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Stippangeln: die beste Angelmethode für Einsteiger

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Stippangeln - effektiver Start in die Anglerkarriere

05.04.2012, 13:30 Uhr | Kurt de Swaaf / trax.de

Stippangeln: die beste Angelmethode für Einsteiger. Stippangeln bietet sich vor allem in ruhigeren Gewässern an. (Quelle: imago)

Stippangeln bietet sich vor allem in ruhigeren Gewässern an. (Quelle: imago)

Nicht jeder Anfang ist schwer. Wer als frischgebackener Petrijünger ohne arg viel Aufwand seine ersten Fische fangen möchte, der wendet sich am besten dem Stippangeln zu. Angelausrüstung und -methodik können äußerst simpel gehalten werden, und das so genannte Stippen funktioniert an fast jedem Fluss, See oder Kanal. Es ist sogar eine der ganz wenigen Angeltechniken, bei der auf eine Rolle verzichtet werden kann. Schlichter geht’s kaum. Welche Möglichkeiten die Angelreviere in Deutschland bieten, sehen Sie in unserer Foto-Show.

Stippfischen: einfach, aber spannend

Das Basisprinzip des Stippens entspricht so ziemlich genau dem Klischee, welches Laien bei Erwähnung des Wortes Angeln vor Augen haben: eine Rute, eine Schnur, einen Schwimmer/Pose, und einen Haken. Mehr braucht’s für die einfachsten Form des Stippangelns tatsächlich nicht, außer etwas Blei und natürlich einen Köder. Spannend ist es trotzdem. Der Schwimmer zeigt genau an, was unter Wasser vorgeht. Schon ein leichtes Zittern kann einen schnuppernden Fisch verraten. Manchmal spielen die Schuppenträger minutenlang mit dem Köder herum, bevor sie zubeißen oder ihn verschmähen. Wer dann aber zu früh anschlägt, hat das Nachsehen. Es geht allerdings auch anders: Paff, Pose weg. Ein Anhieb, und schon zerrt am anderen Ende der Leine ein kräftiger Karpfen, mit dem man eigentlich nicht gerechnet hatte. Das jagt den Puls hoch.

Die Methode ist, wie erwähnt, vielerorts einsetzbar. Die Hauptbeute der Stippangler sind in der Regel Weißfische aus der Familie Cyprinidae. Dazu gehören unter anderem Rotaugen, im Norden meist Plötzen genannt, Brachsen und Güster. Diese Fischarten trifft man in den allermeisten Binnengewässern an, sowohl in kleinen Tieflandflüssen wie auch in großen Strömen, in Baggerseen und Weihern. Sogar in den brackigen Bodden der Ostseeküste kommen sie vor. Weißfische sind manchmal so häufig, dass sie praktisch zur Plage werden und die Gewässerökosysteme negativ beeinträchtigen. Doch darüber ein anderes Mal mehr.

Den Köder in richtiger Höhe anbieten

Zum Stippangeln benötigt man einen Angelplatz, entweder ohne oder mit nicht allzu starker Strömung. Wenn der Köder in Bodennähe angeboten werden soll, ist eine Wassertiefe von etwa ein bis drei Metern optimal. In größeren Tiefen sind spezielle Stippmethoden erforderlich. Die Einstellung der Pose bestimmt darüber, in welcher Wasserschicht der Köder präsentiert wird – natürlich tunlichst dort, wo gerade die Fische nach Futter suchen. Man unterscheidet zwischen feststehenden und Gleitposen. Erstere werden an einer bestimmte Stelle auf die Schnur geklemmt und sitzen dort fest. Das heißt: Die Entfernung zwischen Schwimmer und Haken bleibt konstant. Eine stabile Montage, die vor allem für den Einsatz in geringen Tiefen und auf kurzer Distanz geeignet ist.

Bei Gleitposen läuft die Schnur ungehindert durch einen oder zwei Ösen. Der Schwimmer kann also frei an der Schnur entlang gleiten, bis sie an einer vorgesehenen Stelle gestoppt wird. Hier befindet sich in den meisten Fällen ein „Stopperknoten” aus etwas dickerem Garn, manche Angler benutzen auch gerne ein Stückchen Gummiband. Eine kleine Plastikperle zwischen Pose und Knoten verhindert, dass diese durch die Öse(n) durchrutscht. Gleitposen sind beim Stippangeln in größeren Wassertiefen von Vorteil, weil sie beim Auswerfen zunächst in der Nähe des Bleis bleiben. So kann ein Verheddern der Montage vermieden (aber nicht immer verhindert) werden. Dieses Prinzip zeigt auch bei Weitwürfen seinen Nutzen.

Die richtige Montage

Die Beschwerung von Stippangel-Montagen besteht fast immer aus Bleischrot, eingekerbte Kügelchen mit Gewichten von ein Zehntel bis einige Gramm. Sie werden in der erforderlichen Mengen auf der Schnur geklemmt. Das Blei sollte die Pose nach unten ziehen, aber nur so weit, bis sie aufrecht in der Wasseroberfläche steht und nicht zu stark darüber herausragt. Die für das Stippen verwendeten Haken sind eher klein, genauso wie die meisten Köder. Maden sind ideal. Mit ihnen kann man alle Weißfisch-Arten erbeuten, und noch einige mehr. Jeder halbwegs sortierte Angelladen hat die weiße Krabbler im Angebot. Wer Barsche, Barben oder Schleien fangen will, kann auch Würmer als Köder benutzen. Vor allem dicke Regenwürmer locken oft dicke Fische an. Teig, Brot, Maiskörner aus der Dose und sogar gekochte Makkaroni sind gute Stippköder. An manchen Tagen scheinen Weißfische solche vegetarische Kost zu bevorzugen. Es lohnt sich deshalb, mehr als nur eine Ködersorte in der Angeltasche zu haben.

Die Fische anfüttern

Um ihre Erfolgschancen zu steigern, greifen die meisten Stippangler zu einem raffinierten Trick: Sie locken die Schuppenträger mit Futter an ihren Angelplatz. Spezielle Lockfutter mit besonderen Geruchsstoffen gibt es in einer erstaunlichen Auswahl in den Fachgeschäften zu kaufen – zu überaus stolzen Preisen. Normalerweise tut’s aber auch eine Packung Paniermehl, eine Handvoll Zucker und etwas Duftendes wie zum Beispiel eine Prise Zimt oder Curry. Einfach Wasser dazugeben, zu Ballen formen, und fertig. Experimentieren Sie ruhig mit verschiedenen Zutaten, das macht Spaß und bringt manchmal richtig gute Resultate. Vorsicht vor Überfütterung! Ein satter Fisch geht normalerweise nicht mehr an den Haken. Sein Appetit wechselt übrigens mit der Wassertemperatur. Im der kalten Jahreszeit fressen die Wasserbewohner wenig, weil ihre Stoffwechselrate niedrig ist. Sobald es aber wieder wärmer wird, steigt auch der Nahrungsbedarf. Echte Sommerhitze aber schlägt den Tieren wiederum schnell auf den Magen.

Die Rute: eine Frage des persönlichen Geschmacks

Puristen stippen ausschließlich mit so genannte Kopfruten, bei denen die Schnur direkt an der Spitze befestigt wird. Sie fischen also ohne Rolle. Technisch gesehen ist dies problemlos möglich, solange man sich nicht mit Zehn-Kilo-Monsterkarpfen oder ähnlichem anlegen will. Wer aber gerne mit etwas mehr Kontrolle über Schnur und Fisch angeln will, dem sind die langen Bolognese- und Matchruten in Kombination mit leichten Rollen empfohlen. Letztlich ist auch das eine Geschmacksfrage.

Im Artikel zum Thema Feederangeln, erfahren Sie mehr zu der Angeltechnik mit Futterkorb.

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