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Die zehn spektakulärsten Pässe der Welt

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Adrenalin! Die 10 spektakulärsten Pässe der Welt

20.02.2012, 09:22 Uhr | BIKE Magazin / trax.de

Die zehn spektakulärsten Pässe der Welt. Mountainbiker auf Pass im Gebirge. (Quelle: himal.de)

Manche Gebirgspässe haben geradezu etwas Magisches an sich. (Quelle: himal.de)

Es gibt Mountainbike-Touren, die sind schön. Andere sind anspruchsvoll. Und dann gibt es solche, die einem den Atem rauben. Pass-Überquerungen gehören oft zu dieser Kategorie. Schon beim Aufstieg mit dem Rad kommen die meisten ins Schnaufen. Oben angekommen vergessen viele beim Anblick des Panoramas selbst das Hecheln und Keuchen. Und bergab bleibt sogar hartgesottenen Mountainbikern vor lauter Adrenalin die Luft weg. Gebirgspässe sind immer etwas Besonderes, einige aber sind für ihre Bezwinger geradezu magisch. Die Redaktion des BIKE Magazins hat die zehn spektakulärsten Pass-Touren zusammengestellt. Sehen Sie einige Pass-Touren von Tibet bis Kenia auch in unserer Foto-Show.

Alpen: Col d’Izoard - Ausflug auf den Mond

Jan Salawitz: "Die Rennradfahrer lieben ihn. Dabei ist für sie und ihre Reifen schon auf 2360 Metern Höhe Schluss, praktisch im Treppenhaus. Biker kurbeln dagegen auf Schotterserpentinen weiter durch Geröllfelder und erreichen die Dachterrasse des Col d’Izoard: die Mondlandschaft der Casse Déserte. Felsnadeln ragen wie skurrile Bauwerke in aberwitzigen Formen und Winkeln aus einem schief liegenden Meer aus Schotterfeldern. Und mitten durch dieses pulverisierte Kalkgestein bahnt sich ein Pfad. Es ist, als ob man um die Türme und Zinnen einer gigantischen Burg herumzirkeln würde. Bis es natürlich doch irgendwann bergab geht: 1300 Höhenmeter feinster Flow ins Val Durance."

Alpen: Passo Zebru - Der Königspitze so nah

Uli Stanciu: "Ich habe den Passo Zebru an Tag sechs unserer Ortler-Runde bezwungen und erlebte einen regelrechten Panorama-Rausch. Während der kompletten Auffahrt (höchster Punkt 3003 Meter) strahlen dich die Forni-Gletscher an. Flankiert von Königspitze (Gran Zebru) und Cevedale. Oben kann man im Rifugio Forni schön übernachten, bevor man durchs überwältigende Val Cedec die Passhöhe erreicht. Jetzt folgt die Expedition „Abfahrt durchs Val Zebru“. Anfangs steil, muss man sich zwischendrin für 50 Meter an einem Stahlseil herunterlassen und einen Wildbach queren. Weiter auf technischem Trail hinunter nach Bormio."

Island: Hrafntinnusker - Ausritt auf dem Mars

Franz Faltermaier: "Ganze 1050 Meter ist er hoch, der Hrafntinnusker-Pass. Aber um Höhe geht’s auf Island nicht. Wenn du dem Trekking-Weg Laugavegur („Weg der heißen Quellen“) folgst, hast du das Gefühl, du bist mindestens auf dem Mars unterwegs. Wie ein endloses Band schleicht sich der Pfad durch eine unfassbare Landschaft und erreicht hier am Pass seinen höchsten Punkt. Nur mit dem Wetter hatten wir Pech. Sturm, Kälte und Wolkenbrüche jagten uns den Anstieg hoch. Wir wollten eine Schutzhütte erreichen und dabei möglichst nicht in Unterkühlung kommen. Nach vier Stunden erreichten wir den Unterschlupf. Am nächsten Tag trieben die Wolken wieder friedlich am Himmel und der Traum-Trail ließ alle Strapazen schnell vergessen."

Himalaja: Shingo La - Fünf Tage Abfahrt

Christian Keller: "Der Shingo La am Übergang von Lahaul nach Zanskar im West-Himalaja ist einer der wenigen möglichen Singletrail-Übergänge am Himalaja-Hauptkamm. In einem Blut-, Schweiß- und Tränenaufstieg erklimmt man – zwei von vier Tagen schiebend – die Passhöhe auf 5100 Metern. Die Passhöhe ist ein ungemütlicher Ort: Passatwinde peitschen einem den Graupel ins Gesicht, die Gebetsfahnen stehen waagerecht im Sturm. Dann aber entschädigt eine fünf Tage lange Abfahrt für alle Entbehrungen des Aufstiegs. Spektakuläre Singletrails hoch über der Zanskar-Schlucht machen die Abfahrt von diesem Pass zu einem der letzten großen Biker-Abenteuer."

Montenegro: Komovi-Pass - Europas einsamste Ecke

David Klawczynski: "Das Komovi-Gebirge in den Dinarischen Alpen? Ja, so haben wir auch geguckt. Und selbst, als wir es bereits direkt vor unseren Lenkern hatten, konnte ich immer noch nicht glauben, dass es in Europa noch so unbekannte, unglaublich schöne und vor allem so einsame Gebirge gibt. In Form von zwei Felsriegeln ragt es vor einem auf. Doch hat man sich erst durch den Buchenwald geschlagen und die 2000-Meter-Marke erklommen, staffelt sich ein Meer aus Gipfeln in den Horizont. Almwiesen breiten sich aus, und hin und wieder trifft man auf verlassene Schäferhütten, verfallene Klöster und merkwürdige Felszähne, die aus dem Boden ragen. Auf der anderen Bergseite sind wir einfach den Schafspfaden irgendwo ins Tal hinunter gefolgt und dabei in tiefste Balkan-Folklore getaucht."

Mount Kenya: Simba-Pass - Auf dem Äquator

Hans Rey: "So fühlt sich das an, wenn man am Pass nicht nur die Berg-, sondern auch die Äquator-Seite wechselt: Am zweithöchsten Berg Afrikas wechselt das Wetter jeden Tag von Sommer bis Winter, die Luft wird in über 4000 Metern Höhe schon ziemlich dünn, unten riecht es nach Zoo, du begegnest Elefanten und oben flankieren merkwürdige Pflanzen den Pfad. Richie Schley und ich sind damals die legendäre Chogoria-Route zum Simba-Pass raufgefahren und haben dann noch den Point Lenana (4985 Meter) eingesackt, bevor wir die Sirimon-Route wieder hinunter gefahren sind. Die Abfahrt ist fantastisch und ein Rausch durch sämtliche Klimazonen der Erde. Vom klirrend kalten Gletscher bis in den schweißtreibenden Dschungel hinunter. Eines der großartigsten Erlebnisse, die ich je auf dem Bike hatte."

Kanada: Deer-Pass - Grizzlys Fußstapfen

Sterling Lorence: "In Whistler ins Wasserflugzeug steigen und mit dem Bike mitten in den Chilcotins ausgesetzt werden, bedeutet: Einsamkeit, Natur pur und für Hunderte von Kilometern nur eine einzige Wegart – Trails. Trails, die man sich nur mit Pferde-Trekkern und Bären teilen muss. Auf dem Weg zurück zur Tyax-Lodge baut sich irgendwann der Deer-Pass vor dir auf. Knapp 2300 Meter ist er hoch. Das ist nicht viel, aber der Berg ist steil. So steil, dass du dein Bike für Stunden durch den Wald tragen und schieben musst. Endlich oben angekommen, bläst dich das Rundum-Panorama fast vom Bike. Die Abfahrt zur Tyax-Lodge ist ein echtes Flow-Erlebnis, auf dem du nur stoppst, weil dich riesige Tatzenabdrücke wieder daran erinnern, dass du doch nicht ganz allein hier bist."

Libanon: Qornet as Sawda - Minenfelder und Römertempel

Holger Feist: "Von Beirut über das 3087 Meter hohe Libanon-Gebirge in die einst von Römern besiedelte Bekaa-Ebene und durch den angeblich ältesten Zedernwald der Welt wieder zurück. Wir haben uns die Tour von einer Beiruter Trekking-Agentur in die Karte zeichnen lassen, hatten aber permanent Angst vor einem Fehltritt in ein Minenfeld. Auf der Rückfahrt überquerten wir bei heftigem Sturm diesen Pass zwischen Baalbek und Bcharre, und als wir uns umdrehten, färbte die Sonne den aufgewirbelten Sandstaub im Himmel gerade glutrot. Ein Anblick, den ich so schnell nicht vergessen werde."

Bolivien Passo Tam bo Quemada - Koka-Beutel im Wind

Stefan Loibl: "Vier Tage waren wir von La Paz aus unterwegs, als wir schließlich den Passo Tambo Quemada (4700 Meter) raufschlichen. Eine Riesenquälerei, denn die Sandpiste war staubig, eisiger Wind blies gnadenlos von vorn, und die Luft wurde immer dünner. Kurz vor der chilenischen Grenze kullerten uns Plastikbeutel entgegen, gefüllt mit Koka-Blättern. Schilder warnen auf Deutsch vor Minen. Im See, hinter der Grenze, staksen Flamingos durchs eisige Wasser. Als wir Parinacota erreichen, sehen wir die Sonne glutrot in der Atacama-Wüste versinken."

Madeira: Arieiro - Auf Messers Schneide

Stefan Stuntz: "Der Pico do Arieiro (1818 Meter) zählt zu den höchsten Bergen Madeiras. Er trennt den sonnigen Süden von der feuchten Nordseite der Insel. Folgt man der Straße von Funchal ins Gebirge, kann man den Gipfelpfad schon erkennen: Wie auf Messers Schneide windet sich dieses Wunder der Wegebaukunst über die zackigen Grate des kleinen Gebirges im Atlantik. Auf feinem Steinpflaster und vom Absturz durch Geländer geschützt, rollt man durch eine senkrechte Welt aus rotbraunen und grün bewachsenen Felsklippen. Steile Treppenstufen, enge Kurven und Tunnels – rechts und links lauert meist der freie Fall. Weiter unten führen die Levadas (Wasserleitungswege) zurück in die Zivilisation des uralten Fischerdorfs Sao Jorge."

Mehr Testberichte und aktuelle Reportagen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des BIKE Magazins.

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