Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Reisemagazin > Aktivurlaub >

Wandern mit ungewöhnlichen tierischen Begleitern

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Mit Husky und Rentier auf zum Wandern

28.12.2012, 16:05 Uhr | Sibylle von Kamptz, srt, trax.de

Wandern mit ungewöhnlichen tierischen Begleitern. Wandern mit vierbeinigen Freunden: Mit Husky, Rentier & Co unterwegs. (Quelle: Mountain Wolf)

Die gutmütigen Tiere sind nicht nur zum Kuscheln da: Mit Husky, Rentier und Co wird das Wandern auch für Kinder zum Spaß. (Quelle: Mountain Wolf)

"Wandern? Wie langweilig!", wird wohl so mancher Elternteil im letzten Familienurlaub schon von ihrem Sprössling zu hören bekommen haben. Doch vielerorts in Deutschland, Österreich und in der Schweiz gibt es jetzt Möglichkeiten, die große Wandertour für den Nachwuchs spannender zu machen und zwar mit tierischen Begleitungen. Und wenn diese noch so ungewöhnlich ist wie die Schneetiere Husky und Rentier oder auch die vierbeinigen Freunde wie Esel, Lamas, Kamele oder Kühe. da wird kein Kind mehr vom langweiligen Wandern sprechen. Sechs Tipps für tierische Wanderungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie auch in unserer Foto-Show.

Österreich: Im Böhmerwald auf den Hund gekommen

Im Winter sind sie in ihrem Element: Huskys sind kälteunempfindlich und überzeugen durch ihre Leistungsstärke. Aber es muss ja nicht gleich zum Nordpol gehen - Schlittenhundetouren machen auch im Böhmerwald Spaß. Auf der Mountain Wolf Farm in Aigen in Oberösterreich leben 30 Schlittenhunde. Wer mit Angel, Firo und Balto die fünf Kilometer in Angriff nimmt, der benötigt durchaus Ausdauer: Wenn es bergauf geht, muss jeder Musher - Lenker des Schlittenhundegespanns - die Hunde unterstützen und mitlaufen. Buchbar sind verschiedene Arrangements - vom Familienschnuppertag bis hin zur viertägigen Böhmerwald-Expedition, bei der 60 bis 80 Kilometer zurückgelegt werden und im Freien übernachtet wird

Osnabrück: Woher kommt wohl der Ausdruck "sturer Esel?"

Als sanftmütig, aufmerksam, geduldig und ruhig beschreibt Brigitte Priesmeier aus Stemwede bei Osnabrück ihre acht Esel, die mit den Gästen wandern. Stur seien sie dagegen nicht - eher nachdenklich: "Mit ihrer gemächlichen Art helfen sie, die Umwelt besser wahr zu nehmen." Wer einen Esel führe, der könne an seinen Ohren erkennen, was gerade in ihm vorgeht. "Da vergisst man ganz schnell die Hektik des Alltags", erklärt Brigitte Priesmeier, die auch therapeutische und pädagogische Programme mit den Eseln anbietet. Je nach Länge der gebuchten Trekking-Tour geht es zum Dümmer See oder durch den Höhenzug Stemweder Berg. Sind die Wanderer leichter als 70 Kilo, dann dürfen sie bei den Großeseln streckenweise auch aufsitzen.

Kraichgau: Mit Alpakas durch die Badische Toskana

Gemächlich lassen es auch die Alpakas angehen, mit denen es bei einer geführten Wanderung durch das "Land der 1000 Hügel" im Norden Baden-Württembergs geht. Die Schwielensohler mit dem flauschigen Fell verströmen eine unwiderstehliche Ruhe, die einen die Landschaft mit anderen Augen erleben lässt. Züchter Christian Schmid erzählt während der Tour Wissenswertes über die Besonderheiten der tierischen Weggefährten, von denen in Deutschland nicht viele Exemplare gehalten werden, die in der Kraichtaler Gemeinde Bahnbrücken seit 2010 aber inzwischen zum gewohnten Bild geworden sind. Das Angebot ist für Kinder, Jugendliche, Behinderte, Senioren oder auch ganze Familien geeignet. Seit März 2012 sind, ausgestattet mit Sturmlaternen, sogar Nachtwanderungen mit den Tieren möglich.

Rhön: Ein Königreich für ein Lama

Ähnlich gutmütig sind Lamas: Die Kleinkamele stammen aus Südamerika und leben in Bergregionen bis zu 5000 Meter Höhe. Bereits die Inkas nutzten sie zum Transport ihrer Waren. So tragen auch Caruso, Pedro und Nala, die mit 22 weiteren Artgenossen bei Johannes Nüdling in Poppenhausen in der Rhön leben, bei Ausflügen das Gepäck der Wanderer. Johannes Nüdling geht es aber auch um die "harmonische Beziehung zwischen Mensch und Tier", die beim gemeinsamen Wandern entsteht. Halbtagestouren haben den Wachtküppel oder den Guckaisee zum Ziel, Tagestouren führen auf die Wasserkuppe. Wer Spaß an den zotteligen Begleitern gefunden hat, der kann auch zwei Tage mit ihnen durch das Naturschutzgebiet streifen.

Jahrstedt: In Sachsen-Anhalt sind die Rentiere los

Was lernt man in einer Rentierschule? Beispielsweise, dass die Tiere eine domestizierte Hirschart sind und eigentlich hoch im Norden leben. Doch vor sieben Jahren hat sich Angelika Peters einen Kindheitstraum erfüllt und in Jahrstedt in Sachsen-Anhalt mit der Rentierzucht begonnen. Derzeit kümmert sie sich um acht Tiere, die von der Größe nur gut einen Meter Schulterhöhe erreichen. Peters verleiht die vom Naturell her ruhigen und menschenfreundlichen Vierbeiner nicht nur für Weihnachtsmann-Auftritte, sondern bietet auch Kutschfahrten, Rentier-Trekking-Touren und Nachtwandern mit Zeltübernachtung an.

München: Wüstenschiffe in Oberbayern

In Valley 30 Kilometer südlich von München sind sie mittlerweile ein gewohnter Anblick: Die Kamele Attila, Shakir und Suleika sowie neun weitere Artgenossen sind regelmäßig im Mangfalltal unterwegs. Während der eineinhalbstündigen Tour lernen die Wüstenschiff-Kapitäne unter der Anleitung von Konstantin Kluges nicht nur allerlei über das Wesen der Tiere, sondern stellen auch fest, dass es auf dem Rücken eines Kamels ganz schön schaukelt. Die oberbayerischen Trampeltiere stammen übrigens nicht aus Afrika, sondern aus der Mongolei, so dass ihnen Winterwetter nichts ausmacht.

Schweiz: Mit Kühen wandern und reiten

Auf dem Rücken der Pferde liegt das Glück der Erde, heißt es. Und wie sitzt es sich auf einer Kuh? Wer das ausprobieren will, der besucht den Bolderhof im Schweizer Kanton Schaffhausen. Familie Morgenegg bietet unweit von Stein am Rhein halbtägige Trekkingtouren auf Kühen an: Es geht durch Felder, die Auenlandschaft der Flüsse Biber und Rhein und durch den Wald. Nicht jede der 26 Milchkühe auf dem Hof ist dafür geeignet - zum Einsatz kommen nur die mit einem freundlichen, ruhigen Charakter. Inklusive eines Picknicks sind die Reiter auf den Kühen, die einen Gurt zum Festhalten umgelegt bekommen, vier Stunden unterwegs. Für weniger Mutige gibt es die Möglichkeit, wie in alter Zeit eine Kuhwagenfahrt zu machen.

Weitere Informationen:

Mountain Wolf Farm, Grünwald 2, A-4160 Aigen-Schlägl, Tel. 0043/732/601166, info@mountainwolf.at, www.mountainwolf.at. Ein Familienschnuppertag kostet für Erwachsene 149 Euro, für Kinder bis 15 Jahre 99 Euro und für Kinder unter acht Jahren 29 Euro; Böhmerwaldexpedition ab 1199 Euro pro Person.
Eselhof Priesmeier, Oppendorfer Str. 1, 32351 Stemwede, Tel. 05773/335, info@esel-trekking.de, www.esel-trekking.de. Dreistündige Halbtagestour ab 160 Euro pro Gruppe, Tagestouren ab 240 Euro pro Gruppe.
Schmid's Alpacalodge, Gochsheimer Straße 19, 76703 Kraichtal-Bahnbrücken, Tel.: 07250/1388, Fax 1413905, alpacalodge@gmx.de, www.alpacalodge.de, Standardtour von 1,5 Stunden für Erwachsene 10,00 Euro, Kinder bis 14 Jahre 6,00 Euro, Kinder unter 5 Jahren frei. Die Alpacalodge gestaltet darüber hinaus auch individuelle Touren nach Wunsch.
"Rhön Lamas", Ludwig-Nüdling-Weg 16, 36163 Poppenhausen, Tel. 06658/1600, Fax 918819, info@rhoenlamas.de, www.rhoenlamas.de. Halbtagestouren kosten ab 19 Euro für Erwachsene und ab 9 Euro für Kinder, Tagestouren ab 29 Euro für Erwachsene und ab 15 Euro für Kinder, Zweitagestouren ab 129 Euro für Erwachsene und 89 Euro für Kinder.
Rentierschule, Germenauer Str. 3, 38486 Jahrstedt, Tel. 039008/689, info@rentierschule.de, www.rentierschule.de; Zweistündige Touren ab 39 Euro für Erwachsene und 19 Euro für Kinder, Nachtwanderung ab 59 Euro pro Person, einwöchiger Rentierführerschein ab 480 Euro.
Bayern-Kamele, 83629 Weyarn, Tel. 08063/9966, info@bayern-kamele.de, www.bayern-kamele.de. Ausritte finden am Wochenende sowie nach Vereinbarung statt, Erwachsene zahlen 55 Euro, Kinder 45 Euro.
Heinz und Doris Morgenegg, CH-8261 Hemishofen, Tel. 0041/52742/4048, info@bolderhof.ch, www.bolderhof.ch; Vierstündige Wanderung 150 CHF für Erwachsene, Kinder zwischen 10 und 15 Jahren 100 CHF; kurze Runde 90 CHF pro Person

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal