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Übernachten bei den weißen Löwen: Wildnis und Luxus an Südafrikas Wild Coast

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Übernachten bei den weißen Löwen

24.11.2011, 13:40 Uhr | Anne Jäger

Übernachten bei den weißen Löwen: Wildnis und Luxus an Südafrikas Wild Coast. Wildnis und Luxus im Inkwenkwezi (Quelle: A. Jäger/Inkwenkwezi Private Game Reserve)

Wildnis und Luxus im Inkwenkwezi (Quelle: A. Jäger/Inkwenkwezi Private Game Reserve)

Über 600 Wildtierreservate gibt es in Südafrika – darunter viele Berühmtheiten wie den "Krüger-Nationalpark" oder den "Addo Elefant National Park". Doch unter dieser Vielzahl gibt es auch ein privates Reservat, das mit rund 4200 Hektar Fläche eher zu den kleineren Kalibern zählt und dennoch mit den großen mithalten kann: das "Inkwenkwezi Private Game Reserve". Wer hier seine Tage in Südafrika verbringt, erlebt Wildnis, Abenteuer und Luxus. Ein Widerspruch in sich? Ganz und gar nicht. Sehen Sie das "Inkwenkwezi" auch in unserer Foto-Show.

Luxus und Wildnis

Die ersten Lichtstrahlen fallen durch die Öffnung des Zeltes. Zu hören ist nichts - keine Autos, keine Stimmen, kein Fluglärm. Nur Vogelgezwitscher und das Rauschen eines Baches, der über Nacht durch einen Regenschauer zu einem reißenden Fluss mutiert ist, dringen ins Ohr. Sieben luxuriöse Zelte gibt es im "Inkwenkwezi" an der Wild Coast Südafrikas, und diese lassen kaum Wünsche offen. Selbst Toilette, Dusche und Badewanne sind in der Unterkunft enthalten. Wer durstig ist, greift in den Kühlschrank, wer schwitzt, schaltet die Klimaanlage ein, und wer nachts leicht fröstelt, nutzt die beheizbare Bettdecke. Doch das luxuriöseste an allem sind die Abgeschiedenheit und die Stille. Öffnen Urlauber das Zelt und treten hinaus auf die eigene Terrasse, können sie einen tiefenentspannenden Blick über den Akazienwald genießen.

Zum Frühstück gibt es schon mal gefiedertes Geleit

Die beiden Brüder Keith und Graham Stanton haben in den achtziger Jahren begonnen, benachbarte Grundstücke von Farmern aufzukaufen und ihren Traum vom "Inkwenkwezi Private Game Reserve" zu verwirklichen.  Heute leben über 40 verschiedene Wildtierspezies auf dem Gelände. Und so kann es auch passieren, dass Gästen auf dem Weg vom ihrem Zelt zum Frühstück ein Vogelstrauß über den Weg läuft, der gut und gerne zwei Köpfe größer ist. Trägt er braunes Gefieder, handelt es sich um ein Weibchen, das sich gefahrlos passieren lässt. Schwarzes und weißes Gefieder? Treten Sie am besten vorsichtig den Rückweg an.

Es kommt garantiert keine Langeweile auf

Nach dem Frühstück in der "Sunset Lapa", einem typisch afrikanischem Versammlungshaus mit steinernen Wänden und Strohdach, können die Gäste entweder zunächst auf der weitläufigen Terrasse den Ausblick genießen. Oder sie entscheiden sich für eine der vielen angebotenen Aktivitäten, die im Preis enthalten sind und die das "Inkwenkwezi" so einmalig machen: Mit dem Quad die Gegen erkunden, bei einem Spaziergang mit einem Fachkundigen die Vogelwelt erforschen, Mountainbike fahren, durch das Reservat reiten, Kanu fahren oder eine typische Safari mit dem Geländewagen unternehmen. Immer mit dabei ist ein ausgebildeter Ranger, der individuell auf die Wünsche der Gäste eingeht und das Reservat kennt wie seine eigene Westentasche.

Im Löwengehege bloß nicht aufstehen

Roger Gordon ist einer dieser Wildlife-Ranger. Er fährt Gäste des "Inkwenkwezi" mit seinem Allradbetriebenen Geländewagen zielsicher durch Sträucher und Bachläufe und klärt die Touristen über die südafrikanische Flora und Fauna auf. Aber auch wenn sich mal ein achtbeiniges Krabbeltier ins Zelt verirrt, ist Roger zur Stelle. Eines der Highlights des Reservats ist das rund 100 Hektar große Raubtiergehege: Hier leben momentan 17 Löwen, darunter zehn weiße. Träge liegen sie in Grüppchen zwischen Sträuchern und Bäumen. Sie gähnen und schenken den Touristen nicht mehr Aufmerksamkeit als ein kurzes Zwinkern. Das ist auch gut so – ist man in dem offenen Geländewagen unterwegs, beruhigt es zu wissen, dass die 250 Kilogramm schweren Raubkatzen diese Woche schon etwas zwischen den Beißern hatten. Ein Rind pro Woche gehören zum Speiseplan der 17 Tiere. Die Überreste einiger Löwen-Mahlzeiten liegen noch auf dem Weg durchs Gehege – der Geruch steigt beißend in die Nase. "Zum Füttern nehmen wir ein anderes Auto", erklärt Roger. Und so lange niemand auf die Idee kommt, sich von seinem Platz zu erheben, sähen die Löwen das Safari-Gefährt als großes harmloses Tier, vermutet der 29-Jährige. Aufstehen? Auf die Idee kommt zwei Meter entfernt von scharfen Krallen und Zähnen sowieso keiner.

Ein Spaziergang mit Elefanten

Ebenso spannend wie ein Ausflug zu den Löwen ist ein Ausflug zu den Elefanten. Gemächlich schlendern Ramadiba, Mopani und Matomo durch das Gestrüpp, bleiben hier und da stehen, und reißen mit ihren Rüsseln Zweige ab, um sie anschließend zu fressen. Begleitet werden sie von Rangern, die darauf achten, dass die tonnenschweren Tiere keine gefährdeten Bäume beschädigen. Ein kurzes verbales Signal und der Dickhäuter gehorcht und bekommt dafür Leckerli. Oder er gehorcht nicht – und bekommt kein Leckerli. Alle drei Elefanten sind schon als Jungtiere in der Obhut von Menschen aufgewachsen. Sie sind trainiert. Das heißt jedoch nicht, dass sie Kunststücke gelernt haben wie Zirkustiere. Sie reagieren auf die Befehle der Ranger und werden belohnt, niemals jedoch bestraft.

Tonnenschwere Tiere mit erstaunlichem Gedächtnis

Niemals zwischen den Elefanten oder hinter dem Dickhäuter stehen, der an letzter Stelle läuft – das könnte zu Unfällen führen. Doch wer diese Regeln beachtet, kann Unvergessliches erleben: Einen Spaziergang mit Elefanten. Neugierig erkunden sie Besucher mit ihrem Rüssel oder klauen Baseballcaps, um für die Rückgabe mit einem Schmankerl belohnt zu werden. Die Kappe von Thulani Yeko klaut Ramadiba am liebsten. Ein kurzes Stichwort und Ramadiba rückt die Kopfbedeckung raus. "Die Elefanten verstehen englisch und simbabwisch", erklärt Thulani. Der Wildtierhüter arbeitet seit fünf Jahren mit den Dickhäutern, so lange sind sie schon im "Inkwenkwezi" beheimatet. "Ich habe mich niemals bedroht gefühlt", berichtet Thulani. Er kennt ihre Körpersprache; weiß wann sie gut gelaunt sind und wann nicht. Und Thulani weiß auch, dass Elefanten ein unheimlich großes Gedächtnis haben. "Sie erinnern sich an dich", sagt er. "Wie lange?", wollen die Touristen wissen. "Sie werden sich beim nächsten Besuch an dich erinnern."

Weitere Infos

Das "Inkwenkwezi" Private Game Reserve: Schafli Road, East Coast, East London, South Africa, Tel:+27 (0) 43 734 3234 E-Mail: pgr@inkwenkwezi.co.za , http://www.inkwenkwezi.com/

Preise: Eine Nacht in einem der sieben luxuriösen Valley Camp Zelte kostet pro Person zwischen umgerechnet 125 und 205 Euro. Die etwas kostengünstigeren Bush Camp Zelte schlagen mit 107 bis 161 Euro pro Person pro Nacht zu Buche.

Reisezeit: Die beste Reisezeit liegt zwischen November und Dezember, wenn viele Tiere Junge haben. Der Mai verspricht jedoch das beste Wetter.

Anreise: South African Airways fliegt täglich nonstop über Nacht von Frankfurt und München nach Johannesburg. Buchungen unter flysaa.com oder Tel. 069/29980320. Preise ab 670 €. Es lohnt sich ein Anschlussflug nach East London, von dort aus sind es rund 40 Minuten mit dem Auto bis zum "Inkwenkwezi".

Währung: In Südafrika ist der Rand die gültige Währung.

Weitere deutschsprachige Informationen zu Südafrika sind erhältlich unter: www.dein-suedafrika.de sowie der kostenfreien Service-Nummer 0800 118 9 118. Aktuelle Reiseangebote deutscher Veranstalter unter www.tierischsuedafrika.de

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