzgebirge–Vogtland. Auch die Gegebenheiten für ausgedehnte Radtouren oder anspruchsvollen Wintersport fördern den Tourismus.

Weitere Tourismus-Highlights
In Chemnitz selbst bieten die unterschiedlichen Stadtteile und Viertel ebenfalls jede Menge Sehenswürdigkeiten. Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist das 1971 eingeweihte Karl-Marx-Monument des russischen Künstlers Lew Kerbel. Aber auch die restaurierte Altstadt mit dem mittelalterlichen Roten Turm, dem spätgotischen Alten Rathaus, der benachbarten Stadtkirche St. Jakobi oder dem Siegertschen Haus mit seiner prachtvollen Barockfassade sind einen Besuch wert. Das Schauspielhaus, die Oper und die Stadthalle Chemnitz bieten Touristen sowie Einheimischen kulturelle Höhepunkte mit ihrem vielseitigen Programm.

Im Industriemuseum Chemnitz wartet eine umfangreiche Sammlung der sächsischen Industriegeschichte auf Besucher. Wissenswertes über die industrielle Entwicklung gibt es auch im Sächsischen Eisenbahnmuseum, im Museum für sächsische Fahrzeuge in den historischen Stern-Garagen, in den Gebäuden der Wanderer-Werke AG sowie in den Presto-Werken, in die in den 1930er-Jahren die Auto Union einzog.

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt, ihre Veranstaltungen, Messen und die Nähe zum Erzgebirge ziehen zahlreiche Touristen und Geschäftsreisende an. Jährlich besuchen knapp 215.000 Gäste die Stadt und bleiben im Schnitt zwei Tage.

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